Elcom Terminmarktbericht vom 20.9.22: Strompreise sinken leicht - Markt rechnet jedoch mit anhaltenden Spannungen

(Elcom) Dem vom Gas vorgegebenen Trend folgend gaben die Strompreise in der vergangenen Woche nach, insbesondere am kurzen Ende der Kurve. Die Strompreise handeln nun wieder näher am Gas-Grenzkostenniveau.

Uniper: Deutscher Staat soll Fortum-Anteile übernehmen

(SDA) Der deutsche Staat soll alle bisher vom finnischen Energiekonzern Fortum gehaltenen Uniper -Anteile übernehmen und damit die Mehrheit an dem angeschlagenen Gasimporteur. Das sieht ein neues Stabilisierungspaket vor, über das sich Uniper derzeit noch in abschliessenden Gesprächen mit dem Bund und Fortum befinde.

Elcom Strom-Spotmarktbericht vom 20.9.22: Preise sinken insbesondere aufgrund hohem Windaufkommen und tieferen Gaspreisen – Preise in Deutschland rund 100 EUR/MWh tiefer als in der Schweiz

(Elcom) Dank der guten Erzeugung aus erneuerbaren Energien waren die Preise in Deutschland tiefer, vor allem in der zweiten Wochenhälfte, was zu einem durchschnittlichen Base-Spotpreis von 281.93 EUR/MWh und somit 30.07% unter den Preisen der letzten Woche führte.

Bee: Leckage und alte Brennstäbe im AKW Isar 2 werfen neue Fragen auf – jetzt auf Erneuerbare setzen!

(ee-news.ch) Am 19. September war bekannt geworden, dass es im Atomkraftwerk Isar 2 in Bayern eine Ventilleckage gibt, die repariert werden muss, wenn das Kraftwerk über das Jahresende hinaus als Leistungsreserve zur Verfügung stehen soll. Für diese Reparatur müsste Isar 2, das 1988 gebaut wurde, ungefähr eine Woche lang stillgelegt werden. Der deutsche Wirtschaftsminister Habeck hatte Anfang September vorgeschlagen, zur Absicherung für den Notfall für den Winter 22/23 eine zeitlich und inhaltlich begrenzte AKW-Einsatzreserve aus den beiden südlichen Atomkraftwerken Isar 2 und Neckarwestheim in Deutschland zu schaffen (siehe ee-news.ch vom 7.9.2022 >>). Die Reparatur im AKW Isar 2 sei nicht notwendig, sollte das AKW wie durch den 2011 beschlossenen Atomausstieg nach dem 31. Dezember 2022 den Leistungsbetrieb beenden.

Ørsted: Schliesst Erwerb des deutsch-französischen Windenergie- und PV- Projektentwicklers Ostwind ab

(ee-news.ch) Ørsted hat den Erwerb von 100% der Anteile an den Unternehmen Ostwind Erneuerbare Energien, Ostwindpark Rotmainquelle, Ostwind International und Ostwind Engineering abgeschlossen. Die Vereinbarung zwischen Ørsted und Ostwind im Juni 2022 geschlossen. Die vor 30 Jahren gegründete Unternehmensgruppe Ostwind ist eine Pionierin auf dem Gebiet der Onshore-Windenergie. Sie entwickelt und realisiert Windparks in Deutschland und Frankreich und übernimmt auch die Betriebsführung. Nach eigenen Angaben verfügt Ostwind heute im Bereich Windenergie über 1 Gigawatt installierte Erzeugungskapazitäten. Daneben entwickelt Ostwind gezielt Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Deutschland und Frankreich und gehört nun zur Ørsted Unternehmensgruppe.

Stromnetz der Zukunft: Intilion-Speicher versorgt Smart Grid Lab Hessen und Ingenieurbüro Pfeffer mit Strom

(PM) Intilion, Anbieter von Batteriespeicherlösungen aus Paderborn, hat auf dem Gelände des Ingenieurbüro Pfeffer in Rödermark sein Outdoorspeichersystem Intilion | Scalebloc in Betrieb genommen. Der 68.5-kWh-Speicher mit einer Leistung von 68.5 kW versorgt ab sofort das Betriebsgebäude sowie das dort entstehende Smart Grid Lab Hessen mit Strom. In dem Forschungslabor wollen die Hochschule Darmstadt und das Ingenieurbüro Pfeffer gemeinsam mit weiteren Projektpartnern ein intelligentes Stromnetz (Smart Grid) unter Praxisbedingungen erforschen.

Uniper: Wird verstaatlicht – Bund übernimmt 99 Prozent

(PM) Die deutsche Bundesregierung hat sich auf ein alternatives, deutlich umfangreicheres Stabilisierungspaket gegenüber dem am 22. Juli 2022 verkündeten Rettungspaket für Uniper verständigt. Im Ergebnis übernimmt die Bundesregierung insgesamt 99 Prozent an Uniper. Damit will sie eine klare Eigentümerstruktur schaffen, um so Uniper und damit die Energieversorgung für deutsche Unternehmen, Stadtwerke und Verbraucherinnen und Verbraucher zu sichern.

Schweiz: Zahlt rund sechs Mal mehr für Gas als üblich – auch Importe von Strom und Erdöl sind deutlich teurer geworden

(SDA) Die drohende Gasknappheit im Zuge des Kriegs in der Ukraine kommt auch die Schweiz teuer zu stehen. Die Importausgaben für den fossilen Rohstoff haben sich drastisch erhöht, während die Importmenge trotz der stark gestiegenen Preise stabil geblieben ist.

Nationalrat: Weiterhin Differenzen zum Rettungsschirm für Stromunternehmen

(SDA) Die Pflichten der Eigentümer der vom Rettungsschirm profitierenden systemrelevanten Stromkonzerne bleiben umstritten. Zudem beharrt der Nationalrat darauf, dass es keinen Rechtsanspruch auf den Rettungsschirm geben soll. Nicht geklärt ist weiter der Umgang mit dem Eigenhandel.

Nationalrat: Indirekter Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative ist bereinigt - noch kein Entscheid zu Solar-Offensive

(SDA) Mit einem eigens geschriebenen Gesetz zum Klimaziel "Netto Null" bis 2050: Der Nationalrat hat die letzten Differenzen im indirekten Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative bereit gemacht für die Schlussabstimmungen. Die vom Ständerat angefügte Solar-Offensive hat er aber noch nicht beraten.

BKW: Martin Fecke wird CEO von BKW Engineering

(ee-news.ch) Martin Fecke, bisheriger Geschäftsführer von Assmann Beraten + Planen und Länderverantwortlicher Deutschland von BKW Engineering, übernimmt per 1. Oktober 2022 die Gesamtverantwortung für das Engineering-Geschäft der BKW. Das Netzwerk für die Entwicklung, Planung und Beratung von komplexen Gebäude- und Infrastrukturprojekten in der DACH-Region 3500 Mitarbeitende. Martin Fecke löst den bisherigen CEO Michael Schüepp ab (siehe ee-news.ch vom 20.6.2022 >>) und wird in seiner neuen Funktion zudem Einsitz in die Gesamtkonzernleitung der BKW Gruppe nehmen.

Kit: Synthetische Kraftstoffe aus Erneuerbaren können in grossen Mengen hergestellt und in fast allen Fahrzeugen eingesetzt werden

(Kit) Aus erneuerbaren Quellen hergestellte synthetische Kraftstoffe, sogenannte Refuels, gelten als möglicher Gamechanger im Kampf gegen den Klimawandel. Denn Refuels versprechen nicht nur eine bis zu 90-prozentige CO2-Reduktion gegenüber herkömmlichen Treibstoffen, sie erlauben auch die weitere Nutzung der bestehenden Fahrzeugflotten mit Verbrennungsmotor – und der gesamten Tank-Infrastruktur von der Herstellung über den Transport bis zum Vertrieb. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (Kit) haben jetzt im grossangelegten Projekt ‚Refuels – Kraftstoffe neu denken‘ mit Partnern aus der Wirtschaft in umfangreichen Anwendungstests in Flotten bewiesen, dass Refuels in fast allen Fahrzeugen eingesetzt und in absehbarer Zeit in grossen Mengen hergestellt werden können.

Strompreisbremse: Vorsicht bei langfristigen Abnahmeverträgen

(PM) Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die hohe Importabhängigkeit von russischem Erdgas hat zu hohen Erdgas- und Strompreisen auf den europäischen Handelsplätzen geführt. In dieser angespannten Situation suchen die EU-Mitgliedsstaaten nach Möglichkeiten, Privathaushalte und Betriebe vor sehr hohen Strompreisen zu schützen. Im Rahmen der von der deutschen Regierung angekündigten Strompreisbremse sollen in Deutschland sogenannte Übergewinne an der Strombörse anhand von Preisobergrenzen bei Produzenten als eine ‚negative Umlage‘ abgeschöpft werden. Das genaue Vorgehen und die Ausgestaltung der Regelungen sind bisher nicht bekannt.

Conseil fédéral : Adopte le message relatif à la révision de la loi sur le CO2

Le Conseil fédéral veut réduire de moitié les émissions de gaz à effet de serre d’ici à 2030 et, ainsi, atteindre l’objectif climatique fixé pour 2030. À cette fin, il a adopté le 16 septembre 2022 le message relatif à la révision de la loi sur le CO2 pour la période de 2025 à 2030. Le projet répond aux préoccupations exprimées lors de la dernière révision et ne contient pas de nouvelles taxes ou de taxes plus élevées. Au lieu de cela, il mise sur des encouragements ciblés pour orienter les investissements vers des solutions respectueuses du climat. L’accent est mis sur les mesures qui permettent à la population de réduire les émissions de CO2. Parallèlement, le projet renforce l’approvisionnement énergétique de la Suisse et réduit la dépendance de la Suisse vis-à-vis du pétrole et du gaz naturel. (Text auf Deutsch >>)

Bundesrat: Verabschiedet Botschaft zum revidierten CO2-Gesetz

Der Bundesrat will den Treibhausgas-Ausstoss bis 2030 halbieren und das Klimaziel 2030 erreichen. Er hat zu diesem Zweck am 16. September 2022 die Botschaft zum revidierten CO2-Gesetz für die Zeit von 2025 bis 2030 verabschiedet. Die Vorlage nimmt die Bedenken bei der letzten Revision auf und enthält keine neuen oder höheren Abgaben. Stattdessen setzt sie auf eine gezielte Förderung, um Investitionen in klimafreundliche Lösungen zu lenken. Im Vordergrund stehen Massnahmen, die es der Bevölkerung ermöglichen, den CO2-Ausstoss zu senken. Gleichzeitig stärkt die Vorlage die Schweizer Energieversorgung und reduziert die Abhängigkeit der Schweiz von Öl und Erdgas. (Texte en français >>)

Exportinitiative Energie: Südkorea öffnet PPA-Markt für kleine Anlagen

(©EE) Für Betreiber kleiner Erneuerbare-Energien-Anlagen in Südkorea ist es künftig möglich, den erzeugten grünen Strom mittels Power-Purchase-Agreements (PPA) auf dem heimischen Strommarkt anzubieten. Die Anlagen müssen mindestens 300 KW Leistungskapazität vorweisen – bisher lag die Mindestanforderung bei 1 MW. Die Regierung kündigte die Änderung bereits im Januar 2021 an – nun soll sie laut Energieministerium zur Umsetzung kommen.

Manz, Grob-Werke und Dürr: Schliessen europäische Kooperation bei Produktionstechnologie für Lithium-Ionen-Batterien

(ee-news.ch) Die Unternehmen, Grob-Werke und Dürr haben eine strategische Kooperation zur gemeinsamen Akquise und Bearbeitung von Projekten zur Ausrüstung kompletter Batteriefabriken geschlossen. Ziel ist es, das Wachstumspotenzial im Geschäft mit Produktionstechnik für Lithium-Ionen-Batterien zu nutzen und die gesamte Wertschöpfungskette abzudecken. Wichtigster Auslöser für die stark wachsende Nachfrage nach Batterieproduktionstechnik ist die Elektromobilität. Je mehr Elektroautos auf die Straße kommen, desto mehr hochwertige und leistungsstarke Batterien werden benötigt. Daher investieren derzeit mehrere Batterie- und Autoproduzenten in Batteriefabriken oder haben entsprechende Pläne angekündigt. Aktuell gibt es in Europa noch zu wenig Fertigungskapazitäten für den wachsenden Bedarf.

Siemens: Nimmt eine der grössten grünen Wasserstoffproduktionen Deutschlands in Betrieb

(ee-news.ch) Eine der grössten grünen Wasserstofferzeugungsanlagen Deutschlands, digital geplant und realisiert von Siemens (siehe ee-news.ch vom 30.7.2021 >>), ging Mitte September im oberfränkischen Wunsiedel in Betrieb. Gut ein Jahr nach dem offiziellen Spatenstich wurde die Anlage an die Betreibergesellschaft Wun H2 übergeben. Bis zu 1350 Tonnen grüner Wasserstoff können laut Siemens nun jährlich im Energiepark Wunsiedel aus regenerativer Sonnen- und Windkraft erzeugt werden.

Aeesuisse: Ständerat - griffiger Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative und Ermöglichung von PV-Anlagen zur Winterstromproduktion sowie Solarpflicht bei Neubauten

(Aeesuisse) Der Ständerat beschliesst einen griffigen indirekten Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative. Weiter will die kleine Kammer den Ausbau von Photovoltaik-Grossanlagen zur Winterstromproduktion ermöglichen und fordert eine Solarpflicht bei Neubauten. Der Wirtschaftsdachverband Aeesuisse begrüsst die Beschlüsse des Ständerats grossmehrheitlich. (Texte en français >>)

Gas-Oil-Pressreview August: Wie eine durch Gasmangel verursachte Strommangellage mit Gasturbinen bewältigt werden kann, entzieht sich unserer Phantasie

(WS) Die Wirtschaft bereitet sich auf ein Horrorszenario vor. 300’000 gasbeheizte Haushalte bangen, berichtet die Republik. Gemäss Al Jazeera ist die Türkei ist wieder auf Erdgassuche im östlichen Mittelmeer. The Economist berichtet, dass in der aktuellen Energiekrise Erdöl als Waffe gebraucht wird, wie beim Erdöl-Preisschock der 1970er Jahre. Derweil verzeichte Aramco, die staatliche Erdölgesellschaft Saudi Arabiens, einen Rekordgewinn und Russland konnte die Einnahmen aus dem Export von Energieträgern um 38% steigern. Das sind unter anderem die Themen des Pressreview von Walter Stocker, Geologe und ehemaliger Präsident von ASPO Schweiz.

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