AKW Leibstadt: Verlängerter Betrieb trotz gravierenden Sicherheitsdefiziten?

(SES) Die Schweizer Politik diskutiert den verlängerten AKW-Betrieb, weil nach dem Aus des EU-Rahmenabkommens die Fragezeichen bei der Stromversorgung akuter werden. Dabei geht die Sicherheit vergessen. Selbst das neuste Schweizer AKW in Leibstadt offenbart in der Periodischen Sicherheitsüberprüfung von 2016 diverse Defizite, die weder die Betreiberin Axpo noch die Atomaufsicht ENSI beheben wollen. Dies ergibt die Analyse des Reaktorsicherheitsexperten Prof. Dr. Manfred Mertins von der TH Brandenburg im Auftrag der SES. Mertins Fazit: Das Sicherheitsniveau der Anlage wird dem Stand von Wissenschaft und Technik nicht gerecht. Für einen sicheren längerfristigen Betrieb müsste weit mehr unternommen werden, als das Kernenergiegesetz und das Ensi verlangen.

IFSN : Annette Ramezanian nouvelle directricede la division de surveillance Centrales nucléaires

(IFSN) Le conseil de l’IFSN a nommé le 1er novembre 2021 Annette Ramezanian au poste de nouvelle directrice de la division de surveillance Centrales nucléaires de l’Inspection fédérale de la sécurité nucléaire IFSN. Elle prendra ses fonctions le 1er janvier 2022. La docteure en physique et économiste diplômée est l’actuelle cheffe de la section Inspection sur site. (Text auf Deutsch >>)

ENSI: Annette Ramezanian übernimmt Leitung des Aufsichtsbereichs Kernkraftwerke

(ENSI) Der ENSI-Rat hat am 1. November 2021 Annette Ramezanian zur neuen Leiterin des Bereichs Aufsicht Kernkraftwerke des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats ENSI gewählt. Sie wird ihr Amt am 1. Januar 2022 antreten. (Texte en français >>)

Mission IRRS 2021 : L’Agence internationale de l’énergie atomique AIEA prend le système de surveillance suisse et le travail de l’IFSN sous la loupe

(ee-news.ch) Du 18 au 29 octobre 2021, une mission dite IRRS se déroule en Suisse. Dans le cadre de cette mission, des experts de l’Agence internationale de l’énergie atomique (AIEA) examinent le système de surveillance suisse et le travail de l’IFSN. Dans quelle mesure le cadre réglementaire de la sécurité et de la sûreté nucléaires en Suisse couvre-t-il les normes de l’AIEA ? Comment les exigences relatives aux installations nucléaires et à la surveillance sont-elles inscrites juridiquement ? Comment l’IFSN pratique sa surveillance ? Ces questions sont examinées lors de la mission IRRS. Selon l’ordonnance sur l’IFSN, l’IFSN doit se soumettre à un examen international tous les dix ans. (Text auf Deutsch >>)

AKW Leibstadt: Revision dauert länger als geplant

(sda) Die Jahresrevision des Ende Mai vom Stromnetz genommenen AKW Leibstadt (siehe ee-news.ch vom 31.5.2021 >>) dauert voraussichtlich einen Monat länger als zunächst geplant. Der Betreiber rechnet mit der Wiederaufnahme der Stromproduktion auf Anfang Dezember.

SES: Kostenstudie 2021 für die Stilllegungs- und Entsorgungskosten durch Swissnuclear - Affront auf Kosten künftiger Generationen

(SES) Der Atomlobby-Verband Swissnuclear hat mit der Kostenstudie 2021 die Kosten für den Rückbau und die Entsorgung der Schweizer Atomkraftwerke präsentiert. Eine erste Analyse der Schweizerischen Energie-Stiftung SES zeigt: Insbesondere bei den Entsorgungskosten werden massgebliche Kostenrisiken auf die Allgemeinheit und die künftigen Generationen abgewälzt. Die SES fordert die für die Überprüfung zuständige Stenfo-Verwaltungskommission auf zu korrigieren.

Conseil fédéral : Rapport annuel 2020 des fonds de désaffectation et de gestion des déchets radioactifs

Le 17 septembre 2021, le Conseil fédéral a approuvé le rapport annuel et les comptes annuels du fonds de gestion des déchets radioactifs et du fonds de désaffectation pour les installations nucléaires (Stenfo) et a donné décharge à leur commission administrative. Alimentés par les exploitants des installations nucléaires dans la perspective de couvrir les coûts générés par la désaffectation de ces installations et ceux occasionnés par la gestion des déchets radioactifs et des éléments combustibles usés une fois les installations mises hors service, les deux fonds présentaient fin 2020 un avoir cumulé de CHF 8.852 mrds de francs (2019 : CHF 8.492 mrds). Conformément à l’ordonnance sur le fonds de désaffectation et sur le fonds de gestion (OFDG), ces fonds sont soumis à la surveillance du Conseil fédéral. (Text auf Deutsch >>)

Bundesrat: Stilllegungs- und Entsorgungsfonds - Jahresbericht 2020

Der Bundesrat hat am 17. September 2021 den Jahresbericht und die Jahresrechnungen des Stilllegungs- und des Entsorgungsfonds (Stenfo) genehmigt. Gleichzeitig hat er die Verwaltungskommission für den Stilllegungs- und Entsorgungsfonds entlastet. In den von den Betreibern der Kernanlagen geäufneten Entsorgungs- und Stilllegungsfonds befanden sich Ende 2020 insgesamt CHF 8.852 Mrd. (2019: CHF 8.492 Mrd.). (Texte en français >>)

Öko Institut: Bericht des Joint Research Centre zu Kernenergie – keine Risikotechnologie?

(PM) Der Bericht des Joint Research Centre (JRC), der im Auftrag der Europäischen Kommission prüfen sollte, ob die Kernenergie keinen „signifikanten Schaden“ für Mensch und Umwelt verursachen kann, betrachtet wesentliche Risiken wie die Gefahr katastrophaler Unfälle sowie die Verbreitung von Kernwaffen nicht in der notwendigen Tiefe. Die Schlussfolgerung des JRC, nämlich dass die Kernenergie keinen erheblichen Schaden verursache und daher als „nachhaltige“ Technologie zur Bekämpfung des Klimawandels durch die EU gefördert werden könne, ist, wie die Analyse des Öko-Instituts zeigt, nicht zulässig.

OFEN : La Suisse participe à la 65e Conférence générale de l’Agence internationale de l’énergie atomique (AIEA)

(OFEN) La 65e Conférence générale de l’Agence internationale de l’énergie atomique (AIEA) se déroulera du 20 au 24 septembre 2021 au siège de l’organisation à Vienne. Benoît Revaz, directeur de l’Office fédéral de l’énergie (OFEN), conduira la délégation suisse. Le Conseil fédéral lui a conféré le titre de secrétaire d’État pour la durée de la conférence. (Text auf Deutsch >>)

BFE: Die Schweiz nimmt an der 65. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) teil

(BFE) Vom 20. bis 24. September 2021 findet in Wien die 65. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) statt. Leiter der Schweizer Delegation ist Benoît Revaz, Direktor des Bundesamts für Energie, dem der Bundesrat für die Dauer der Konferenz den Titel eines Staatssekretärs verliehen hat. (Texte en français >>)

Conseil fédéral: Met en vigueur la législation sur la responsabilité civile en matière nucléaire révisée

Lors de sa séance du 25 août 2021, le Conseil fédéral a fixé l’entrée en vigueur de la loi et de l’ordonnance sur la responsabilité civile en matière nucléaire totalement révisées au 1er janvier 2022. À la suite de la révision des conventions internationales de Paris et de Bruxelles sur la responsabilité civile dans le domaine de l’énergie nucléaire, la Suisse assure ainsi leur mise en œuvre dans sa propre législation. La protection des victimes d’un accident nucléaire grave est ainsi améliorée; la procédure de dédommagement est harmonisée au niveau international et simplifiée. (Texte auf Deutsch >>)

Bundesrat: Setzt revidierte Kernenergiehaftpflichtgesetzgebung in Kraft

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 25. August 2021 das totalrevidierte Kernenergiehaftpflichtgesetz und die totalrevidierte Kernenergiehaftpflichtverordnung per 1. Januar 2022 in Kraft gesetzt. Die Schweiz setzt damit die revidierten Kernenergiehaftpflichtübereinkommen von Paris und Brüssel in ihrer Gesetzgebung um. Dadurch verbessert sich im Falle von schweren Nuklearunfällen der Opferschutz und Entschädigungsverfahren werden international harmonisiert und vereinfacht. (Texte en français >>)

Tschernobyl: Neukartierung 35 Jahre nach AKW-Reaktorunfall - Gebiete immer noch hoch kontaminiert

(Bfs) Vor 35 Jahren ging die Nachricht von dem katastrophalen Reaktorunfall von Tschernobyl um die Welt. Während die Auswirkungen auf Deutschland heute kaum mehr spürbar sind, sind die Folgen für die Ukraine nach wie vor gravierend: Rund um den Reaktor sind noch immer Gebiete so hoch kontaminiert, dass eine Sperrzone aufrechterhalten werden muss, die nur mit Genehmigung betreten werden darf.

Stilllegungs- und Entsorgungsfonds: AKW-Betreiber sind mit Powerplay erfolgreich

(SES) Am 4. Dezember 2020 hat die Verwaltungskommission des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds (Stenfo-VK) die Kosten für Stilllegung der AKW und Entsorgung radioaktiver Abfälle nach unten korrigiert (siehe ee-news.ch vom 29.12.20 >>). Die AKW-Betreiber waren mit ihren Beschwerden vor Bundesgericht sowie dem Druck innerhalb des Stenfo erfolgreich. Sie haben sich tiefere Kosten erkämpft und drohen trotzdem mit einer Klage. Die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) kritisiert die destruktive Vorgehensweise der AKW-Betreiber.

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