Kit: Schwankenden Strombedarf und -verbrauch mit neuem Lastmodell besser vorhersagen

(Kit) Ein wesentliches Element beim Planen zukünftiger Energiesysteme sind Schwankungen im Stromverbrauch. Forschende des Karlsruher Institut für Technologie (Kit) haben nun hochaufgelöste Verbrauchsdaten von Haushalten analysiert und schlagen zur besseren Planung des Strombedarfs ein neues Lastmodell vor. Ihre Ergebnisse haben sie in Nature Communications veröffentlicht.

HSG- und ETH-Studie zur Finanzierung von Klimaschutzprojekten: «Es wird deutlich weniger investiert als versprochen wurde»

(HSG/ETH) Die Klimarettung ist ins Stocken geraten: Die vorgelegten Reduktionspläne der unterzeichnenden Länder genügen nicht. Weit zurück hinter den Versprechungen liegt auch die von den Industrieländern zugesagte Finanzierung von Klimaschutzprojekten in Entwicklungsländern. Eine Studie der Universität St.Gallen (HSG) und der ETH Zürich geht den Ursachen für diese Entwicklung auf den Grund und zeigt Wege auf, wie die Klimaprojektfinanzierung besser und zielgerichtet gesteuert werden kann.

Projekt Kerogreen: Kit-Forschende entwickeln Herstellungsverfahren für nachhaltigen Flugtreibstoff aus Luft und Wasser

(Kit) Mit dem Flugzeug reisen – und trotzdem kein zusätzliches CO2 ausstoßen. Möglich wäre das mit synthetischen Treibstoffen, die mittels erneuerbarer Energien aus Wasser und Umgebungsluft gewonnen werden. Allerdings müssten enorme Mengen produziert werden. Ein neues Herstellungsverfahren aus dem Forschungsprojekt Kerogreen nutzt eine innovative Plasmatechnologie, mit der dies gelingen könnte. Eine erste Anlage haben die Forschungspartner am Karlsruher Institut für Technologie (Kit) errichtet.

Empa spin-off "Viboo" : Économiser jusqu’à un quart d'énergie de chauffage dans les bâtiments anciens grâce à un algorithme auto-apprenant

(Empa) Avec la hausse des prix de l'énergie, les coûts de chauffage augmenteront inévitablement l'hiver prochain. Pour les atténuer, des solutions permettant d'exploiter plus efficacement les bâtiments sont nécessaires. Le spin-off de l'Empa "Viboo" a développé un algorithme qui permet d'exploiter facilement des bâtiments anciens avec environ un quart d'énergie en moins. Le confort des utilisateurs reste inchangé ou s'améliore même. (Text auf Deutsch >>)

Empa-Spin-off «Viboo»: In ältere Gebäuden rund einen Viertel Heizenergie sparen dank selbstlernendem Algorithmus

(Empa) Mit den steigenden Energiepreisen werden im kommenden Winter unweigerlich auch die Heizkosten steigen. Um diese abzufedern, werden Lösungen benötigt, mit denen sich Gebäude effizienter betreiben lassen. Das Empa-Spin-off «Viboo» hat dazu einen Algorithmus entwickelt, mit dem man auch ältere Gebäude auf einfachem Weg mit rund einem Viertel weniger Energie betreiben kann. Der Nutzerkomfort bleibt dabei gleich oder verbessert sich sogar. (Texte en français >>)

Kit: Synthetische Kraftstoffe aus Erneuerbaren können in grossen Mengen hergestellt und in fast allen Fahrzeugen eingesetzt werden

(Kit) Aus erneuerbaren Quellen hergestellte synthetische Kraftstoffe, sogenannte Refuels, gelten als möglicher Gamechanger im Kampf gegen den Klimawandel. Denn Refuels versprechen nicht nur eine bis zu 90-prozentige CO2-Reduktion gegenüber herkömmlichen Treibstoffen, sie erlauben auch die weitere Nutzung der bestehenden Fahrzeugflotten mit Verbrennungsmotor – und der gesamten Tank-Infrastruktur von der Herstellung über den Transport bis zum Vertrieb. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (Kit) haben jetzt im grossangelegten Projekt ‚Refuels – Kraftstoffe neu denken‘ mit Partnern aus der Wirtschaft in umfangreichen Anwendungstests in Flotten bewiesen, dass Refuels in fast allen Fahrzeugen eingesetzt und in absehbarer Zeit in grossen Mengen hergestellt werden können.

Fraunhofer ISE: Demonstriert erstmals Methanolsynthese aus Hochofengas im Langzeitbetrieb in einer Miniplant

(ISE) Im Rahmen des Projekts »Carbon2Chem« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE zusammen mit Partnern aus Industrie, Forschung und Lehre Verfahren zur Herstellung von Methanol aus Abgasen der Industrie am Beispiel der Stahlindustrie. Erstmals konnte nun in einer Miniplant des Fraunhofer ISE mit einer Produktionsleistung von täglich zehn Litern die Langzeitstabilität der Methanolsynthese aus realem, gereinigtem Hochofengas über insgesamt mehr als 5000 Stunden demonstriert werden. Zuvor hatte thyssenkrupp bereits 2018 den Machbarkeitsnachweis der Herstellung von Methanol aus Hochofengas im Projekt erbracht.

DLR: Hochtemperatur-Wärmepumpe-Pilot-Anlage in Cottbus erreicht Temperaturen von 300 Grad Celsius – Prozesswärme für viele Industriebranchen ausreichend

(DLR) Die Kohlendioxid-Emissionen senken und gleichzeitig Wärme und Kälte für die Industrie bereitstellen: Wie das funktionieren kann, zeigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einer neuen Pilotanlage. Die Hochtemperatur-Wärmepumpe CoBra nimmt jetzt ihren Betrieb auf: „Wir können bisher weltweit einmalige Werte beim Temperaturhub und der Wärmeabgabe-Temperatur von 300 Grad Celsius bei einer Wärmeleistung von etwa 200 Kilowatt erzielen“, sagt Institutsleiter Uwe Riedel.

H2Mare: Vier Institute des Helmholtz-Zentrums Hereon forschen an Erzeugung von grünem Wasserstoff und Folgeprodukten zur Speicherung auf hoher See

(PM) H2Mare ist eines von drei Wasserstoff-Leitprojekten, die vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (Bmbf) gefördert werden. Bei H2Mare wird innerhalb von vier Jahren gemeinsam mit rund 32 Partnern aus Wissenschaft und Industrie die Erzeugung von grünem Wasserstoff und Folgeprodukten mit Offshore-Windkraft untersucht. Mit vier seiner Institute unterstützt das Helmholtz-Zentrum Hereon die Technologieentwicklung für eine nachhaltige und umweltfreundliche Energieproduktion.

Rohstoffe aus alten Akkus aufbereiten: Zsw reaktiviert Grafit und alle kritischen Metalle aus gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien

(PM) Ein flächendeckendes Recycling von Lithium-Ionen-Batterien, vor allem aus Elektroautos, wird zukünftig nachhaltig die Versorgung mit kritischen Rohstoffen sicherstellen. Heutige Recyclingverfahren gewinnen nur einige Metalle zurück, Lithium geht dabei teilweise verloren, Grafit sogar vollständig. Ein neues Verfahren könnte dies nun ändern: Im Projekt Recyclemat hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (Zsw) einen Recyclingprozess entwickelt, durch den Aktivmaterialien aus gebrauchten Lithiumionenbatterien wiederaufbereitet und direkt in neuen Batterien eingesetzt werden können. Dies geschieht in relativ einfachen chemischen Prozessen.

DLR: Grips statt Kup­fer - intelligentes Laden von E-Autos erfolgreich getestet– kostenloser Leitfaden veröffentlicht

(DLR) Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) haben erfolgreich ein neuartiges, intelligentes Lademanagement für E-Autos erprobt. Damit lassen sich in Fuhrparks – bei gleicher Anschlussleistung an das Stromnetz – zusätzliche Ladesäulen aufstellen und mehr Fahrzeuge gleichzeitig laden.

Fachhochschule Münster: Studierende entwerfen Lastenfahrrad-Konzepte

(PM). Immer häufiger begegnet man ihnen im Strassenverkehr, wenn Menschen grössere Dinge oder auch Personen und Haustiere von A nach B transportieren, dabei aber auf ihr Auto verzichten möchten: Lastenfahrräder. In einer Kiste, die meist zwischen Lenker und Vorderrad angebracht ist, können Radfahrer*innen zum Beispiel ihre Einkäufe verstauen. Der Fahrradhersteller Velo de Ville aus Altenberge hat auf der Eurobike-Messe kürzlich sein erstes elektrisches Cargobike namens FR8 vorgestellt. Entstanden ist dies in Zusammenarbeit mit der (Fachhochschule) FH Münster, denn dem Modell liegen gleich mehrere Projektarbeiten aus dem Fachbereich Maschinenbau und dem Fachbereich Design, der Münster School of Design (Msd), zugrunde.

Studie: Digitales Geld nachhaltiger machen - dem quantifizierten Energieverbrauch von Bitcoin auf der Spur

(BV) Die Kryptowährung Bitcoin verschlingt grosse Mengen an Energie. Verantwortlich dafür ist das Proof-of-Work-Verfahren, das alle Transaktionen des digitalen Geldes legitimiert. Eine Studie der ETH Zürich im Auftrag des Bundesamts für Energie hat den Energieverbrauch quantifiziert und zeigt Wege auf, wie der Stromverbrauch durch Ausweichen auf weniger energieintensive Kryptowährungen gedrosselt werden könnte. Wenn sich die Nutzer digitaler Währungen künftig von Umweltargumenten leiten lassen, könnten längerfristig jene Kryptowährungen überleben, welche mit einem vernünftigen Energieverbrauch auskommen.

Fraunhofer Umsicht: Durch flexiblen Betrieb von Versorgungsanlagen von Krankenhäusern diese als hybride Energiespeicher nutzen und gleichzeitig Kosten sparen

(Fraunhofer) Ob Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) oder Kältemaschinen – in vielen deutschen Krankenhäusern stehen Anlagen, die aufgrund ihrer Grösse hervorragend geeignet sind, die Einbindung erneuerbarer Energien zu fördern sowie kurzfristige Strompreisschwankungen zu nutzen. Eine Studie für Deutschland zeigt: Wenn alle KWK-Anlagen, die aktuell in Krankenhäusern eingebaut sind, flexibel betrieben werden sowie die Fahrweise nach den Marktpreisen für Strom optimiert wird, liegt – grob geschätzt – ein Lastverschiebepotenzial von etwa 300 MW für positive und 200 MW für negative Flexibilität vor.

Wwu: Neue Produktionslinie am Meet-Batterieforschungszentrum ermöglicht Zellbau von Lithium-Metall- und Feststoffbatterien

(PM) Lithium-Metall- und Feststoffbatterien gelten als Hoffnungsträger für die Batterie der Zukunft. Während Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Technologie der verschiedenen Batterietypen stetig weiterentwickeln, beinhaltet ihre Produktion noch zahlreiche Herausforderungen. Eine neue Produktionslinie am Meet Batterieforschungszentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität (Wwu) Münster ermöglicht nun den Zellbau dieser neuen Batterietypen und erweitert die Produktionsforschung am Standort. Auf insgesamt 150 Quadratmetern Trockenraumfläche arbeiten die Forscher mit einer deutschlandweit einzigartigen Anlage und bieten eine attraktive Kooperationsplattform für Wissenschaft und Industrie.

Fraunhofer Isi: Neue Daten belegen Erdgasabhängigkeit der EU-Länder bei Heizwärme zwischen 5 und 90% – Anteil der Erneuerbaren noch gering

(FI/Isi) Die Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser macht fast ein Drittel des europäischen Endenergieverbrauchs aus und wird immer noch von fossilen Brennstoffen, insbesondere Erdgas, dominiert. Ein neuer, im Rahmen der Studie »Renewable Space Heating under the Revised Renewable Energy Directive« von der TU Wien, dem Fraunhofer ISI, E-think, dem Öko-Institut und Viegang Maagoe entwickelter Datensatz zeigt, dass in der EU fast 50 Prozent der Heizwärme durch Erdgas erzeugt werden. Die Erdgasabhängigkeit variiert jedoch stark zwischen den einzelnen Ländern und reicht von null bis 90 Prozent.

OST: Mit Aluminium heizen - EU und Schweiz fördern Speicherkonzept

(PM) Allen politischen Differenzen zum Trotz arbeiten Forschende aus der EU und der Schweiz bei zentralen Forschungsthemen weiter eng zusammen. Gerade hochaktuell: Energie aus nicht fossilen Quellen speichern. Im Sommer 2022 startete ein im Rahmen des Horizon-Forschungsprogramms der EU gefördertes Forschungsprojekt, das auf Vorprojekten der OST – Ostschweizer Fachhochschule basiert. Vielleicht heizen wir unsere Gebäude künftig mit Aluminium, in welchem Energie aus Wind-, Solar- und Wasserenergie gespeichert ist.

Empa : Une pile en papier avec un interrupteur à eau – il suffit d'ajouter une goutte d'eau pour l'activer

(MH) Une équipe de chercheurs de l'Empa a mis au point une pile en papier jetable activée par l'eau. Selon les chercheurs, elle pourrait être utilisée pour alimenter une large gamme d'appareils électroniques jetables à faible puissance et à usage unique - tels que des étiquettes intelligentes pour le suivi d'objets, des capteurs environnementaux et des appareils de diagnostic médical – et minimiser leur impact environnemental. L'étude de démonstration de principe a été publiée dans la revue Scientific Reports. (Text auf Deutsch >>)

Empa: Eine Papierbatterie mit Wasserschalter - ein Tropfen Wasser genügt zur Aktivierung

(MH) Ein Empa-Forscherteam hat eine durch Wasser aktivierbare Einweg-Batterie aus Papier entwickelt. Damitliesse sich eine breite Palette von kleinen Einweg-Elektronikgeräten mit geringem Stromverbrauch betreiben, etwa intelligente Etiketten zum Tracking von Objekten, Umweltsensoren oder medizinische Diagnosegeräte – und erst noch deren Umweltauswirkungen minimieren. Die «Proof-of-Concept»-Studie wurde soeben in «Scientific Reports» veröffentlicht. (Article en français >>)

Universität Duisburg-Essen: Grünen Wasserstoff in Form von Eisen sicher und effizient transportieren

(Ude) Grün erzeugte Energie in Form von Eisen transportieren: Das ist die Vision eines Forschungsprojekts unter der Koordination der Universität Duisburg-Essen (Ude). Mittels Sonnenenergie hergestellter Wasserstoff, eine chemische Reaktion und der Transport in Metallform sollen zu einem nachhaltigen Kreislauf führen. Zusammen mit Partnern aus Clausthal und Bremen sowie assoziierten Industriepartnern will das Team ein Konzept für dessen Umsetzung im industriellen Massstab erarbeiten.

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