DUREE-Studie: Wie man Gebäude rechtzeitig erneuert und Sanierungsmuffel motiviert

(BV) Den idealen Zeitpunkt für eine Gebäudesanierung zu finden ist nicht leicht. Ein Grund: Die verschiedenen Bau- und Gebäudeteile haben eine sehr unterschiedliche Lebensdauer. Wie gross die Differenzen sind, hat eine vom Bundesamt für Energie unterstützte Studie beleuchtet. Eine zentrale Empfehlung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lautet: Eigentümer sollten mit einer Sanierung nicht zu lange warten. (Texte en français >>)

Studie: Klimaschäden kosten Wirtschaft erheblich mehr als erwartet

(PM) Steigende Temperaturen durch den Ausstoss von Treibhausgasen können der Wirtschaft grösseren Schaden zufügen als frühere Untersuchungen vermuten liessen – das zeigt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Mercator Research Institute for Global Commons and Climate Change (MCC). Die Wissenschaftler haben auf der Grundlage eines in dieser Form erstmals entwickelten Datensatzes des MCC genauer untersucht, wie sich der Klimawandel auf Gebiete wie etwa US-Bundesstaaten, chinesische Provinzen oder französische Départements auswirkt, also unterhalb der nationalstaatlichen Ebene.

Sined: Erforscht Anpassung von Systemdienstleistungen für sichere Stromnetze in der Energiewende

(PM) Erneuerbare Energien werden zukünftig den steigenden Energiebedarf decken. Heutzutage ist das deutsche Stromnetz für den sicheren Betrieb noch auf Systemdienstleistungen aus konventionellen Grosskraftwerken angewiesen. Im Leitprojekt ‚Systemdienstleistungen für sichere Stromnetze in Zeiten fortschreitender Energiewende und digitaler Transformation‘ (Sined) forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN) mit dem Ziel, die bisherigen Systemdienstleistungen weiterzuentwickeln und an die veränderten Anforderungen und Möglichkeiten anzupassen.

Recyclemat: Kritische Rohstoffe aus Lithium-Ionen-Batterien recyceln und direkt wieder verwerten

(PM) Die steigende Nachfrage nach grossen Lithium-Ionen-Batterien für den Verkehrs- und Energiesektor führt zu einem sehr schnell ansteigenden Bedarf an Rohstoffen. Manche werden von der Europäischen Union als kritisch eingestuft, etwa Kobalt, Lithium und Naturgrafit. Die heute verfügbaren Recyclingverfahren gewinnen allerdings bislang nur einige Metalle zurück. Lithium wird überhaupt nicht recycelt. Damit künftig bei der Rohstoffversorgung keine Engpässe und Preisrisiken entstehen, prüft das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in dem neuen Projekt Recyclemat, wie sich Batterieelektroden wiederaufarbeiten lassen, so dass Materialien möglichst vollständig rückgewonnen und direkt als Rohstoff für die Herstellung neuer Elektrodenmassen eingesetzt werden können.

Industrielle Abwärme für Fernwärme: Datenbank zeigt grosse Potenziale für Versorgung von Haushalten

(FI/ISE) Abwärme aus der energieintensiven Industrie ist oft für den Einsatz in Fernwärmesystemen geeignet, jedoch meistens ungenutzt. Eine detaillierte Übersicht der in der EU verfügbaren Potenziale liefert jetzt eine Datenbank des Projekts Seenergies. In Deutschland könnten 29 Petajoule Abwärme aus Industriestandorten genutzt werden, was dem Bedarf von mehr als einer halben Million Haushalte entspricht. So könnten unter anderem die in der Fernwärme typischen Kohle- und Gaskraftwerke ersetzt werden. Die Informationen stehen als Karten und herunterladbare Datensätze zur Verfügung.

Empa: Wie gefährlich sind brennende Elektroautos?

(Empa) Was passiert, wenn ein Elektroauto in einem Strassentunnel oder in einer Tiefgarage Feuer fängt? Im Versuchsstollen Hagerbach setzten Empa-Forscher gemeinsam mit dem Tunnelsicherheitsexperten Lars Derek Mellert Batteriezellen von Elektroautos in Brand, analysierten die Verteilung von Russ und Rauchgasen sowie die chemischen Rückstände im Löschwasser.

KIT: Untersucht Prozesse der Metallanreicherung in Geothermalwässern und potenzielle Wertstoffe in Tiefenwässern im Oberrheingraben

(KIT) Wasser aus der Tiefe des Oberrheingrabens lässt sich zur Wärme- und Stromgewinnung nutzen, ähnliche mineralreiche Wässer sind aber auch grundlegend für die Bildung von Erzvorkommen in der Region. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) untersuchen den Energie- und Stofftransport im Grabenbruchsystem, um die Bildung von Erzlagerstätten und das Entstehen unerwünschter mineralischer Ablagerungen in Geothermiekraftwerken exemplarisch zu verstehen.

Fraunhofer ISE: Siliciumkarbid-Transistoren verbessern Effizienz von Photovoltaikspeichern - jährlich bis € 250 sparen

(ISE) Heimspeichersystemen sollten bei intensiver Sonneneinstrahlung innerhalb weniger Stunden aufgeladen und dann über einen längeren Zeitraum (nachts) bei sehr geringer Leistung (Teillast) entladen werden. Daher sollten Batteriewechselrichter einen hohen Umwandlungswirkungsgrad über einen möglichst breiten Leistungsbereich haben. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat in dem 2017 gestarteten Projekt »HyBaG« in Zusammenarbeit mit Kaco New Energy und STS - Spezial-Transformatoren Stockach einen auch im Teillastbereich verlustarmen Hybrid-Wechselrichter entwickelt. Privathaushalte können mit dem neuen Wechselrichter bis zu € 250 jährlich sparen.

Empa: Recyclage du fluor pour les batteries lithium-ion

(Empa) Les batteries lithium-ion contiennent des sels riches en fluor, qui se décomposent dans l'air humide en fluorure d'hydrogène toxique et très corrosif. La nature dangereuse de cette substance rend le recyclage plus difficile et plus coûteux. Un projet de recherche intitulé "Fluoribat" est actuellement lancé à l'Empa pour résoudre ce problème. Cela pourrait rendre le cycle de vie d'une batterie rechargeable moins coûteux et en même temps plus sûr. (Text auf Deutsch >>)

Empa: Fluor-Recycling für Lithium-Ionen-Akkus

(Empa)  Lithium-Ionen-Akkus enthalten fluorreiche Salze, die an feuchter Luft zu giftigem, stark ätzendem Fluorwasserstoff zerfallen. Die Gefährlichkeit von Fluorwasserstoff erschwert und verteuert das Recycling. An der Empa startet nun ein Forschungsprojekt «Fluoribat», um dieses Problem zu lösen. So könnte der Lebenszyklus eines Akkus preisgünstiger ablaufen und zugleich sicherer werden. (Texte en français >>)

KIT: Erforscht Lithium-Lanthan-Titanat als vielversprechendes Anodenmaterial für besonders sichere und langlebige Batterien

(KIT) Ein vielversprechendes Anodenmaterial für künftige Hochleistungsbatterien haben Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und an der Jilin-Universität in Changchun/China untersucht: Lithium-Lanthan-Titanat mit Perowskit-Kristallstruktur (LLTO). Wie das Team in der Zeitschrift Nature Communications berichtet, kann LLTO die Energiedichte, Leistungsdichte, Laderate, Sicherheit und Lebensdauer von Batterien verbessern, ohne dass eine Verkleinerung der Partikel von der Mikrometer- auf die Nanometerskala erforderlich ist.

20 ans de mesure du pergélisol en Suisse : D’importants changements - plus 1°C à 10 m de profondeur

(CP) Les températures élevées de l’air ont entraîné au cours des 20 années passées d’importants changements de l’état du pergélisol dans les Alpes suisses. Les températures du pergélisol, mesurées en forage, se sont réchauffées dans l’ensemble des 15 sites d'étude. À Corvatsch-Murtèl en Haute-Engadine, la plus longue série de donnée, totalisant plus de 32 ans de mesure, montre un réchauffement d'environ 1°C à 10 m de profondeur et d'environ 0.5°C à 20 m depuis le début des mesures. De même, la profondeur de la couche active (la partie superficielle du sol connaît des températures positives en été) a augmenté, parfois de plusieurs mètres, et la teneur en eau dans le pergélisol s’est considérablement accrue. (Text auf Deutsch >>)

20 Jahre Permafrostmessung: Signifikante Veränderungen - Temperaturen stiegen in 10 Meter Tiefe um 1 Grad

(Permos) Die hohen Lufttemperaturen von 2000 bis 2019 führten zu signifikanten Veränderungen des Permafrosts in den Schweizer Alpen: Die in Bohrlöchern gemessenen Permafrosttemperaturen sind an allen 15 Beobachtungsstandorten angestiegen. Die 32-jährige und längste Messreihe vom Corvatsch-Murtèl im Oberengadin zeigt, dass sich der Permaforst seit Messbeginn in 10 Metern Tiefe um etwa 1 Grad Celsisus erwärmt hat, in 20 Metern um etwa 0,5 Grad. Auch die Auftauschicht – jene Schicht, die im Sommer positive Temperaturen erreicht – ist an den Bohrlochstandorten um mehrere Meter tiefer geworden. Ebenso ist der Wassergehalt im Permafrost deutlich gestiegen. (Texte en français >>)

KIT: Open Source für die globale Energiewende

(KIT) Computermodelle sind für die Energiewende unerlässlich. Sie helfen dabei, Kapazitäten beim Erzeugen, Transportieren und Speichern von Energie unter Berücksichtigung dynamischer Parameter wie Wetter und Verbrauch zu planen. Entsprechende Modellierungswerkzeuge, bei deren Entwicklung unter anderem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mitgewirkt haben, stellt die Helmholtz-Gemeinschaft(HGF) nun auf einer Internetplattform kostenlos und quelloffen zur Verfügung. Die Helmholtz Energy Computing Initiative (HECI) soll die Kooperation bei der Umsetzung von Klimaschutzmassnahmen in Energiesystemen erleichtern.

VDE: Brennstoffzellentriebzüge sind massiv teurer als Batterietriebzüge und sogar noch teurer als Dieseltriebzüge

(VDE) Batterietriebzüge und Brennstoffzellentriebzüge sind klimaneutrale Alternativen zu Dieseltriebzügen, die derzeit im Nah- und Pendlerverkehr eingesetzt werden. Allerdings beträgt der monetäre Unterschied zwischen der wirtschaftlichsten und der teuersten Alternative z. B. auf den Strecken des „Netzes Düren“ bis zu satten 59 Mio. Euro. Wie die Technologieorganisation VDE in einer neuen Studie errechnete, sind Batterietriebzüge ähnlich wirtschaftlich wie Triebzüge, die ihre Energie über die Oberleitung beziehen. Am teuersten und unwirtschaftlichsten sind Brennstoffzellentriebzüge – noch vor Dieseltriebzügen, die aufgrund ihres Schadstoffausstosses und schädigenden Beitrags zur Klimaveränderung mittelfristig aus dem Verkehr gezogen werden.

DIW: Ausstieg aus Kohlekraft für Deutschland, Polen, Südafrika, Australien, Indien und China zu vertretbaren Kosten möglich

(ee-news.ch) Eine Vergleichsstudie über einen Ausstieg aus der Kohlekraft von Deutschland, Polen, Südafrika, Australien, Indien und China zeigt: In allen Ländern kann zu vertretbaren Kosten auf Kohle verzichtet werden. Den Ländern wird zudem empfohlen, Anreize für neue Investitionen in Kohlekraft so frühzeitig wie möglich abzubauen, um zu vermeiden, dass Vermögen vernichtet wird.

Partner

  • Agentur Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Ist Ihr Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien oder Energieeffizienz tätig? Dann senden sie ein e-Mail an info@ee-news.ch mit Name, Adresse, Tätigkeitsfeld und Mail, dann nehmen wir Sie gerne ins Firmenverzeichnis auf.

Newsletter abonnieren

Top

Gelesen
|
Kommentiert