Christoph Küffer: Lasst uns über einen Systemwandel sprechen – nicht mehr Fliegen als Selbstexperiment

(ETHZ Zukunftsblog) Nach der Klimakonferenz in Paris in 2015 habe ich mich entschieden, nicht mehr zu fliegen. Ich habe meine Entscheidung als Selbstexperiment deklariert – ist eine internationale wissenschaftliche Karriere ohne Fliegen möglich? – und ich habe meine Erfahrungen in zwei Beiträgen auf dem ETH-​Zukunftsblog diskutiert. In 2020 beginnt mein fünftes Jahr. Meine Schlussfolgerung bleibt gleich: eine internationale wissenschaftliche Karriere (fast) ohne Fliegen ist möglich.

Rohstofftransparenz: Nationalrat zündet Lichtlein an

(PM) Die grosse Kammer hat am 19. Dezember einen kleinen Schritt in Richtung Transparenz im Rohstoffhandel gemacht. Die rund 500 Rohstoffhandelsfirmen der Schweiz müssen ihre Zahlungen an die Regierungen der Produktionsländer zwar weiterhin nicht offenlegen. Der Bundesrat erhielt aber immerhin das Recht, den Handel international koordiniert später doch noch der Transparenzpflicht zu unterstellen. Damit muss nun rasch vorwärts gemacht werden.

Suisse Eole : La centrale nucléaire de Mühleberg mise hors service – la branche de l’énergie éolienne est dans les starting-blocks

(Suisse Eole) La centrale nucléaire de Mühleberg sera mise hors service demain. La branche de l’énergie éolienne a fait ses devoirs : elle a suffisamment de projets éoliens en attente pour garantir conjointement avec l’énergie solaire un approvisionnement en électricité sûr, indigène et renouvelable, sans nucléaire. (Text auf Deutsch >>)

dena: Klimaziele der EU-Kommission erfordern neue Analyse der Klimapolitik in Deutschland

(dena) Zum Green Deal und dem Ziel der Klimaneutralität bis 2050 in der Europäischen Union, die von der Kommission am 12. Dezember vorgestellt wurde (siehe ee-news.ch vom 16.12.2019 >>), sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena):

Klimakonferenz: "Die Kluft zwischen Wissenschaft und Politik wird immer grotesker"

(PM) WWF-Klimaschutzexperte Patrick Hofstetter, offizieller Vertreter der Schweizer Umweltorganisationen vor Ort, zieht zu den Hauptthemen der diesjährigen Klimakonferenz eine ernüchternde Bilanz:

Prof. Nicolas Gruber: CO2-Ausstoss steigt weiter - das Klima braucht unseren Mut

(NG) Beim CO2-Ausstoss ist die Welt nicht auf Kurs. Die globalen CO2-Emissionen sind im Jahre 2018 um mehr als zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, und auch für 2019 wird ein Wachstum prognostiziert. Es braucht jetzt ein mutiges Engagement von uns allen, um die Pariser Klimaziele zu erreichen.

Deutschland: Regierung soll EU-Erneuerbaren-Richtlinie anwenden und auf Ausschreibungen für Bürgerenergie-Anlagen verzichten

(BEE/BEEn) Der bereits öffentlich gewordene Referentenentwurf der deutschen Bundesregierung zum Kohleausstiegsgesetz hebt eine Privilegierung für gesetzlich definierte Bürgerenergiegesellschaften nach dem EEG 2017 auf. Dass alle Bieter im Ausschreibungsverfahren für Windenergie an Land eine Genehmigung nach dem deutschen Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) vorlegen müssen, ist richtig und wird bereits seit 2018 so praktiziert.

SES: Bundesrat schwächt Schutz der Steuerzahlenden vor Atommüll-Kosten

(SES) Der Bundesrat hat die revidierte Verordnung zum Stilllegungs- und Entsorgungsfonds (Stenfo) verabschiedet. Darin schafft er den zentralen Mechanismus ab, der die Bevölkerung vor der Übernahme künftiger Atommüll-Kosten schützt (siehe ee-news.ch vom 7.11.2019 >>). Die Schweizerische Energie-Stiftung SES kritisiert diesen Entscheid. Die Kostenprognosen für das Atommülllager sind in den letzten 20 Jahren stetig gestiegen

Österreich: Aktualisierter Entwurf des Nationalen Energie- und Klimaplanes (NEKP) bringt nur unzureichende Kosmetik

(PM) Bis zum Jahresende 2019 muss die österreichische Regierung einen Nationalen Energie- und Klimaplan (NEKP) bei der EU vorlegen. Dieser muss den bis 2030 vorgesehenen Teil des Gesamtausstiegs aus den fossilen Energien aufzeigen. Nachdem der im Vorjahr vorgelegte Entwurf von der Fachwelt und der EU als unzureichend klassifiziert wurde, hat die Übergangsregierung jetzt einen neuen Entwurf zur Begutachtung vorgelegt. Dazu äussert sich der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ):

Energiestrategie 2050: Die Schweiz braucht ein Apollo-Programm

(SB/JF) Im Zusammenspiel mit anderen Technologien machen Speicher das Energiesystem wirtschaftlicher und zuverlässiger, die Energieversorgung breiter und die Energieverwendung flexibel und komfortabler.

Dialogprozess Gas 2030: Gas bleibt essenziell für die Energieversorgung

(dena) Zur Vorstellung des Berichts zum Dialogprozess Gas 2030 durch den deutschen Bundeswirtschafts-minister Peter Altmaier erklärt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena): „Der Dialogprozess ‚Gas 2030‘ hat die Rolle von Gas im zukünftigen Energiesystem zum richtigen Zeitpunkt definiert und gewürdigt. Denn um die Klimaziele zu erreichen, müssen jetzt langfristig die Transformationspfade auf dem Weg zu einem integrierten Energiesystem festgelegt werden.

Bundesgericht spricht Klartext: Kanton Bern hat Solaranlagen bisher mit ungerechtfertigten Steuern belegt

(SSES) Das Bundesgericht hat sich mit der Besteuerung von Solaranlagen im Kanton Bern befasst. Wie bereits das Berner Verwaltungsgericht kommt es zum Schluss, dass die bisherige Praxis nicht zulässig ist. Die SSES fordert nun die notwendigen Anpassungen nach diesem Urteil vorzunehmen.

VDI: Neues deutsches Gebäudeenergiegesetz bedeutet bau- und energiepolitischen Stillstand

(VDI) „Deutschland braucht dringend ein ambitioniertes, klimagerechtes Gebäudeenergiegesetz", mahnt VDI-Direktor Ralph Appel. "Der neue Gesetzentwurf steht aus Sicht des VDI allerdings im Widerspruch zum jüngst beschlossenen Klimapaket der deutschen Bundesregierung (siehe auch ee-news.ch vom 28.10.2019 >>). Er enthält keine verschärften Vorgaben hinsichtlich der Energieeffizienz für Neubauten und für die Sanierung von Bestandsbauten. Das verhindert Innovationen und trägt nicht zur Erreichung der Klimaziele bei."

BEE: Deutsches Gebäudeenergiegesetz gibt wichtige Eckpfeiler für klimaneutralen Gebäudebestand auf

(PM) Die deutsche Bundesregierung hat den Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz (GEG) beschlossen, der vom Wirtschafts- und Energieministerium vorgelegt wurde. Damit sollen der Koalitionsvertrag, das Klimaschutzprogramm 2030 und die Beschlüsse des Wohngipfels 2018 umgesetzt werden. Das Gebäudeenergiegesetz soll ein neues, einheitliches, aufeinander abgestimmtes Regelwerk für die energetischen Anforderungen an Neubauten, an Bestandsgebäude und an den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden schaffen.

IEA: Drastischer Einbruch der globalen Erdölförderung in den kommenden fünf Jahren

(©HJ Fell) Die Internationale Energie Agentur (IEA) warnt in ihrem neuen World Energy Outlook 2018 (WEO 2018) vor einer dramatischen Unterversorgung der weltweiten Erdölversorgung. Nicht erst in Jahrzehnten – nein, bereits in den kommenden fünf Jahren soll diese eintreten! Dies ist deshalb besonders bedeutsam, weil die IEA bisher immer die Frage nach dem Maximum der globalen Förderung – dem Peak Oil – ignoriert hat und die Botschaft setzte, dass es auch weiterhin keine Engpässe in der Ölversorgung gäbe.

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