SES: Der Ständerat versenkt SVP-Atompläne

(SES) Am 16.6.22 hat der Ständerat die Motion von SVP-Ständerat Hansjörg Knecht, die neue AKW ermöglichen wollte, mit 24 zu 8 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt. Damit bestätigt die kleine Kammer den Entscheid ihrer Energiekommission, am Atomausstieg festzuhalten und die Energiestrategie fortzusetzen.

Gas-Oil-Pressreview Mai: BP, Shell und Exxon verlieren über 30 Mrd. US$ - Saudi Arabien hat kein Interesse, die Förderquoten zu erhöhen

(MS) Es gibt auch Profiteure der Ukraine-Krise. So steigt der Quartalsgewinn der staatlichen saudischen Erdölgesellschaft Aramco um 80%. Bei den aktuellen Erdölpreisen hat Saudi Arabien auch kein Interesse, die Förderquoten entscheidend anzuheben. Und Russlands Einnahmen aus Erdölexporten steigen weiter. China seinerseits fordert den Dollar heraus, und bezahlt Russische Kohle und Russisches Erdöl mit Yuan. Der Krieg in der Ukraine hat zu einem Anstieg des Kohlepreises geführt. Und trotzdem steigt die Nachfrage in Europa. Das sind unter anderem die Themen des Pressreview von Walter Stocker, Geologe und ehemaliger Präsident von ASPO Schweiz.

Aeesuisse: Le contre-projet indirect à l'initiative sur les glaciers est en bonne voie

(Aeesuisse) Lors de sa séance du 14 juin 2022, le Conseil national s'est clairement prononcé en faveur du contre-projet indirect à l'initiative sur les glaciers. Avec une majorité importante, la Chambre a suivi en grande partie sa commission consultative et soutient ainsi l'objectif net zéro, une trajectoire de réduction contraignante pour les émissions de gaz à effet de serre ainsi que d'autres mesures concrètes importantes pour atteindre les objectifs climatiques de Paris. (Text auf Deutsch >>)

Aeesuisse: Indirekter Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative auf gutem Weg

(Aeesuisse) Der Nationalrat spricht sich in seiner Sitzung vom 14. Juni 2022 klar für den indirekten Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative aus (siehe ee-news.ch vom 14.6.22 >>). Mit deutlicher Mehrheit folgte die grosse Kammer in weiten Teilen seiner vorberatenden Kommission und unterstützt so das Netto-Null-Ziel, einen verbindlichen Absenkpfad für die Treibhausgasemissionen sowie weitere wichtige konkrete Massnahmen zur Erreichung der Pariser Klimaziele. (Texte en français >>)

Energiepreise: Der Fokus der Politik geht immer noch in die falsche Richtung – nötig wäre ein Befreiungsschlag weg von fossilen Energien hin zu einheimischer Friedensenergie

(AN) Wie Schlafwandelnde steuern wir in der Schweiz einer kaum vorstellbaren Energieknappheit entgegen. Gesellschaft, Politik, Gewerbe und Industrie verliessen sich viel zu lange auf die scheinbar ewig günstigen und verfügbaren Jagdgründe der fossilen Energien. Nun wird fieberhaft nach neuen Lieferanten gesucht, während die Sonne weiter scheint und der Wind weiter bläst, ohne dass ihre Energie unsere Wirtschaft antreibt und uns unabhängiger und somit die Schweiz auch sicherer macht.

Juwi: Gestörte Lieferketten konterkarieren schnellen Ausbau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten – Umsetzungsfristen im EEG müssen angepasst werden

(PM) Die Ziele der deutschen Bundesregierung sind klar formuliert. Deutschland soll unabhängiger von fossilen Brennstoffen werden und die in Paris vereinbarten Klimaschutzziele einhalten. Dazu sollen die Stromerzeugungskapazitäten aus Wind- und Solarenergie massiv und vor allem schnell ausgebaut werden. Entsprechende Beschleunigungsmassnahmen stellte das deutsche Bundeswirtschaftsministerium im so genannten Osterpaket (siehe ee-news.ch vom 13.4.2022 >> und ee-news.ch vom 20.4.2022 >>)vor, die anstehende Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) soll diese in einen gesetzlichen Rahmen überführen.

Aeesuisse : Projet d’accélération des procédures pour les énergies renouvelables - l’approche est bonne mais manque de cohérence

(Aeesuisse) Le projet d’accélération des procédures actuellement présenté est un premier pas vers l’amélioration des conditions-cadres pour le développement des énergies renouvelables. Cependant, il ne tient pas compte des problèmes matériels qui continueront à engendrer des retards et des blocages (Text auf Deutsch >>)

SES: Sicherheitsnachweis von AKW Beznau1 erneut in der Kritik

(SES) Die Schweizerische Energie-Stiftung SES hat in der Vergangenheit bereits verschiedentlich den Sicherheitsnachweis der Axpo zu den ungewöhnlichen Einschlüssen im Reaktordruckbehälter des AKW Beznau 1 kritisiert. Nun stellt Prof. em. Dr. Kim Wallin, Materialexperte für Reaktordruckbehälter, in einem neuen Gutachten Defizite in der damaligen Nachweisführung fest.

Verbändebündnis: EU verkennt Beitrag der Bioenergie für Verkehrs- und Wärmebereich - gleichzeitig treibt sie den Ausbau von Fracking-Öl und Fracking-Gas voran

(PM) In einem gemeinsamen Schreiben haben sich 16 Verbände der Bioenergie sowie Land- und Forstwirtschaft an EU-Parlamentarier sowie die deutsche Bundesregierung gewandt und auf die klatanten Schwächen der EU-Kommunikation ‚Repower EU‘ zur Sicherung der Energieversorgung hingewiesen. Die Verbände zeigen sich in dem Brief „irritiert und besorgt, dass die Kommunikation das Potential der Bioenergie zur Erhöhung des Selbstversorgungsgrads nicht erfasst und wesentliche Beiträge der Bioenergie für den Verkehrs- und Wärmebereich ausser Acht lässt.“ Hintergrund des Schreibens ist die für den 18. Mai von der EU-Kommission geplante Vorlage einer Energiestrategie, die auf der am 8. März veröffentlichten ;Repower-EU‘-Mitteilung aufbauen soll.

Aes : Demande une refonte en profondeur du mécanisme de sauvetage pour les entreprises électriques

(CP) L’Association des entreprises électriques suisses Aes salue le principe d’une mesure d’urgence subsidiaire et facultative qui permette de maintenir la sécurité d’approvisionnement même en cas d’une évolution de marché extraordinaire ne pouvant pas être anticipée. Toutefois, de par son degré d’intervention, la proposition du Conseil fédéral (voir ee-news.ch du 25/04/2022 >>) est disproportionnée, préjudiciable et d’une ampleur sans précédent, c’est pourquoi l’Aes la rejette sous cette forme. (Text auf Deutsch >>)

Vse: Fordert grundlegende Überarbeitung des Rettungsschirms für Elektrizitätsunternehmen

(PM) Der Verband Schweizerischer ElektrizitätsunternehmenVse begrüsst den Grundsatz einer subsidiären, freiwilligen Notfallmassnahme, um auch bei einer ausserordentlichen, nicht antizipierbaren Marktentwicklung die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können. Der Vorschlag des Bundesrates (siehe ee-news.ch vom 25.4.2022 >>) ist jedoch in seiner Eingriffstiefe unverhältnismässig, präjudizierend und in seinem Ausmass beispiellos. Der Vse lehnt den Vorschlag in dieser Form ab. (Article en français >>)

Eeö: Werbung für Umstieg auf Erdgas-Heizungen ist völlig inakzeptabel

(Eeö) Die österreichischen Bundesländer tragen eine hohe Verantwortung dafür, eine sichere, leistbare, unabhängige und ethisch vertretbaren Energieversorgung zu schaffen: Sie haben viele Kompetenzen bei der Genehmigung von Energieprojekten in der Hand. Die Bauordnungen, welche in ihrer Verantwortung liegen, vermögen den Wärmemarkt wesentlich zu steuern. Zudem sind sie meist Mehrheitseigentümer der Landesenergieversorgungsunternehmen.

SES: Der indirekte Gegenvorschlag erhöht das Tempo

(SES) Die Schweizerische Energie-Stiftung SES begrüsst diesen Entscheid. Für die Erreichung der Pariser Klimaziele sind jedoch noch ambitioniertere Ziele und Massnahmen notwendig.

SES: Wenn unwahrscheinliche Szenarien eintreten - Kommentar zum Tschernobyl-Jahrestag vom 26. April 2022

(SES) Der 36. Jahrestag der grössten zivilen Atomkatastrophe der Geschichte ist anders als seine 35 Vorgänger. Das Risiko, das wir mit dem Betrieb von Atomkraftwerken eingehen, ist aufgrund des Kriegs in der Ukraineplötzlich greifbar nahe.

Bee: Osterpaket ist wichtiger Schritt zum Aufbruch - Ergänzungsbedarf besteht weiterhin

(Bee) Die deutsche Regierung hat Anfang April das von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck vorgelegte Osterpaket wie erwartet beschlossen (siehe ee-news.ch vom 13.4.2022 >>). Aus Sicht des deutschen Bundesverbands Erneuerbare Energie (Bee) enthält das Paket wichtige Ansätze, an entscheidenden Stellen sieht der Verband jedoch noch Arbeitsbedarf. „Das Osterpaket von Robert Habeck ist ein guter Aufschlag, zum grossen Wurf muss es im parlamentarischen Verfahren werden“ kommentiert Bee-Präsidentin Simone Peter. „Das Paket bleibt in Teilen hinter unseren Erwartungen zurück. Wir sehen quer durch alle erneuerbaren Energien noch den Bedarf, nachzusteuern. Diese Änderungen müssen spätestens mit dem Sommerpaket erfolgen“.

Gasmarkt-Reform der EU: Nutzungsstopp für Erdgas bis 2035 und Ausbau echter erneuerbarer Alternativen

(PM) Die EU-Kommission erarbeitet derzeit eine Reform des europäischen Gasmarktes, um die CO2-Emissionen im Gassektor künftig zu senken und so zum Erreichen der EU-Klimaziele beizutragen. Im Konsultationsprozess hat auch die Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy bei der Kommission eine Stellungnahme mit Verbesserungsvorschlägen eingereicht, um Fehlentwicklungen möglichst zu verhindern. Den aktuellen Reformvorschlag kommentiert Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation von Green Planet Energy.

SES: Axpo soll schnellstmöglich aus russischen Uranlieferungen aussteigen

(SES) Recherchen des Schweizer Radio und Fernsehen SRF legen offen, dass die Axpo-Atomkraftwerke Beznau und Leibstadt mehrheitlich von russischen Uranlieferungen abhängig sind. Davon profitiert der russische Staatskonzern Rosatom, der nicht nur für den zivilen Atomsektor, sondern auch für das weltweit grösste Atomwaffenprogramm verantwortlich ist. Die Schweizerische Energie-Stiftung SES fordert die Axpo auf, die Lieferverträge für russischen Atombrennstoff so rasch wie möglich aufzulösen.

Eeö: Gesetz zur Gasbevorratung ist nur ein Notnagel – erneuerbare Energien sind die Lösung!

(Eeö) Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (Eeö) sieht seine jahrelange Arbeit für die Energiewende durch die dramatische Entwicklung der letzten Wochen einmal mehr bestätigt: Erneuerbare Energien sind nicht nur notwendig für den Schutz des Klimas, sondern auch ein Befreiungsschlag gegen die Abhängigkeit von autoritären Regimen weltweit.

Stilllegungs- und Entsorgungsfonds: AKW-Betreiber sind mit Powerplay erfolgreich

(SES) Am 4. Dezember 2020 hat die Verwaltungskommission des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds (Stenfo-VK) die Kosten für Stilllegung der AKW und Entsorgung radioaktiver Abfälle nach unten korrigiert (siehe ee-news.ch vom 29.12.20 >>). Die AKW-Betreiber waren mit ihren Beschwerden vor Bundesgericht sowie dem Druck innerhalb des Stenfo erfolgreich. Sie haben sich tiefere Kosten erkämpft und drohen trotzdem mit einer Klage. Die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) kritisiert die destruktive Vorgehensweise der AKW-Betreiber.

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