BEE: EU-Kommission setzt mit Taxonomie-Entwurf falsche Signale – Atomkraft und Erdgas sind keine erneuerbaren Energien

(BEE) Der deutsche Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) e. V. kritisiert die Vorschläge der EU-Kommission zur EU-Taxonomie für nachhaltige Investitionen(siehe ee-news.ch vom 6.1.2021 >>) scharf. Weder Erdgas noch Atomkraft entsprächen auch nur ansatzweise den Kriterien der Nachhaltigkeit. „Ökologisch sind Investitionen in atomare und fossile Energien längst nicht mehr vertretbar, da ihr Fussabdruck von Klimakrise bis ungelöster Endlagerfrage viel zu gross ist. Ökonomisch stellt Atomkraft inklusive aller Folgekosten schon lange keine Alternative zu den erneuerbaren Energien dar, die ohne Brennstoff- und Endlagerkosten auskommen“, so Simone Peter, BEE-Präsidentin.

SES: Neue Reaktorkonzepte in der Schweiz – Illusion oder echte Option?

(SES/BN) Jüngst geistert wieder der Ruf nach neuen AKW herum. Populär ist der Verweis auf neue Reaktorkonzepte, die nicht nur gut fürs Klima, sondern gleichzeitig sicherer und weniger umweltbelastend sein sollen. Können die neuen Konzepte ihre grossen Versprechen halten?

Elcom Strom-Terminmarktbericht vom 4.1.2022: Preiszerfall am kurzen Ende – Frontmonat Februar sinkt in der Schweiz um 21%, in Frankreich um 32%

(Elcom) Die Strompreise sind zu Jahresbeginn gefallen. Der stärkste Zerfall verzeichnete das kurze Ende, der Frontmonat Februar ist in der Schweiz im Vergleich zur Vorwoche um 21% gesunken, in Frankreich um fast 32%. In der Schweiz hat auch das Frontquartal fast 15% an Wert verloren. Das Frontjahr 2023 hingegen hat leicht zugelegt.

Elcom Strom-Spotmarktbericht vom 4.1.2022: Temperaturen über Norm und starke Winderzeugung in Deutschland lassen Preise sinken

(Elcom) Die Spotpreise in der Neujahrswoche sind im Vergleich zu den Vorwochen im Dezember stark nach unten gekommen. Der Durchschnittspreis für Woche 52 lag in der Schweiz bei 143.95 EUR/MWh, in Frankreich bei 111.47 EUR/MWh und in Deutschland bei 89.14 EUR/MWh. Temperaturen über Norm sowie eine starke Winderzeugung in Deutschland sorgten vor allem am 31.12.21 für sehr tiefe Preise.

Green Planet Energy: Kritisiert neue Methan-Verordnung der EU-Kommission

(PM) Die Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy kritisiert die Vorschläge der EU-Kommission zur Senkung der Methanemissionen im Energiesektor als unzureichend für erfolgreichen Klimaschutz. „Die EU doktert mit ihrer geplanten Verordnung nur an Symptomen herum. Stattdessen muss sie ein klares Enddatum für die Nutzung von fossilem Gas setzen“, sagt Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation bei Green Planet Energy: „Aus Klimaschutzgründen fordern wir einen kompletten Erdgasausstieg bis 2035.“

WWF: CO2-Übergangsgesetz ist nur noch heisse Luft

(WWF) Ab jetzt dürfen Treibstoffimporteure ihre CO2-Kompensationsprojekte, welche vor 2020 erfolgten, an das Kompensationsziel von 2021-2024 anrechnen lassen. Dies hat der Ständerat im Rahmen des CO2-Übergangsgesetzes entschieden (siehe ee-news.ch vom 2.12.21 >>). Eine solche Anrechnung ist für den Klimaschutz fatal.

Deutschland: Die Energiewende ist zurück – BEE begrüsst Vereinbarungen der Ampelkoalition

(BEE) Der deutsche Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) begrüsst die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags der Ampelparteien zur Energie- und Klimapolitik in Deutschland. „Klimaschutz zieht sich als Querschnittsthema durch alle Bereiche und die Energiewende ist als massgeblicher Klimaschutz- und Konjunkturmotor in allen Sektoren erkannt, das gilt es nun zügig in dem angekündigten Klimaschutz-Sofortprogramm mit allen notwendigen Gesetzen, Verordnungen und Massnahmen umzusetzen. Klimaneutralität soll ‚unter konsequenter Nutzung der eigenen Potenziale Erneuerbarer Energien‘ erreicht und der Erneuerbaren-Ausbau zu einer neuen Mission unter Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger gemacht werden. Das kommt einem Neustart in der Energiepolitik gleich. Damit findet die neue Regierung zu einer schmerzlich vermissten Ernsthaftigkeit zurück und will Herausforderungen anpacken. Einer ambitionierten Energiewende 2.0 und erheblichen Investitionen in saubere Technologien mit enormen Chancen für den Wirtschaftsstandort steht jetzt nichts mehr im Weg“, so BEE-Präsidentin Simone Peter.

Lichtblick: Begrüsst neue Transparenz bei Netzkosten

(PM) Die deutsche Bundesnetzagentur hat auf ihrer Website am 22. November umfangreiche Geschäftsdaten der Strom- und Gasnetzbetreiber veröffentlicht (siehe ee-news.ch vom 23.11.2021 >>). Sie dienen der Behörde als Grundlage für die Genehmigung der Netzentgelte. Damit wird eine Reform des Energiewirtschaftsgesetzes vom Sommer umgesetzt.

COP26: Schweiz spielt zweifelhafte Rolle

(PM) Bundespräsident Guy Parmelin hatte an der UNO-Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow alle Länder zu mehr Klimaschutz aufgerufen und die Schweiz als Klimaschutz-Vorreiterin präsentiert. Doch nach zwei Wochen Verhandlungen bleiben von der Schweiz kaum mehr als schöne und eindringliche Worte.

AKW Leibstadt: Verlängerter Betrieb trotz gravierenden Sicherheitsdefiziten?

(SES) Die Schweizer Politik diskutiert den verlängerten AKW-Betrieb, weil nach dem Aus des EU-Rahmenabkommens die Fragezeichen bei der Stromversorgung akuter werden. Dabei geht die Sicherheit vergessen. Selbst das neuste Schweizer AKW in Leibstadt offenbart in der Periodischen Sicherheitsüberprüfung von 2016 diverse Defizite, die weder die Betreiberin Axpo noch die Atomaufsicht ENSI beheben wollen. Dies ergibt die Analyse des Reaktorsicherheitsexperten Prof. Dr. Manfred Mertins von der TH Brandenburg im Auftrag der SES. Mertins Fazit: Das Sicherheitsniveau der Anlage wird dem Stand von Wissenschaft und Technik nicht gerecht. Für einen sicheren längerfristigen Betrieb müsste weit mehr unternommen werden, als das Kernenergiegesetz und das Ensi verlangen.

Lichtblick: Deutsche Bundesnetzagentur verteilt Milliarden-Geschenke an Netzbetreiber

(PM) Rund ein Viertel der Stromkosten eines deutschen Haushalts entfällt auf die Finanzierung der Stromleitungen. Für 2022 planen Deutschlands rund 900 Stromnetzbetreiber ihre Netzentgelte erneut um rund vier Prozent erhöhen. Netzentgelte sind seit Jahren einer der grossen Preistreiber für Stromkund*innen.

ETHZ Zukunftsblog: Netto Null braucht einen Plan

(©RK) Mit einem Fernziel für 2050 allein erreichen wir die Klimaneutralität kaum, sagt Reto Knutti. Die Politik muss nun den Kurs konsequent auf Netto Null ausrichten und einen Absenkpfad mit konkreten Massnahmen und Zwischenzielen definieren.

Dena-Chef Andreas Kuhlmann: Gründe für aktuelle Entwicklungen auf internationalen Energiemärkten sind Cocktail besonderer Art

(Dena) Zu den aktuellen Entwicklungen auf den internationalen Energiemärkten erklärt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (Dena): „Die aktuellen Preisentwicklungen auf den europäischen und internationalen Energiemärkten sind eine schwere Bürde für viele Unternehmen, viele Bürgerinnen und Bürger und auch für die gegenwärtigen politischen Diskussionen. Die Krise ist eine Folge mehrerer Entwicklungen, die nun kumuliert und mit ungewohnter Drastik wirken.

Stilllegungs- und Entsorgungsfonds: AKW-Betreiber sind mit Powerplay erfolgreich

(SES) Am 4. Dezember 2020 hat die Verwaltungskommission des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds (Stenfo-VK) die Kosten für Stilllegung der AKW und Entsorgung radioaktiver Abfälle nach unten korrigiert (siehe ee-news.ch vom 29.12.20 >>). Die AKW-Betreiber waren mit ihren Beschwerden vor Bundesgericht sowie dem Druck innerhalb des Stenfo erfolgreich. Sie haben sich tiefere Kosten erkämpft und drohen trotzdem mit einer Klage. Die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) kritisiert die destruktive Vorgehensweise der AKW-Betreiber.

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