EU-Wiederaufbaufonds: Lässt energie- und klimapolitische Relevanz vermissen

(BEE) Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben sich vergangene Woche nach zähen Verhandlungen auf ein gemeinsames Paket zum wirtschaftlichen Wiederaufbau vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie geeinigt. Insgesamt 750 Milliarden Euro sollen den Mitgliedsstaaten den Weg aus der Krise erleichtern. „Wir begrüssen ausdrücklich, dass eine Eingung auf ein Konjunkturpaket möglich wurde“, erklärt Simone Peter, Präsidentin des deutschen Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). „Allerdings fehlt ein Impuls im Bereich der Klima- und Energiepolitik. Hier muss dringend nachgebessert werden!“

Wendepunkt auf dem EU-Strommarkt: Erneuerbare Energien überholen erstmals fossile Energieträger

(BEE) Gute Nachrichten gibt es am europäischen Strommarkt: Erstmals war der Anteil der erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr 2020 grösser als der fossiler Energieträger. „Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer 100 Prozent von erneuerbaren Energien getragenen europaweiten Energiewende“, sagt Simone Peter, Präsidentin des deutschen Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE). „Wir dürfen uns aber nicht darauf ausruhen, sondern es nur als einen weiteren Schritt für ein perspektivisch emissionsfreies Europa betrachten.“

China und Deutschland: Green Recovery als Treiber bilateraler Kooperation

(dena) Andreas Kuhlmann und Qiu Baoxing, Berater des Staatsrats von China, Vorsitzender der Chinesischen Gesellschaft für Stadtforschung haben einen Gastbeitrag in der China Daily veröffentlicht, in dem sie darauf hinweisen, dass auf den wirtschaftlichen Einbruch ein grüner Neustart folgen muss: Nachhaltige Konjunkturpakete, die inter- und supranationale Kooperationen einbeziehen, bieten die Chance auf weitere Dynamik in der Energiewende.

AKW Beznau: Ensi weicht zentraler Kritik aus

(SES) Das Öko-Institut hat die Stellungnahme des Ensi zur Kritik am Sicherheitsnachweis von Beznau 1 analysiert und reagiert heute mit einer Replik. Nach eingehender Prüfung kommt die Schweizerische Energie-Stiftung SES zum Schluss, dass das Ensi die Zweifel am Sicherheitsnachweis nicht ausräumen kann, da es auf die Hauptkritikpunkte nicht ausreichend eingegangen ist.

Swissgrid: Nimmt Stellung zur Revision des Energiegesetzes (EnG)

(Swissgrid) Mit der Revision des Energiegesetzes (EnG) will der Bundesrat mehr Anreize für den Ausbau von inländischen erneuerbaren Energien schaffen sowie die langfristige Stromversorgungssicherheit gewährleisten. Damit dies gelingt, muss der rechtliche Rahmen auch zur Integration der erneuerbaren Energien ins Gesamtsystem beitragen. Es sind Massnahmen erforderlich wie die konsequente Optimierung und Beschleunigung der Bewilligungsverfahren bei den Netzprojekten, innovative Lösungen für das Lastmanagement, ein Stromabkommen mit der EU sowie eine Verbesserung des Datenaustauschs. (Article en français >>)

BEE: Übt scharfe Kritik an Verspätung der EEG-Novelle

(BEE) Der Entwurf der grossen EEG-Novelle verspätet sich laut dem deutschen Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) bis nach der Sommerpause. „Es kann nicht sein, dass zentrale Entscheidungen zur Zukunft der Energieversorgung ständig vertagt werden“, kritisiert Simone Peter, Präsidentin des deutschen Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE). Der aktuelle Rechtsrahmen sei nicht angemessen, um die bevorstehenden Herausforderungen der Energiewende rechtzeitig zu meistern.

Agora Energiewende: Dem neuen EU-Haushalt fehlt die Klimawirkung

(PM) Der Plan für die Ausgestaltung des mehrjährigen EU-Haushalts steht im Widerspruch zu den Klimaschutzankündigungen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Nur 80 Milliarden Euro des 1.85-Billionen-Euro-Pakets, das beim bevorstehenden Sondergipfel des Europäischen Rates auf der Tagesordnung steht, sind laut Vorschlag der Europäischen Kommission im kommenden EU-Haushalt fest für Klimaschutzausgaben vorgesehen. Ohne Nachbesserungen droht die falsche Weichenstellung und eine „Klimaschutzlücke“, warnt Agora Energiewende.

BEE: Kommentar zur Strategie der EU-Kommission zu Wasserstoff und einem integrierten Energiesystem - klares Bekenntnis zu Erneuerbaren Energien fehlt

(PM) Die Europäische Kommission beschloss heute ihre Strategie zu Wasserstoff und einem integrierten Energiesystem und stellte diese öffentlich vor. „Wir begrüssen, dass die Europäische Kommission im Rahmen des European Green Deals nun eine übergreifende, integrierte Strategie für den Energiesektor vorstellt hat. Es fehlt allerdings ein klares Bekenntnis für einen zügigen und vollständigen Umstieg auf Erneuerbare Energien“, kommentiert Simone Peter, Präsidentin des deutschen Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE).

BP Statistical Review of World Energy 2020: Energiewende lässt weiter auf sich warten - Verbrauch von Erdöl, Erdgas, und Kohle steigt weiter, wenn auch abgeschwächt

(JJ) Die Nutzung und die Verschleuderung umweltschädlicher fossiler Ressourcen hat weiterhin zugenommen. Erneuerbare Energien verzeichneten zwar die höchsten prozentualen Zuwachsraten, ihr Anteil am Gesamtverbrauch ist aber immer noch sehr niedrig. Deshalb steigt auch der CO2-Eintrag in die Atmosphäre weiter an. Dies zeigen die vom Energiekonzern BP kürzlich publizierten Weltenergiezahlen 2019. Deine Analyse von Josef Jenni, Inhaber von Jenni Energietechnik.

ENSI-Rat: Atomaufsicht darf sich keine Interessenskonflikte leisten

(SES) Martin Zimmermann ist gestern als ENSI-Rat-Präsident zurückgetreten. Die Schweizerische Energie-Stiftung SES begrüsst diesen Entscheid (ee-news.ch 25.6. >>). Die jüngst bekanntgewordene Vergangenheit Zimmermanns in verschiedenen Atomlobby-Verbänden hätte die Glaubwürdigkeit des ENSI stark beeinträchtigt. «Wir können uns in der Schweiz, wo wir den ältesten Atomkraftwerkspark der Welt betreiben, keine Interessenskonflikte in der Atomaufsicht leisten», kommentiert SES-Geschäftsleiter Nils Epprecht.

BEE: Post-EEG-Anlagen bieten grosses Potenzial für grünen Wasserstoff

(PM) Simone Peter, die Präsidentin des deutschen Bundesverbands Erneuerbare Energie, kommentiert die Nationale Wasserstoffstrategie der deutschen Bundesregierung: „Dass die Grosse Koalition in ihrer lange erwarteten Wasserstoffstrategie vornehmlich auf grünen Wasserstoff setzt, ist ein guter Schritt für die Energiewende. Anstatt im grossen Stil über Wasserstoffimporte nachzudenken, sollte jetzt zuerst das sichtbar vorhandene Potenzial auf dem heimischen Markt erschlossen und der Markthochlauf für Elektrolyse-Technologien gestartet werden.

Alliance climatique suisse : Loi sur le CO2 - de petits pas dans une crise climatique majeure

(CP) Le Conseil national a dans sa majorité - à l’exception de l’UDC – largement confirmé la loi sur le CO2 dans le sens de la version du Conseil des Etats (ee-news.ch 11.6.20 >>). Mais pour l'Alliance climatique suisse, une chose est claire : avec cette loi, la Suisse est très en retard par rapport à ce que l'Accord de Paris sur le climat et les conclusions scientifiques exigent depuis des années. (Text auf Deutsch >>)

Klima-Allianz Schweiz: CO2-Gesetz - kleine Schritte in grosser Klimakrise

(PM) SVP allein im Abseits: Der Nationalrat hat das CO2-Gesetz weitgehend entlang der Ständeratsversion bestätigt (siehe ee-news.ch vom 11.6.20). Für die Klima-Allianz Schweiz ist jedoch klar: Mit dem Entwurf bleibt die Schweiz weit hinter dem zurück, was das Pariser Klimaabkommen und die wissenschaftlichen Erkenntnisse seit Jahren verlangen. (Texte en français >>)

Greenpeace Energy-Wasserstoffexperte Marcel Keiffenheim: "Die deutsche Bundesregierung setzt mit blauem Wasserstoff auf eine klimaschädliche Scheinlösung"

(MK) Die deutsche Bundesregierung will in ihrer „Nationalen Wasserstoffstrategie“, die heute vom Kabinett verabschiedet wurde, die Nutzung von angeblich klimaneutralem „blauen Wasserstoff“ im großen Stil ermöglichen. Klimafreundlich ist aber nur grüner Wasserstoff, den Elektrolyseure mithilfe von erneuerbaren Energien produzieren. Es kommentiert Greenpeace Energy-Wasserstoffexperte Marcel Keiffenheim:

Transition énergétique : 1.5 % des fonds reviennent à l’éolien, 50 % au photovoltaïque et 3 % à l’efficacité énergétique

(Suisse Eole) Dans son communiqué entièrement repris par la presse dans l'Arc Jurassien, Paysage libre fustige le gaspillage des fonds publics pour l’éolien. Pourtant, seulement 1.5 % de ces fonds reviennent à l’éolien, 50 % au photovoltaïque et 3 % à l’efficacité énergétique. Le reste soutient la biomasse, les usines d’incinération, ainsi que la petite, la moyenne et la grande hydraulique. Grâce à un mix intelligent de ces technologies, nous pouvons couvrir nos besoins en électricité de façon autonome et locale, sans émissions de CO2. (Text auf Deutsch >>)

ETHZ Zukunftsblog: Die Coronakrise fürs Klima nutzen - Disruption punktuell walten lassen

(©JM) Anstatt den notwendigen Strukturwandel hinauszuzögern, sollten wir die staatlichen Hilfsprogramme für einen nachhaltigen Neustart der Wirtschaft nutzen, argumentiert Jochen Markard. Weltweit schnüren Staaten milliardenschwere Hilfspakete, um Betriebe und Arbeitsplätze zu sichern. Die Schweiz stützt die Swiss. Deutschland plant ein Hilfsprogramm für die Autoindustrie, und die USA und Kanada wollen ihre Öl- und Gasindustrie retten. Dabei bleibt der Klimaschutz oft aussen vor.

Klage gegen den Bau der Anschlussleitung für Nord Stream 2: Behörden haben Notwendigkeit der Mega-Pipeline nicht geprüft, Baustopp gefordert

(DUH) Am Donnerstag, den 12. März 2020, verhandelt das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg über eine Klage gegen die Erdgas-Pipeline Eugal, die landseitige Anbindung der umstrittenen Erdgasleitung Nord Stream 2. Die Klage gegen Eugal führt der Berliner Journalist Malte Heynen, Eigentümer eines Ackers in Brandenburg, durch den die Pipeline verlegt werden soll, mit Hilfe des Umwelt-Rechtsanwalts Thorsten Deppner aus Berlin. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) unterstützt die Klage mit Recherchen, gefördert wird sie von ClientEarth.

IEA: Drastischer Einbruch der globalen Erdölförderung in den kommenden fünf Jahren

(©HJ Fell) Die Internationale Energie Agentur (IEA) warnt in ihrem neuen World Energy Outlook 2018 (WEO 2018) vor einer dramatischen Unterversorgung der weltweiten Erdölversorgung. Nicht erst in Jahrzehnten – nein, bereits in den kommenden fünf Jahren soll diese eintreten! Dies ist deshalb besonders bedeutsam, weil die IEA bisher immer die Frage nach dem Maximum der globalen Förderung – dem Peak Oil – ignoriert hat und die Botschaft setzte, dass es auch weiterhin keine Engpässe in der Ölversorgung gäbe.

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