Deutschland: EEG 2021 - die Zerstörung der Erneuerbaren

(MS) In Anlehnung an die vielbeachteten Videos des Youtube-Stars Rezo, „Die Zerstörung der CDU“ (2019) und „Die Zerstörung der Presse“ (2020), greife ich beim wichtigen Thema der anstehenden EEG-Novelle in Deutschland auch zum Stilmittel der Übertreibung und verwende bewusst diese harte Formulierung. Man kann nämlich die Konsequenzen eines unambitionierten EEG-Entwurfs, wie er vor Kurzem von der Bundesregierung vorgelegt wurde, gar nicht drastisch genug schildern – für die Zukunft der Solarbranche in Deutschland wie auch unserer Zivilisation.

EEG-Novelle: Statt „Green New Deal“ unternehmensschädliche Photovoltaik-Planwirtschaft

(Kommentar) Ende 2019 applaudierte sich Europa selbst zum Grünen Deal der EU. Kein Jahr später ist Deutschland dabei, sich selbst einen ganzen Steinbruch in den Weg zu legen. Mehr noch: Nicht nur, dass die geplante Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetz das Ziel der Klimaneutralität zum Jahr 2050 mehr als nur gefährdet – den Unternehmen hierzulande wird auch noch eine Energie-Planwirtschaft aufgezwungen. Photovoltaik-Sozialismus statt Marktwirtschaft wird jedoch zu einer Vielzahl von Problemen führen. (siehe ee-news.ch vom 24.9.20 >>)

Deutscher Bundesverband Solarwirtschaft: Warnt aufgrund Entwurf EEG-Novelle vor neuen Solarbremsen

(BSW Solar) Ohne eine deutliche Beschleunigung des Photovoltaik-Ausbaus wird der jüngst beschlossene stufenweise Kohleausstieg zur klimapolitischen Makulatur, warnt der deutsche Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) mit Blick auf einen zu Wochenbeginn aufgetauchten ersten Entwurf der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Bleibt die Beschleunigung aus, droht nach Auffassung von Marktforschern bereits in wenigen Jahren eine Stromerzeugungslücke aufzureissen. Ein zu langsamer Ausbau erneuerbarer Energien würde unweigerlich zu verlängerten Laufzeiten fossiler und atomarer Kraftwerke in Europa führen.

Stadtwerke Roth: Solar-Pioniere dürfen ihre PV-Anlagen nach Auslaufen der EEG-Förderung weiterbetreiben

(PM) Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, erhalten nach dem deutschen EEG (Erneuerbare Energien-Gesetz) eine feste Einspeisevergütung, die nach 20 vollen Betriebsjahren endet. Insgesamt sind zum Jahresende, am 31. Dezember 2020, in der fränkischen Gemeinde Roth erstmals 18 Anlagenbetreiber betroffen. Die Stadtwerke Roth sichern diesen Solarpionieren zu, dass die Anlagen im Netz der Stadtwerke Roth weiterbetrieben werden können und auch eine geringe Entschädigung für den Strom bezahlt wird.

Pvxchange: Auf Photovoltaik-Preisverfall folgt Aufholjagd - Kampf der Giganten reloaded

(MS) Bereits im März 2019 berichtete ich erstmals von der vom Modulhersteller Hanwha Q-Cells auf 3 Kontinenten eingereichten Patentrechtsklage gegen die Konkurrenten Longi Solar, JinkoSolar und REC. Damals war noch nicht klar, ob die Klage überhaupt zugelassen wird und was genau sie bezweckt. Etwas mehr als ein Jahr später kam es nun zu ersten Urteilen. Diese fielen in den USA gegen, in Deutschland jedoch zugunsten der Klägerin aus. Das Landgericht Düsseldorf hatte die unrechtmäßige Nutzung der patentierten Technologie durch die Konkurrenten in erster Instanz bestätigt. Die Richter erkannten Hanwha Q-Cells einen Unterlassungsanspruch zu. Was dieses Urteil für die Betroffenen, insbesondere aber deren Kunden bedeutet, darauf will ich weiter unten kurz eingehen.

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