Anfragen Photovoltaik und Wärmepumpen bei DAA seit 2021. ©Bild: Daa

Kombinierte Nachfragen nach Wärmepumpen und PV-Anlagen bei DAA seit 2021. ©Bild: Daa

Daa: Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik stark gefragt – Nachfrage steigt mit dem Strompreis

(PM) Steigt der Strompreis, so erhöht sich auch die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen – allein oder auch in Kombination mit Wärmepumpen. Die Deutsche Auftragsagentur Daa hat den Zusammenhang zwischen der Strompreisentwicklung und der Nachfrage nach Photovoltaik, Wärmepumpen und deren Kombination in den Jahren 2021 und 2022 genau betrachtet.


Sowohl die Nachfrage nach Wärmepumpen als auch die nach Photovoltaikanlagen bei Daa stieg zwischen Februar und März 2022 – und somit vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine – drastisch. Photovoltaik-Anfragen legten um 255 Indexpunkte und Wärmepumpen-Anfragen um 532 Indexpunkte zu. Daa hat vor dem Hintergrund steigender Strompreise überprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den Anfragen nach beiden Systemen gibt. Schliesslich lassen sich Wärmepumpen mithilfe von selbst erzeugtem Solarstrom deutlich günstiger betreiben.

Zusammenhang zwischen Strompreisanstieg und Nachfragen deutlich
Laut dem Vergleichsportal Verivox gab es seit dem Herbst 2021 mehrere grosse Preissprünge bei den durchschnittlichen Stromkosten für Verbraucher. Diese fielen seit Beginn der Spannungen um die Ukraine immer drastischer aus.

Laut den Anfragezahlen auf den Portalen von Daa scheint es einen Zusammenhang zwischen steigenden Strompreisen und der kombinierten Nachfrage nach Photovoltaikanfragen und Wärmepumpen zu geben. Das war zunächst zwischen September und Oktober 2021 zu beobachten, als der Strompreis laut dem Vergleichsportal Verivox von 31.38 auf 34.79 Cent pro Kilowattstunde stieg. In diesem Zeitraum stieg bei Daa die Nachfrage nach zugleich Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen um 450 Indexpunkte. Im Anschluss daran blieb das Niveau hoch.

Von 883 Indexpunkten auf 5450
Zuletzt, deutlich stärker ausgeprägt, stieg der Strompreis auf 40.64 Cent pro Kilowattstunde im Januar 2022, um im April 2022 bereits bei 43.42 Cent pro Kilowattstunde zu liegen. Eine mögliche Reaktion auf diese Verteuerung war auch an den Anfragezahlen bei Daa ablesbar: Im Januar 2022 bemassen sich die gekoppelten Anfragen nach Wärmepumpe und PV auf 883 Indexpunkte – im April hingegen auf 5450 Indexpunkte. Das bedeutet eine Steigerung um 4567 Indexpunkte. Die Nachfrage nach Photovoltaik allein lag im April 2022 bei 455 Indexpunkten und die nach Wärmepumpen bei 783 Indexpunkten.

Zum Vergleich: Im April 2021 lag der Wert für kombiniert mit PV angefragte Wärmepumpen bei 217 Indexpunkten, der nach Photovoltaik allein bei 108 und der nach Wärmepumpen allein bei 61.

Trend zur Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe setzt sich fort
Von April bis Juni 2022 war bei Daa ein – saisonal typischer – leichter Rückgang der Nachfragen nach Wärmepumpen und PV-Anlagen allein, aber auch nach deren Kombination erkennbar. Doch auch während dieses Rückgangs waren die Anfragezahlen weit überdurchschnittlich. Nach dem relativen Anfragetief mit einem Index-Wert von 3883 im Juni 2022 für Photovoltaik und Wärmepumpe in Kombination, lag der Wert im Juli bereits wieder bei 5467 Indexpunkten und damit leicht über dem April mit dem vorherigen Peak von 5450.

Der Strompreis war derweil zwar im Juni und Juli leicht gesunken – begann aber bereits im Juli wieder steil anzusteigen. Im August kostete eine Kilowattstunde rund 42 Cent, um im September auf 51.58 Cent zu steigen. Daa verzeichnete bereits zwischen Juni und Juli wieder eine steigende Nachfrage: sowohl nach Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen allein als auch nach der Kombination aus beiden Systemen. Dem steigenden Strompreis entsprechend, stieg die Nachfrage nach Photovoltaik und nach deren Kombination mit Wärmepumpen zwischen Juli und August stärker als die nach Wärmepumpen allein. „Wir gehen davon aus, dass der Aufwärtstrend bei den Nachfragen nach Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und der Kombination aus beidem – vor dem Hintergrund sehr hoher Energiepreise – noch bis weit in die Heizsaison anhalten wird“, sagt Rolf Steingrube, einer der Daa-Geschäftsführer.

Text: Daa Deutsche Auftragsagentur GmbH

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