CH Base Jahreskontrakte oben, unten links CH Base Quartalskontrakte, unten rechts CH Base Monatskontrakte. Bild: Elcom

Frontjahreskontrakte: Kohle (ARA), Gas (DE), CO2 (EUA). Bild: Elcom

Strom Base Frontjahreskontrakte Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien. Bild: Elcom

Die Grenzkosten der Kohle- und Gaskraftwerke. Bild: Elcom

Elcom Terminmarktbericht vom 20.9.22: Strompreise sinken leicht - Markt rechnet jedoch mit anhaltenden Spannungen

(Elcom) Dem vom Gas vorgegebenen Trend folgend gaben die Strompreise in der vergangenen Woche nach, insbesondere am kurzen Ende der Kurve. Die Strompreise handeln nun wieder näher am Gas-Grenzkostenniveau.


Am deutschen Markt sank der Frontmonat um 8% auf 352 EUR/MWh, das Frontquartal um 6% auf 464 EUR/MWh, während das Frontjahr, das eine längere Laufzeit repräsentiert, um 3.98% auf 494 EUR/MWh stieg. Die Tatsache, dass der Preis für die Lieferung im nächsten Jahr höher ist als im
vierten Quartal 22, deutet darauf hin, dass der Markt mit anhaltenden Spannungen rechnet, insbesondere im ersten und vierten Quartal 23, wie die Preise von 683.71 EUR/MWh für das erste Quartal 23 und 505 EUR/MWh für das vierte Quartal 23 zeigen.

Verfügbarkeit von französischen AKW
Die Faktoren, die in der vergangenen Woche die Strompreise nach unten drückten, waren die Erwartungen des Marktes an die französische Atomstromerzeugung, die niedrigeren Spotpreise, die rückläufigen TTF- Gaspreise und die EU-Interventionen auf den Strom- und Gasmärkten. Insbesondere die Verfügbarkeit der französischen AKW hat sich noch nicht erhöht und liegt immer noch bei 28 GW, soll aber bis Ende September 34 GW erreichen, was zur Entspannung des Marktes beiträgt. Der TTF-Frontmonatskontrakt verzeichnete einen Rückgang von 4.5 % seit dem letzten Bericht und schloss am Montag, den 19.09. bei 182.46 EUR/MWh, was auf die gefüllten Speicher (86 % am 18.09.) und die anhaltende Attraktivität des europäischen Gashubs für LNG zurückzuführen ist.

140 Mrd. EUR zur Bewältigung der Energiekrise
Ebenfalls mit Auswirkungen auf den Gas- und den Strommarkt haben die EU-Verantwortlichen am Mittwoch (14.09.) Pläne zur Aufbringung von mehr als 140 Mrd. EUR zur Bewältigung der Energiekrise vor dem Hintergrund der Rezession vorgestellt. Die Massnahmen reichen von
Preisobergrenzen für die Strom- und Gasrechnungen der Verbraucher bis hin zu Kreditgarantien, um zu verhindern, dass die Versorger unter der Last der Sicherheitenforderungen zusammenbrechen.

Terminmarktbericht vom 20-09-2022 >>

Text: Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom)

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