12. Mär 2018

Mit dem Projekt 'Swedish-German research collaboration on Electric Road Systems' schaffen beide Länder eine gemeinsame Wissensbasis und tauschen Erfahrungen über die Praxiseinsätze in Deutschland und Schweden aus.

Elektrischer LKW-Verkehr: Deutsch-schwedische Forschungskooperation gestartet

(PM) Bislang dominiert Diesel als Antriebsenergie im Strassengüterverkehr und ist in Deutschland für 56 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr verantwortlich, Tendenz steigend. Wie der Fernverkehr von Gütern auf der Strasse klimafreundlicher gestaltet werden kann, steht im Zentrum eines neu gestarteten deutsch-schwedischen Forschungsprojektes.


Ein internationales Konsortium unter gemeinsamer Leitung von Öko-Institut und ifeu sowie Mitwirkung der Hochschule Heilbronn untersucht darin Möglichkeiten der elektrischen Energieversorgung im Güterverkehr auf der Strasse. Das Forschungsteam berücksichtigt dabei alle Technologien, die einen Lkw während der Fahrt mit elektrischem Strom versorgen können, darunter Oberleitungs-Hybrid-LKW, Stromschienen, die in der Strasse verlaufen und Induktionssysteme, die LKW-Akkus elektromagnetisch aufladen. Gemeinsam mit dem Konsortium um das schwedische Partnerinstitut RISE Viktoria analysiert es mögliche deutsch-schwedische Korridore für den elektrischen Güterfernverkehr.

Grenzüberschreitende Infrastruktur
Welchen Beitrag der elektrische Güterverkehr zur Minderung der Treibhausgasemissionen leisten kann und wie viel Energie für den elektrischen Betrieb der LKW bereitgestellt werden muss, steht ebenfalls im Fokus des Forschungsvorhabens. Zusätzlich identifiziert das Team mögliche Geschäfts- und Finanzierungsmodelle für den Aufbau einer grenzüberschreitenden Infrastruktur und entwickelt Empfehlungen, wie der gesetzliche Rahmen sowie technische Standards für den grenzüberschreitenden elektrischen Verkehr ausgestaltet werden sollen.

Mit dem Projekt 'Swedish-German research collaboration on Electric Road Systems' schaffen beide Länder nun eine gemeinsame Wissensbasis, tauschen Erfahrungen über die Praxiseinsätze in Deutschland und Schweden aus und diskutieren Strategien für eine erfolgreiche länderübergreifende Einführung elektrischer Strassensysteme in Europa.

Text: Öko-Institut e. V.

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