Windenergieanlage Calandawind eingangs Chur. Bild: Calandawind

Waadtländische Kantonsgericht: Spricht sich für den stadtnahen Windpark EolJorat Sud aus – ein weiterer positiver Gerichtsentscheid für die Windenergie

(Suisse Eole) Das Verwaltungsgericht des Kantons Waadt hat am 30. September zwei Rekurse gegen den Nutzungsplan des Windparks «EolJorat secteur Sud», der den Bau von acht Windenergieanlagen auf dem Gemeindeboden von Lausanne vorsieht, abgewiesen. «Es handelt sich bereits um den vierten Gerichtsentscheid zu Gunsten der Windenergie innerhalb Jahresfrist», freut sich Isabelle Chevalley, Präsidentin von Suisse Eole und nationale Beraterin: «Im September sprach sich das solothurnische Kantonsgericht für den Windpark Grenchenberg aus und im November 2018 wiesen die Kantonsgerichte die Rekurse gegen die Windparks auf dem Gotthard und in Sainte-Croix ab.» (Texte en français >>)


Das stadtnahe Windparkprojekt EolJorat Sud, das vom Lausanner Unternehmen SI-REN für die Stadt Lausanne entwickelt wurde, würde Strom für 15'000 bis 20'000 Lausanner Haushalte liefern. Er soll auf Gemeindeboden im Gebiet Chalet-à-Gobet gebaut werden. «Dieser positive Gerichtsentscheid, der auf dem nationalen Interesse der Windenergie und den fundierten in unserer Branche erstellten Studien beruht, ist eine gute Neuigkeit für die Energiepolitik und das Klima!», bekräftigt Lionel Perret, Geschäftsführer von Suisse Eole in der Romandie.

Interessenabwägung für die erneuerbaren Energien
Das Kantonsgericht hat die von den Projektentwicklern, den mit den verschiedenen Studien beauftragten Fachleuten und den Lausanner Gemeindebehörden geleistete Arbeit sowie die Validierung durch die Waadtländer Kantonsbehörden bestätigt. Nach Ansicht des Gerichts ist das Windparkprojekt EolJorat mit den Vorschriften im Bereich Umwelt, Natur und Landschaft vereinbar und steht im Einklang mit der Strategie. Bei der vom Gericht durchgeführten Interessensabwägung wurde das Windenergieprojekt höher gewichtet.

Die Schweiz im Rückstand
«Windenergie ist prädestiniert, den Strommix in der Schweiz noch nachhaltiger zu gestalten», erklärt Isabelle Chevalley. «Sie könnte die Solarenergie und die Wasserkraft bestens ergänzen, denn Windenergieanlagen liefern den Löwenanteil der Energie im Winter, wenn Sonne und Wasserkraft am wenigsten produzieren, der Bedarf aber am höchsten ist!» Es ist höchste Zeit, dass sich auch die Schweiz ihr Windenergiepotenzial nutzt: In den Nachbarregionen der Schweiz sind insgesamt über 10‘000 Windenergieanlagen installiert, während in der Schweiz nur 37 Anlagen Strom produzieren!

Text: Suisse Eole

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