Um drei Fundamente des Windparks Kaskasi wurden Stahlkragen gelegt, jeder 7 m hoch und 170 t schwer. Die Installation in einer Wassertiefe von bis zu 25 m erfolgte durch das Errichterschiff Sea Challenger von Deme Offshore. ©Bild: Deme

Rwe: Installiert erstmals Stahlkragen an Offshore-Fundamenten im Windpark Kaskasi – Tragfähigkeit von Monopiles wird erhöht

(ee-news.ch) Premiere im Offshore-Windpark Kaskasi: Zum ersten Mal wurden am Meeresboden spezielle Stahlkragen um Monopile-Fundamente gelegt. Der sogenannte Collared Monopile wurde auf Grundlage eines von Rwe entwickelten Patents entworfen. Die neue Technologie soll nicht nur zusätzliche Unterstützung bei seitlicher Belastung bieten, sondern auch die Tragfähigkeit von Monopile-Fundamenten bei schwierigen Bodenverhältnissen insgesamt erhöhen. Damit verbessert sich die Standsicherheit des gesamten Fundaments. Die Installation wurde von Deme Offshore durchgeführt.


Mit Kaskasi errichtet Rwe derzeit seinen 6. Windpark vor der deutschen Küste. Das 342-Megawatt-Projekt entsteht rund 35 Kilometer nördlich der Insel Helgoland. Kürzlich wurden am Meeresboden um insgesamt drei Fundamente innovative Stahlkragen gelegt – jeder 7 Meter hoch und 170 Tonnen schwer. Die Installation in einer Wassertiefe von bis zu 25 Metern erfolgte durch das Errichterschiff Sea Challenger von Deme Offshore. Der Raum zwischen Kragen und Monopile-Fundament wurde mit Fugenmaterial, sogenanntem Grout, gefüllt, um eine stabile Verbindung herzustellen.

Teamarbeit
Rwe wird begleitende Tests durchführen, um nachzuweisen, dass der Stahlkragen das Verhalten der Fundamentstruktur im Vergleich zu Standard-Monopiles verbessert. Die Stahlkragen wurden vom deutschen Unternehmen Jbo auf Grundlage des von Rwe entwickelten Patents designt, Bladt Industries wurde mit der Herstellung beauftragt und Deme Offshore war für den Transport und die Installation verantwortlich.

Rwe testet erstes recycelbares Rotorblatt
Der Collared Monopile ist nur ein Beispiel dafür, wie Rwe die technologische Weiterentwicklung in der Offshore-Windindustrie vorantreibt. Weitere Neuerungen, die im Windpark Kaskasi eingesetzt werden, sind eine innovative Vibrationsrammtechnik (siehe ee-news.ch vom 11.5.2021 >>) und der ‚Self-Expanding Pile Shoe‘, ein Fundament mit einem Betonring, der sich im Meeresboden ausdehnt. Zudem wird ein nachhaltiges Produkt seine Deutschlandpremiere bei Kaskasi feiern: Siemens Gamesa und Rwe werden einige Windturbinen mit recycelbaren Rotorblättern ausstatten (siehe ee-news.ch vom 14.9.2021 >>). Die Rotorblätter sind – dank eines neuartigen Harzes – die ersten ihrer Art, die am Ende ihres Lebenszyklus für neue Anwendungen recycelt werden können. Ab Sommer soll mit der Errichtung der Windkraftanlagen begonnen. Ende 2022 sollen die insgesamt 38 Windkraftanlagen betriebsbereit sein. Dann soll Kaskasi rechnerisch rund 400‘000 Haushalte pro Jahr mit grünem Strom versorgen.

Text: ee-news.ch, Quelle: Rwe

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