In Deutschland kam es am 30. November sogar zu einem Rekord bei der Windkraftleistung. Mit 47.8 GW Windkraft arbeiteten in Deutschland noch nie so viele Windenergieleistung für die Energiewende. ©Bild: Fraunhofer

Tagesaktuelle grafische Darstellung. Bild: IG Windkraft

Am 30. November konnten die Windenergieanlagen in Österreich mit knapp 50 Mio. kWh ein Viertel des Strombedarfs erzeugen. Bild: IG Windkraft

Österreich: 25% Windstrom - mit dem Winter kommt der Windstrom

(IG Windkraft) Für die Windkraftbetreiber ist die Winterzeit Hochsaison. Beinahe zwei Drittel der Windstromerzeugung wird im Winterhalbjahr erbracht. Am 30. November konnten die Windenergieanlagen in Österreich mit knapp 50 Mio. kWh ein Viertel des Strombedarfs erzeugen. Auf die hohe Windstromproduktion hat die Strombörse sofort mit einem Einbruch der Strompreise reagiert. Alle erneuerbaren Energien zusammen erzeugten mit rund 100 GWh mehr als 50 Prozent des Strombedarfs.


„Das zeigt, wie wertvoll der Windstrom für die erneuerbare Stromversorgung ist. Denn die Windenergie erzeugt genau in jener Jahreshälfte besonders viel Strom, in der er auch, durch die niedrigen Temperaturen, vermehrt benötigt wird“, erklärt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft. „Strom aus erneuerbaren Energien, insbesondere aus Windkraft, ist der Garant für eine stabile und kostengünstige Stromversorgung“, bemerkt und weist darauf hin, dass bereits im Frühjahr die chemische Industrie sowie die Eisen- und Stahlproduktion in Europa ein stärkeres Engagement der Politik beim Ausbau der erneuerbaren Energie eingefordert haben. „Die Verfügbarkeit von ausreichend erneuerbaren Energien ist die Grundlage für eine positive Entwicklung der Wirtschaft“, so Moidl.

Rekord in Deutschland
In Deutschland kam es am 30. November sogar zu einem Rekord bei der Windkraftleistung. Mit 47.8 GW Windkraft arbeiteten in Deutschland noch nie so viele Windenergieleistung für die Energiewende, wie gestern früh, wie auf der Website des Fraunhofer Instituts zu lesen ist.

Windstrom als Strompreisdämpfer
Der Windstrom hatte auch starke preisdämpfende Auswirkungen auf den Strompreis. Die Website von Agora Energiewende publizierte, dass der saubere Strom aus Windkraft am 29.11. einen Höchststand von 42 Cent pro kWh erreichte, aber aufgrund der starken Windstromerzeugung auf 6.5 Cent pro kWh regelrecht in sich zusammenbrach. „Diese Korrelation zeigt einmal mehr, wie wichtig der Ausbau der Windenergie für die Stabilisierung der Stromkosten auf einem niedrigen Niveau ist“, bemerkt Moidl: „Die Energiewende ist der Grundpfeiler für eine positive Entwicklung der Wirtschaft.“

Energy Charts für Österreich
Seit dem 30.11.21 ist auch die tagesaktuelle Darstellung der österreichischen Stromsituation im Allgemeinen und der Windstromwerte im Speziellen auf der Website der IG Windkraft abrufbar. Die Daten stammen von der Transparency Plattfom des europäischen Verbundes der Übertragungsnetzbetreiber Entso-E. Die europäischen Übertragungsnetzbetreiber sind verpflichtet, die Daten an Entso-E zu liefern, wo sie veröffentlicht werden. Die IG Windkraft greift auf diese Daten zu und stellt sie nun in grafisch aufbereiteter Form auf ihrer Website zur Verfügung. www.igwindkraft.at/charts

Text: IG Windkraft

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1 Kommentare

Max Blatter

Lustig!
Österreich braucht die Windenergie, um seine Kohlekraftwerke zu ersetzen.
Die Schweiz braucht die Windenergie, um ihre Nuklearkraftwerke zu ersetzen.
Deutschland braucht die Windenergie, um seine Kohlekraftwerke UND seine restlichen Nuklearkraftwerke zu ersetzen.

Dreimal anders – aber jedesmal heisst die Lösung: Erneuerbar!

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