Rund ein Viertel des Stroms für das Hallenbad entsteht auf dem eigenen Dach. Bild: ADEV Energiegenossenschaft

Zusammen geht's besser: Die Photovoltaikanlagen auf den beiden Hallen sind verbunden, so dass sie sowohl Strom für die Tennishalle wie auch einen Teil des Strombedarfs der Hallenbads decken. Bild: ADEV

ADEV: Zusammen geht's besser - Solarstrom von Tennishalle und Hallenbad in Gelterkinden als ZEV umgesetzt

(PM) In kurzer Zeit sind in Gelterkinden zwei markante Solaranlagen entstanden: auf dem Dach des Hallenbades und auf der Tennishalle nebenan. Das Besondere daran ist nicht nur ihre Grösse, sondern auch, dass sie im Rahmen eines ZEV miteinander verbunden sind. Dies macht sie zu Vorreitern für einen neuen Typ von Anlagen.


Wer mit der Bahn von Basel in Richtung Hauenstein fährt, dem sind die beiden neuen Hallen am Ortsrand von Gelterkinden auf der rechten Seite bestimmt schon aufgefallen: Seit 2020 das neue Hallenbad, daneben die kürzlich vollendete Tennishalle. Beide Gebäude tragen jeweils eine grosse Solaranlage.

151 Kilowatt auf dem Hallenbad
Auf dem Flachdach des Hallenbades ging bereits im vergangenen Jahr eine Photovoltaik-Anlage mit 151 Kilowatt Leistung in Betrieb. Die regionale Energiegenossenschaft ADEV mit Sitz in Liestal erstellte die Anlage in einem sogenannten «Contracting». Mit anderen Worten: Die ADEV finanzierte und baute auf eigene Kosten. Sie betreibt die Anlage und verkauft der Schwimmhalle den Strom zu einem konkurrenzfähigen Preis. Rund ein Viertel des Stromverbrauchs des Hallenbades soll fortan umweltfreundlich auf dem eigenen Dach erzeugt werden.

161 Kilowatt auf der Tennishalle
Unmittelbar neben dem Hallenbad plante der Tennisclub Gelterkinden (TCG) den Bau einer Tennishalle mit zusätzlichen Aussenplätzen. Der TCG entschied sich wie zuvor schon die Gemeinde für ein Solarstrom-Contracting bei der ADEV. So entstand in diesem Winter auf dem Dach der Tennishalle eine weitere Solaranlage mit einer Leistung von 161 Kilowatt. Seit Januar liefert auch sie sauberen Strom.

Ein optimales Modell: der ZEV

Noch vor wenigen Jahren hätte jede der beiden Anlagen einen eigenen Anschlusspunkt ans öffentliche Stromnetz benötigt. Im Fall der Tennishalle hätte dies bedeutet, eine lange und teure Leitung zu verlegen. Das vor drei Jahren erneuerte Energiegesetz des Bundes ermöglicht nun aber, dass auf benachbarten Parzellen eine gemeinsame Anlage betrieben werden darf, auch wenn sie auf verschiedenen Dächern liegt. Für die Wirtschaftlichkeit ist dies natürlich ein enormer Vorteil, denn je grösser die Fläche, desto tiefer die Gestehungskosten pro erzeugte Kilowattstunde.

Eine solche nachbarschaftliche Verbindung von Energieanlagen nennt man im Fachjargon «Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)». Es ist ein Erfolgsmodell, das von immer mehr grösseren Immobilienbesitzern eingesetzt wird. «Der ZEV ist inzwischen fast zum Standard geworden», sagt Thomas Tribelhorn, Vorsitzender der Geschäftsleitung der ADEV. «Dieses Modell bietet für alle Beteiligten handfeste Vorteile.»

Dank dem ZEV deckt die Solaranlage nicht bloss den Eigenbedarf der Tennishalle ab, sondern leistet auch einen Beitrag an die Versorgung des Hallenbads. Damit zeigt dieses Projekt beispielhaft, wie Strom nahe am Verbraucher produziert werden kann. Davon profitiert nicht zuletzt auch die Gemeindekasse, denn die Anlagebetreiberin ADEV bietet der Gemeinde den nachhaltigen Strom zu stabilen und wettbewerbsfähigen Konditionen an.

Text: ADEV Energiegenossenschaft

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