Marokko hat derzeit eine installierte PV-Kapazität von 2 GW. Bis 2030 ist der Ausbau der Solar- und Windkapazität auf 10 GW geplant. Davon könnten 1.2 GW in Form von dezentralen PV-Anlagen über Net-Metering im Mittelspannungsnetz ankommen.

Exportinitiative: Neue Chancen für erneuerbare Energieprojekte in Marokko durch Marktöffnung

(©EEE) Auf einer Podiumsdiskussion des Africa Energy Forum in Lissabon hat Mohammad Ghazali, Generalsekretär im marokkanischen Ministerium für Energie, Bergbau und nachhaltige Entwicklung, eine Aktualisierung des 2010 verabschiedeten Gesetzes 13-09 für erneuerbare Energien angekündigt. Die Aktualisierung soll Net-Metering für erneuerbare Energieprojekte, die an das Mittelspannungsnetz angeschlossen werden, ermöglichen.


Die derzeitige Gesetzeslage erlaubt Net-Metering nur für Projekte, die an das Hochspannungsnetz angeschlossen sind und mindestens 80 % des jährlichen Strombedarfs des Verbrauchers decken. Net-Metering ist dadurch bislang nur für grosse industrielle Verbraucher verfügbar. Durch die Ausweitung des Schemas auf das Mittelspannungsnetz erwartet die European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) eine Öffnung des Marktes hin zu kleineren Photovoltaik (PV)- und Windkraftprojekten.


Neue Projektmöglichkeiten
Die EBRD, so ein Vertreter auf dem Forum, werde in das neue Marktsegment investieren, da Projekte aufgrund verfügbarer günstiger Kredite des marokkanischen Bankensektors und des enormen Potenzials im Bereich erneuerbare Energien wirtschaftlich seien. So können sich auch für KMU im Bereich Solar- und Windenergie neue Projektmöglichkeiten bei der industriellen Eigenversorgung ergeben.

Marokko hat derzeit eine installierte PV-Kapazität von 2 GW. Bis 2030 ist der Ausbau der Solar- und Windkapazität auf 10 GW geplant. Von diesen 10 GW könnten 1.2 GW in Form von dezentralen PV-Anlagen über Net-Metering im Mittelspannungsnetz ankommen. Das Land erzeugt momentan 65 % seines Stroms aus konventionellen Energiequellen, hauptsächlich mittels thermischen Kraftwerken. Mehr als 30 % des Stroms stammen aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Wasserkraft.

©Text: Deutsche Exportinitiative Erneuerbare Energien (EEE)

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