In Schleswig-Holstein hat Lanthan Safe Sky Ende Februar dieses Jahres erstmals sein BNK-System installiert. Seitdem wurden Pilotprojekte in ganz Deutschland in Betrieb genommen oder stehen kurz vor der Aktivierung der BNK. ©Bild: Lanthan Safe Sky

Dunkler Nachthimmel über Deutschland: Umrüstung von Windenergieanlagen auf Transponder-BNK geht in zahlreichen Bundesländern voran

(ee-news.ch) In Deutschland geht die Umrüstung von Windparks auf die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung (BNK) mit grossen Schritten voran. Für die Anwohner von Windparks und die umliegende Natur bedeutet dies, dass das nächtliche Dauerblinken ein Ende hat: Durch die Transponder-BNK-Technik wird die Einschaltzeit der Hindernisfeuer signifikant reduziert, da die Signalleuchten nur noch dann aktiviert werden, wenn sich tatsächlich Flugverkehr im Luftraum befindet und sich den Windrädern nähert. In den meisten Fällen im Bundesgebiet wird dadurch laut Lanthan Safe Sky eine fast einhundertprozentige Ausschaltzeit erreicht.


In Schleswig-Holstein hat Lanthan Safe Sky Ende Februar dieses Jahres erstmals sein BNK-System installiert (siehe ee-news.ch vom 2.3.2021 >>). Seitdem wurden Pilotprojekte in ganz Deutschland in Betrieb genommen oder stehen kurz vor der Aktivierung der BNK, die auch zur Akzeptanz der Windenergie beiträgt.

Zusammenarbeit mit Bürgerwindprojektierer
Ein besonderes Projekt für Lanthan Safe Sky ist die Zusammenarbeit mit dem Bürgerwindprojektierer und Betriebsführer Wust – Wind & Sonne, der im nordbayerischen Markt Erlbach nahe Nürnberg beheimatet ist. Denn gerade im Süden Deutschlands gibt es für die Windenergie noch viel Potential. Lanthan Safe Sky rüstet über 100 Anlagen für Wust – Wind & Sonne auf die Transponder-BNK um. Anwohnerakzeptanz ist für Wust – Wind & Sonne nicht zuletzt deshalb ein Herzensthema, da die Bürgernähe ein zentraler Aspekt der Firmenphilosophie ist: Mehr als 5000 Bürgerinnen und Bürger haben sich bereits an den etwa 45 Bürgerenergieprojekten, darunter 94 Bürgerwindanlagen, beteiligt.

Ganzheitliche BNK-Lösung für das Saarland
Im Saarland hat sich die BNK Saar GmbH der Umrüstung auf Transponder-BNK im gesamten Bundesland angEnommen. BNK Saar, eine Ausgründung der Ökostrom Saar GmbH, erarbeitet in Kooperation mit Lanthan Safe Sky eine ganzheitliche und kosteneffiziente BNK-Lösung für das Saarland und angrenzende Regionen. Über Cluster sollen mindestens 100 Anlagen auf die Transponder-BNK umgerüstet werden.

Umfassendes Konzept in Mecklenburg-Vorpommern
In Mecklenburg-Vorpommern befindet sich Eno Energy mit seinem Pilotprojekt für bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung an Windenergieanlagen in Kirch Mulsow bereits auf der Zielgeraden. Die luftverkehrsrelevante Vorprüfung ist abgeschlossen. Jetzt folgt der Nachweis der Gesamtfunktionalität bzw. der Nachweis der standortspezifischen Prüfkriterien des Systems. Danach stehe der Genehmigung nichts mehr im Wege und das BNK-System könne aktiviert werden, schreibt Eno Energy. Der Windenergieanlagenhersteller und Full Service Provider für über 150 Eno-Anlagen bietet seinen Kunden im Bereich der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung zusammen mit Lanthan Safe Sky einen kompletten Service an: Von der gutachterlichen Stellungnahme über die behördliche Genehmigung bis zur Ertüchtigung der Anlagen und den Betrieb des Systems hat die Eno Energy Gruppe ein umfassendes Konzept für ihre Kunden zusammengestellt.

Lanthan Safe Sky ist aus den Gründern und Akteuren von Lanthan, Air Avionics und Recase hervorgegangen und bündelt die Kompetenz eines Anbieters von Hinderniskennzeichnungen, eines luftfahrtzugelassenen Avionik-Systemherstellers und eines Ingenieur- und Beratungsdienstleisters aus dem Feld der erneuerbaren Energien (siehe ee-news.ch vom 26.3.2021 >>). Ziel des Zusammenschlusses war es, die Transponder-BNK als Detektionstechnologie zur Marktreife zu bringen. Neue gesetzliche Regelungen in Ländern wie Deutschland, aber auch bei der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO, ermöglichen mittlerweile den Einsatz der Transponder-BNK-Technologie, die emissionsfrei auf reinem Empfang von solchen Daten basiert, die jedes Luftfahrzeug ohnehin aussendet.

Text: ee-news.ch, Quelle: Lanthan Safe Sky GmbH

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1 Kommentare

Max Blatter

Ein Zeichen, dass die Windenergie-Branche die Anliegen des Natur-, Arten-, Umwelt-, Landschaftschutzes & Co. sehr ernst nimmt!

In Deutschland nehmen das die Natur-, Arten-, Umwelt-, Landschaftschutz-Organisationen & Co. zur Kenntnis und sind zur konstruktiven Zusammenarbeit bereit.

In der Schweiz hapert es nach meiner Wahrnehmung mit der Zusammenarbeit etwas! Obwohl diese etwa bei der Wasserkraft sehr gut funktioniert, z.T. mit den gleichen Organisationen, und man diesen Bereich geradezu als Blaupause für die Windenergie nehmen könnte.

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