Präferierte Antriebsart: 57 % der Befragten würden sich für einen alternativen Antrieb entscheiden. ©Bild: dena

Die Befragten halten den Wasserstoff-/Brennstoffzellen- sowie den batterieelektrischen Pkw für am besten geeignet, um die CO2-Emissionen im Verkehr zu reduzieren. ©Bild: dena

Wäre für alle Antriebe der Kaufpreis gleich, würden sich 73 % für einen alternativen Antrieb entscheiden. ©Bild: dena

Bei der Einschätzung der Gesamtkosten schneiden Benzin und Diesel am besten ab. ©Bild: dena
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Alternative Antriebe gewinnen an Zustimmung: 57 Prozent der Befragten der Verkehrswende-Umfrage würden sich für Pkw mit alternativem Antrieb entscheiden

(dena) Laut einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena) würden sich 57 Prozent der Befragten für einen Pkw mit alternativem Antrieb entscheiden. Wenn der Kaufpreis derselbe wie bei einem klassischen Verbrenner wäre, würden sogar 73 Prozent ein Fahrzeug mit alternativer Antriebstechnologie wählen. Während die Zustimmung für neue Antriebstechnologien im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, sinkt vor allem der Dieselmotor im Ansehen der Deutschen: Nur 13 Prozent würden sich weiterhin für diesen Antrieb entscheiden. Insgesamt 91 Prozent der Befragten gaben an, dass der Wechsel auf alternative Antriebe notwendig ist, um CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren.


Bei gleichem Kaufpreis wären die Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Pkw mit 25 Prozent die beliebteste Antriebsart der Befragten (2019: 34 Prozent); dicht gefolgt von batterieelektrischen Pkw und Hybrid-Fahrzeugen mit jeweils 23 Prozent (2019: 17 bzw. 18 Prozent). Der Benzinmotor ist bei gleichem Kaufpreis weniger beliebt: Für den konventionellen Verbrenner würden sich nur 15 Prozent entscheiden (2019: 13 Prozent).

Fortschreitender Paradigmenwechsel
Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung: „Die Umfrageergebnisse zeigen ein stetig wachsendes Interesse an alternativ angetriebenen Fahrzeugen. Mehr als die Hälfte würde sich für ein elektrifiziertes Fahrzeug entscheiden. Bei gleichem Kaufpreis stiege dieser Wert auf beinahe drei Viertel. Das ist eine sehr gute Entwicklung und zeigt den fortschreitenden Paradigmenwechsel. Immer mehr Personen wollen klimafreundlich unterwegs sein. Jetzt sind die Hersteller gefragt, das Angebot zu erweitern und erschwingliche Fahrzeuge verschiedener Klassen auf den Markt zu bringen. Die Umfrage verdeutlicht auch, dass mit den neuen Technologien viele Fragen einhergehen. Deswegen informiert die dena mit der Verkehrswendeplattform „Alternative Mobil“ künftig über aktuelle Entwicklungen, auch um den Mobilitätswandel voranzutreiben.“

Wissensdefizite im Bereich alternative Antriebe
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Verbraucher noch zu wenig über die neuen Antriebstechnologien informiert sind. So glauben nur 17 Prozent der Befragten, sich mit Wasserstoff-/Brennstoffzellen-Pkw auszukennen. Damit ist die Einschätzung, über diese Antriebstechnologien Bescheid zu wissen, um 10 Prozentpunkte zum Vorjahr gesunken. Auch die Beurteilung der kostengünstigsten Antriebsart zeigt Wissensdefizite: So schätzt eine Mehrheit der Befragten konventionelle Antriebe als günstigste Option ein (62 Prozent), gefolgt von batterieelektrischen Pkw (14 Prozent). Nur jeder Zehnte entschied sich für Erdgasfahrzeuge, deren Kraftstoff am preiswertesten ist.

Im Hinblick auf den Klimaschutz ist die Mehrheit davon überzeugt, dass alternative Antriebe am besten geeignet sind, um die CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Vor allem Wasserstoff-/Brennstoffzellen Pkw (41 Prozent) sowie batterieelektrische Pkw (37 Prozent) werden als klimafreundlich eingeschätzt. In dieser Rubrik zeigen sich deutliche Tendenzen je nach Alter und Geschlecht: So sprechen sich Frauen und die Altersgruppe von 18-29 Jahren deutlich häufiger für batterieelektrische Pkw aus, während Männer sowie die Altersgruppe 45-59 zu grösserem Anteil Wasserstoffantriebe als geeignete Alternative betrachten.

Zur Umfrage
Die Umfrage wurde von der Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH (Forsa) im Rahmen des dena-Projekts ‚Neukonzipierung, Entwicklung und Betrieb einer zentralen Informationsplattform zur Energiewende im Strassenverkehr‘ im November 2020 durchgeführt. Telefonisch befragt wurden 1.002 Personen der deutschsprachigen Bevölkerung in Privathaushalten ab 18 Jahren.

Text: Deutsche Energie-Agentur (dena)

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1 Kommentare

Max Blatter

Das Attribut "alternativ" mag ich überhaupt nicht! "Alternativ" wozu? Zum Herkömmlichen? Irgendwann ist das Herkömmliche nicht mehr herkömmlich und der Begriff "Alternativ" dann obsolet!

Bei den "alternativen Energien" hat man sich längst darauf besonnen, worum es eigentlich geht, und ist zum Begriff "erneuerbare Energien" gekommen.

Beim "alternativen Antrieb" ist die Sache noch klarer: Die einzige zukunftsfähige "Alternative" (zum Verbrennungsmotor) ist der "elektrische Antrieb". Also sollte man diesen auch beim Namen nennen!

Dabei bleibt noch offen, wie die elektrische Energie aufs Fahrzeug kommt: Batterie, Brennstoffzelle, oder sogar Oberleitung (was beim Schwerverkehr ja auch diskutiert wird). Aber das ist eine andere Geschichte.

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