Mit dem Business- und Dienstleistungszentrum Twist Again hat die Firma Losinger Marazzi AG Engagement für ein nachhaltiges Projekt an den Tag gelegt. Der Neubau trägt das deutsche Label «DGNB Platin». Bild: T. Rütti

IFMA International Facility Management Association (Switzerland Chapter), Road-Show-Thema: Nachhaltigkeit im Betrieb. V.l.n.r. Christoph Dewald, Daniel Kellenberger, Elvira Bieri, Thomas Kral. Bild: T. Rütti

IFMA Road Show: Naturnahes und nachhaltiges Bauen ist Kriterium heutiger Investoren und Nutzer

(©TR) Der Verband für Facility Management-Professionals IFMA thematisierte im Rahmen seiner Road Show im Mai 2018 in Bern Fragen bezüglich der «Nachhaltigkeit im Betrieb» mit der Präsentation von Nachhaltigkeitsstandards- und Zertifikaten für den Betrieb von Immobilien. Denn die fortschreitende Urbanisierung und knapper werdende Ressourcen sind Tatsache. Naturnahes und nachhaltiges Bauen ist keine Option mehr, sondern längst ein entscheidendes Kriterium heutiger Investoren und Nutzer.


Durch ihre angepeilte ganzheitliche Ausrichtung ist IFMA der anerkannte Verband für Facility Management-Professionals, welcher sich mit verschiedenen Aspekten des Facility Managements auseinandersetzen. So auch in Bern im Businesszentrum Twist Again (WankdorfCity), wo die Road Show 2018 am 23. Mai 2018 Halt machte.


Facility Management in seiner ganzen Breite zeigen
«Unsere zumeist in Kaderpositionen tätigen Mitglieder pflegen ein äusserst interessantes Netzwerk. Regionalgruppen in der ganzen Schweiz bieten Möglichkeiten zum lokalen Erfahrungsaustausch», so Thomas Kral vom Vorstand IFMA Switzerland Chapter anlässlich der Road Show in Bern, bei der die mannigfaltigen Aspekte des Facility Managements – kurz FM für die Liegenschaftsverwaltung bzw. Objektbetreuung bis zu Hausmeisteraufgaben – beleuchtet wurden. Die IFMA Schweiz ist der Berufsverband im Facility Management mit internationaler Ausrichtung. Die Mitglieder können sich mit künftigen Entwicklungen in der Branche auseinandersetzen und das weltweite Netzwerk aktiv nutzen. Ziel von IFMA Schweiz ist es, dass Facility Management in seiner ganzen Breite zu zeigen und der vielfältigen Querschnittsaufgabe zum nötigen Gewicht zu verhelfen.

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ängste Lebenszyklusphase einer Immobilie
In Bern thematisierte Fragen waren «Nachhaltigkeit im Betrieb» mit der Präsentation von Nachhaltigkeitsstandards- und Zertifikaten für den Betrieb von Immobilien. Zur Ausgangslage: Die fortschreitende Urbanisierung und knapper werdende Ressourcen sind längst im Bewusstsein unserer Gesellschaft angekommen. Naturnahes und nachhaltiges Bauen ist keine Option mehr, sondern längst ein entscheidendes Kriterium heutiger Investoren und Nutzer. Diese Entwicklung hat Einfluss auf den Betrieb von Immobilen, nicht nur, aber auch im Businesssektor. Nachhaltigkeitsstandards und –labels fokussieren mittlerweile immer mehr auf die Nutzung als längste Lebenszyklusphase einer Immobilie.

Auch Werbung in eigener Sache

Klar hervor aus den Referaten ging das Engagement von IFMA Schweiz in den diversen Aspekten. Mit der Publikation von Richtlinien für das Facility Management fördere IFMA Schweiz die Entwicklung der lokalen Branche im internationalen Umfeld, hiess es. Publikationen wie «Lebenszykluskosten-Ermittlung von Immobilien», «Prozess- Leistungsmodell ProLeMo» oder der «Praxisleitfaden Planungs- und baubegleitendes Facility Management» geniessen laut den Experten national und international hohes Ansehen. Ein weiterer Meilenstein sei mit dem Normpositionenkatalog «Facility Management (NPK FM)» geschaffen. Der für den Halt der Road Show in Bern gewählte Standort bot zumindest «theoretischen Anschauungsunterricht», weil eine Besichtigung der Gebäulichkeit Twist Again (WankdorfCity) und der angewandten Technik nicht vorgesehen war im Programm, sondern den nahezu 30 Anwesenden im Saal bloss erörtert wurde.

Ökologie
, Ökonomie, soziokulturelle & funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort
Das realisierte Projekt Twist Again der Losinger Marazzi AG trägt das Label «DGNB Platin», was die höchste Auszeichnungsstufe der deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) bedeutet. Dieses Label bewertet alle wesentlichen Aspekte des nachhaltigen Bauens, namentlich die sechs Themenfelder Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort. Zusätzlich entsprich das gewählte Energiekonzept dem Minergie-Label und dem Credit Suisse-Gütesiegel «greenproperty». Im August 2016 wurde Twist Again als schweizweit erstes Gebäude SNBS 2.0 zertifiziert.

Erdwärme zu Heiz- und Kühlzwecken

Das Energiekonzept basiert auf der Nutzung von Erdwärme zu Heiz- und Kühlzwecken. Mit 38 Erdsonden, die bis zu 140 Meter in den Boden ragen, wird die Erdwärme an die Oberfläche befördert. Der Erdsondenkreis dient dabei nicht nur als Quelle für den Betrieb einer Sole-Wasser-Wärmepumpe, sondern auch als Senke für die Abwärme aus der Klimakühlung. Überschüssige Wärme wird mithilfe einer Hybridkühlanlage an die Umgebung abgegeben. Als Kältemittel wird Ammoniak eingesetzt. Zur Abdeckung bei Spitzenbedarf kann eine Gasheizung zugeschaltet werden. In den Büros wird mit Deckenmodulen geheizt oder gekühlt. Auf Warmwasser wird in den WC-Anlagen aus Gründen der Nachhaltigkeit verzichtet. Das Dach ist für die spätere allfällige Installation einer Photovoltaikanlage vorbereitet....

©Text: Toni Rütti, Redaktor ee-news.ch

 

 

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