Durch den Bau der Weinviertelleitung kann die bestehende 220 kV-Leitung abgebaut werden, dadurch wird Freiraum geschaffen für den Vogelschutz, denn die Weinviertelleitung rückt weiter vom Thaya-March-Donau Korridor weg. ©Bild: Stefan Hantsch

Österreich: Weinviertelleitung in Betrieb – Vorzeigeprojekt für gelungenen Netzumbau hin zu 100 Prozent erneuerbarer Energieversorgung

(PM) Am 12. September wurde in Neusiedl an der Zaya in der österreichischen Region Weinviertel die neu errichtete 380 kV-Leitung in Betrieb genommen. In einer Rekordzeit von nur sechs Jahren wurde diese Leitung quer durch das Weinviertel umgesetzt - mit hoher Akzeptanz der lokalen Bevölkerung. „Die Weinviertelleitung ist ein Musterbeispiel für den Umbau des Stromnetzes hin zu einer Energieversorgung, die zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien sichergestellt werden kann“, freut sich Moidl: „Wenn alle Akteure zusammenarbeiten, kann die Energiewende auch in der nötigen Geschwindigkeit gelingen.“


Durch den Bau der Weinviertelleitung kann die bestehende 220 kV-Leitung abgebaut werden und dadurch Freiraum geschaffen werden für den Vogelschutz. Die Weinviertelleitung rückt weiter vom Thaya-March-Donau Korridor weg und ermöglicht so stromleitungsfreien Platz für seltene Vogelarten, die in dieser Region bevorzugt vorkommen. „Hier zeigt sich einmal mehr, dass die Energiewende eine Win-win-Situation ist, wenn alle Akteure eingebunden sind und an einem Strang ziehen“, bemerkt Moidl.

Weitere Schritte für die Energiewende dringend nötig
„Wir müssen uns unabhängig von sauteurem Erdgas, Erdöl und Kohle machen, die Energiewende schaffen und damit die Klimakrise abwenden. Dafür bedarf es aber noch vieler Schritte besonders auch in Niederösterreich“, erklärt Moidl. Gerade in Niederösterreich bietet sich die Windenergie durch ihr grosses noch ungenutztes Potential als Lösungsstrategie an. „Noch immer erzeugt Niederösterreich weniger erneuerbaren Strom, als es selbst an Strom verbraucht. Und zwei Drittel des Gesamtenergieverbrauchs sind noch immer fossile Energie. Daher müssen die Anstrengungen deutlich erhöht werden", fordert Moidl und ergänzt abschliessend: „Leider ist aber die Genehmigung von neuen Windparks in den letzten Jahren regelrecht eingebrochen. Hier ist eine aktive Landespolitik gefordert.“

Text: IG Windkraft

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