Beim Treffen ging es auch darum, wie nach der Pandemie eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung (Green Recovery) gelingen kann. Bundesrätin Sommaruga betonte, die Schweiz wolle die Gelegenheit nutzen und die Wirtschaft umweltfreundlich gestalten.

Klimawandel und Biodiversität: Standen im Zentrum des Treffens der Umweltministerinnen der deutschsprachigen Länder

(BAFU) Klimawandel, Biodiversität und ein nachhaltiger Wiederaufschwung (Green Recovery) nach der Pandemie: Über diese drei Themen sprachen am 4. Mai die Umweltministerinnen der deutschsprachigen Länder an ihrem jährlichen Treffen. An der virtuellen Zusammenkunft betonte Bundesrätin Simonetta Sommaruga, dass es bei der Klima- und der Biodiversitätskonferenz der Vereinten Nationen im Herbst ehrgeizige Beschlüsse brauche. (Texte en français >>)


Die Einladung zum Treffen ging dieses Jahr von Leonore Gewessler aus, der österreichischen Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Teilgenommen haben neben Bundesrätin Sommaruga auch Svenja Schulze, die deutsche Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Carole Dieschbourg, die luxemburgische Ministerin für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung. Die liechtensteinische Umweltministerin Sabine Monauni liess sich vertreten durch ihren Generalsekretär Markus Biedermann. Der Austausch ermöglichte es den Umweltministerinnen, mehr über die nationalen Ziele und Herausforderungen ihrer Amtskolleginnen beim Klima- und Biodiversitätsschutz zu erfahren.

Ein gemeinsames Engagement beim Klimaschutz
UVEK-Vorsteherin Simonetta Sommaruga sagte, an der internationalen Klimakonferenz (COP 26) in Glasgow im November müsse es Fortschritte für den Klimaschutz geben. So strebe die Schweiz klare Regeln für die Anrechnung von Reduktionen an, die im Ausland erfolgen. Ebenso brauche es von vielen Staaten ehrgeizigere Reduktionsziele. Bundesrätin Sommaruga führte aus, dass die Schweiz ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Netto Null vermindern will. Nötig sei hierfür das revidierte CO2-Gesetz, über das die Bevölkerung am 13. Juni abstimmt. Das Gesetz bringe die Schweiz auf Kurs für das Klimaziel von minus 50 Prozent Treibhausgasausstoss bis 2030, und es sei wichtig für das Netto-Null-Ziel. Zudem sei es eine Chance für Aufträge und Arbeitsplätze in klimafreundlichen Branchen, da es mit Anreizen die Weichen für eine Zukunft ohne Öl und Gas stelle.

…und bei der Biodiversität
Die Umweltministerinnen bekräftigten zudem ihre gemeinsame Absicht, sich für einen globalen Zielrahmen zum Schutz der Vielfalt von Pflanzen, Tieren und Lebensräumen einzusetzen. Dieses Ziel soll an der kommenden internationalen Biodiversitätskonferenz (COP-15) in Kunming (China) verabschiedet werden. Die Schweiz unterstützt das Ziel, bis 2030 weltweit insgesamt 30 % der Flächen für die Biodiversität zu sichern – durch eine Kombination von Nationalparks, Schutzgebieten und verschiedenen Massnahmen zur Vernetzung der Lebensräume von Wildtieren.

Beim Treffen ging es auch um die Frage, wie nach der Pandemie eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung (Green Recovery) gelingen kann. Bundesrätin Sommaruga betonte, die Schweiz wolle die Gelegenheit nutzen und die Wirtschaft umweltfreundlich gestalten. Die Schweiz teile viele der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, welche die EU in ihrem Green Deal (siehe ee-news.ch vom 16.12.2019 >> und ee-news.ch vom 12.11.2020 >>) anstrebt.

Text: Bundesamt für Umwelt BAFU

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