Zum ersten Mal kommt dieser moderne in Österreich zum Einsatz. Mit 185 Meter Hubhöhe ist es der Kran der Firma Felbermayr der leistungsstärkste der je in Österreich auf einer Windradbaustelle eingesetzt wurde. Bild: Profes

Erstmals wurden in Österreich nicht nur die Anlagen, sondern der ganze Windpark vom Hersteller errichtet sowie auch das Baustellenmanagement durchgeführt. Bild: Profes

Auch der Kran, der bei der Errichtung der Windräder eingesetzt wird, ist ein Superlativ. Zum ersten Mal kommt dieser moderne Kran der Firma Felbermayr in Österreich zum Einsatz. Bild: Profes

IG Windkraft: 3 Vestas V150 mit je einer Leistung von 4.2 MW – die modernste Windräder Niederösterreichs - stehen in Gross-Schweinbarth

(ee-news.ch) Gerade werden in Gross-Schweinbarth die leistungsstärksten Windräder Niederösterreichs errichtet. Durchschnittlich erzeugt ein Windrad in Österreich Strom für rund 2000 Haushalte. Eines der aktuell errichteten Vestas-Windräder mit einer Leistung von je 4.2 MW in Gross-Schweinbarth kann doppelt so viel Windstrom erzeugen – so viel wie mehr als 4000 Haushalte verbrauchen. Auch der Kran, der bei der Errichtung der Windräder eingesetzt wird, ist ein Superlativ. Zum ersten Mal kommt dieser moderne Kran der Firma Felbermayr in Österreich zum Einsatz.


Die Umsetzung dieses Windparks von der Idee bis zur Stromerzeugung hat neun Jahre gedauert. „Durch die ständige Stop-and-Go-Politik bei der Förderung von erneuerbaren Energien lag das fertig genehmigte Projekt mehrere Jahre in der Schublade, bevor es nun endlich errichte t werden konnte“, berichtet Martin Krill vom Planungsunternehmen Profes.

Bevölkerung steht hinter der Windkraft
Umfragen bestätigen immer wieder, dass eine sehr breite Mehrheit den Windkraftausbau befürworten. Gerade in jenen Regionen, wo bereits Windräder errichtet wurden, ist die Zustimmung noch um einiges grösser. „Die Gemeinde Gross-Schweinbarth hat das Projekt von Anfang an unterstützt“, berichtet Marianne Rickl-List, Bürgermeisterin der Gemeinde.

Modernster Windpark Österreichs
Mit dem Windpark Gross-Schweinbarth werden nun die modernsten Windräder Niederösterreichs errichtet. Gleichzeitig sind es auch die ertragsstärksten Österreichs. Weltweit stehen von diesem Anlagentyp V150 bereits über 1000 Anlagen. Diese Windräder sind von Vestas – einem der grössten Hersteller weltweit. Das Projekt in Gross-Schweinbarth ist aber auch für Vestas eine Neuheit. Erstmals wurden in Österreich nicht nur die Anlagen, sondern der ganze Windpark vom Hersteller errichtet sowie auch das Baustellenmanagement durchgeführt. Vestas hat in Österreich 100 Mitarbeitende, die auch für die Umsetzung in Gross-Schweinbarth verantwortlich sind.

Modernster Kran aus Österreich
Auch der Kran, der bei der Errichtung der Windräder eingesetzt wird, ist ein Superlativ. Zum ersten Mal kommt dieser moderne Kran der Firma Felbermayr in Österreich zum Einsatz. Mit 185 Meter Hubhöhe ist es der leistungsstärkste Kran der je in Österreich auf einer Windradbaustelle eingesetzt wurde. Damit können Windradteile mit einem Gewicht von bis zu 120 Tonnen auf eine Höhe von 185 Meter gehoben werden. So ist dieser Kran bereits auf die nächste technologische Entwicklung der Windkraftanlagen abgestimmt. Derzeit sind die schwersten Einzelteile eines Windrades rund 75 Tonnen schwer. „Eine Woche dauert es bis alle Kranteile bei einer Windradbaustelle angekommen sind. Alleine für den Aufbau des Kranes müssen viereinhalb Tage veranschlagt werden“, berichtet Jan-Peter Kürner, Site Manager von Felbermayr. Der Felbermayr-Kran, der derzeit die Windräder in Gross-Schweinbarth errichtet, wird das ganze Jahr im Weinviertel unterwegs sein, um weitere Windräder aufzubauen und die Energiewende in Niederösterreich vorantreiben.

Windpark Gross-Schweinbarth

  • 3 Windräder: Vestas V150, Gesamtleistung: 12.6 MW
  • Nabenhöhe: 166 Meter
  • Windstromerzeugung: 45‘000 MWh /Jahr ≙ 13.000 Haushalte
  • 21 Mio. Euro Investition
  • 8 Mio. Euro heimische Wertschöpfung bei Errichtung
  • 13 Mio. Euro heimische Wertschöpfung durch Betrieb (die nächsten 20 Jahre)
  • 52 Personen sind ein volles Jahr auf der Windradbaustelle beschäftigt
  • 4 Personen finden einen Dauerarbeitsplatz durch Wartung und Betrieb der Anlagen

Text: ee-news.ch, Quelle: IG Windkraft

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2 Kommentare

Max Blatter

Niederösterreich ist ...
1.) ... wesentlich weiter östlich gelegen als die Schweiz; die vorherrschenden transatlantischen Westwinde haben bis dort also schon wesentlich mehr kinetische Energie verloren als bei uns.
2.) ... nach meiner Kenntnis ziemlich flach; es ist also im Gegensatz zur Schweiz kaum mit regionalen Berg-Tal-Winden zu rechnen.

Wie kommt es also, dass man in NÖ die Windenergie gleichwohl als nutzungswürdig erachtet, während bei uns immer wieder geunkt wird, die Schweiz sei "kein Windenergie-Land"?

ww

Aufgrund von Einspeisebeschränkungen in das Netz der EVN (9.9MW statt 12.6MW) kann eine zusätzlich mögliche Strommenge von 3,2 Mio kWh/Jahr nicht erzeugt werden und geht verloren - das entspricht dem Stromverbrauch von ca. 700 Haushalten!

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