Im Ständerat hatte sich eine Mehrheit überzeugt gezeigt, dass die Förderung von Schiefergas in der Schweiz vor allem aus wirtschaftlichen Gründen keine grosse Verbreitung finden wird. Bild: T. Rütti

Schiefergas: Kein Import- und Förderverbot für die Schweiz

(SDA) Ein 25-jähriges Moratorium in der Schweiz für die Förderung und den Import von Schiefergas ist vom Tisch. Nach dem Ständerat hat am Donnerstag auch der Nationalrat eine entsprechende Standesinitiative des Kantons Genf abgelehnt.


Schiefergas soll weiterhin gefördert und importiert werden dürfen. Der Zweitrat lehnte die Initiative aus Genf mit 102 zu 83 Stimmen bei einer Enthaltung ab und folgte damit der Kommissionsmehrheit und dem Bundesrat.

Herkunft nicht nachvollziehbar
Christian Wasserfallen (FDP/BE) begründete die Ablehnung damit, dass die Bewilligungen und gesetzlichen Grundlagen in der Verantwortung der Kantone lägen. Ein Verbot für 25 Jahre sei zudem unverhältnismässig und ökonomisch nicht sinnvoll. Schliesslich sei bei importiertem Gas an der Grenze nicht zu eruieren, ob es sich um Schiefergas handle. Der Nachweis sei nicht umsetzbar.

Im Ständerat hatte sich eine Mehrheit überzeugt gezeigt, dass die Förderung von Schiefergas in der Schweiz vor allem aus wirtschaftlichen Gründen keine grosse Verbreitung finden wird. Ein Importverbot wiederum sei ohne Herkunftsbezeichnung im Gashandel nicht umzusetzen. Die Befürworterinnen und Befürworter der Initiative argumentierten in beiden Räten, die Schiefergasförderung sei nicht mit den energie- und klimapolitischen Zielen der Schweiz vereinbar.

©Texte: Sda

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1 Kommentare

Max Blatter

Ob mit oder ohne Verbot: Heute noch in fossile Energieträger (gleich welcher Art) zu investieren, ergibt m.E. auch aus rein ökonomischer Sicht keinen Sinn.

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