Die zwei alten Anlagen aus dem Jahr 2001 wurden Anfang Juni demontiert. Die Errichtung der neuen Anlage im Sommer dauerte nur rund eine Woche. ©Bild: Naturstrom AG

Frischer Wind an altem Standort: Zweites Repowering-Projekt von Naturstrom fertiggestellt

(ee-news.ch) Seit dem 11. September 2020 dreht sich die neue Naturstrom-Windkraftanlage im thüringischen Frauenpriessnitz nordöstlich von Jena. Sie ersetzt von nun an zwei ältere Anlagen, die dafür demontiert wurden. Das neue Windrad hat mit 2350 Kilowatt (kW) deutlich mehr Leistung als die beiden ehemaligen Anlagen zusammen (1700 kW).


Der Aufbau einer neuen Windenergieanlage in Frauenpriessnitz ist das zweite Repowering-Projekt von Naturstrom. Beim Repowering handelt es sich um den Ersatz alter Windenergieanlagen durch moderne. Die neuen Anlagen haben viele Vorteile, unter anderem eine deutlich höhere Leistung und damit höhere Stromerzeugung, ein ruhigeres Laufverhalten, eine geringere Geräuschentwicklung und eine bessere Netzverträglichkeit. Erfreulich ist ausserdem die Wertschöpfung vor Ort. Wie bei anderen Naturstrom-Projekten steht in Frauenpriessnitz ein festgelegter Anteil der Nutzungsentgelte der Gemeinde für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung. Die kommunalen Einnahmen anderer Öko-Kraftwerke von Naturstrom finanzieren etwa Kinderspielplätze oder Renovierungen des Feuerwehrhauses sowie der Dorfkirche.

Errichtung innerhalb einer Woche
Die zwei alten Anlagen aus dem Jahr 2001 wurden Anfang Juni demontiert. Hierbei wurde zuerst der Rotorstern abgenommen, dann folgten die Gondel und im letzten Schritt die Stahlturmsegmente. Auf dem Boden wurden die Stahlkomponenten und Blätter zerkleinert, von einer Spezialfirma abtransportiert und verwertet. Die Errichtung der neuen Anlage im Sommer dauerte nur rund eine Woche. Zuvor waren bereits die Kranstellfläche, die Zuwegungen und die Baugrube hergerichtet, die Übergabestation am Umspannwerk und die Kabeltrassen angelegt sowie die Betonnage des Fundaments durchgeführt worden. Am 11. September ging die Anlage schliesslich in Betrieb.

Grosses Potenzial
In Zukunft sollen noch viele weitere solche Neuerrichtungen an bestehenden, gut akzeptierten Standorten folgen, das Potenzial sei gross, betont Naturstrom-Vorstandsvorsitzender Thomas E. Banning. Zum 1. Januar 2021 fallen rund 5000 Windräder mit einer Leistung von rund 4000 Megawatt, die vor 20 Jahren oder früher in Betrieb genommen wurden, aus der deutschen EEG-Förderung heraus. Von da an werden jährlich jeweils weitere tausende Anlagen folgen. Sollte es aufgrund der Marktbedingungen und ergänzender gesetzlicher Rahmenbedingungen nicht möglich sein, alte Windräder kostendeckend weiterzubetreiben oder durch neue, leistungsfähigere zu ersetzen, würden akzeptierte Standorte für Windräder und wertvolle Leistung für die Energiewende in Deutschland verloren gehen, so Banning weiter.

Text: Naturstrom AG

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