Beim Solarpark in Rottenbach wurde ein Teil ohne Förderung errichtet, für einen Teil hat Naturstrom den Zuschlag in einer EEG-Ausschreibung erhalten und für den dritten Teil gibt es eine feste Einspeisevergütung. ©Bild: Naturstrom AG

Naturstrom: Solarpark Rottenbach vollständig am Netz – teilweise ohne EEG-Förderung errichtet

(ee-news.ch) Im oberfränkischen Rottenbach hat Naturstrom seinen mit 13 MW bislang grössten Solarpark ans Netz gebracht. Einen Teil des erzeugten Stroms liefert der Öko-Energieversorger direkt an die eigenen Kundinnen und Kunden, den entsprechenden Anlagenteil hat das Unternehmen ohne Anspruch auf EEG-Vergütung realisiert.


In Rottenbach, nahe der bayerisch-thüringischen Landesgrenze, erzeugen nun fast 35‘000 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von gut 13 MW Ökostrom. Die beidseitig der Autobahn A73 erbaute Freiflächenanlage ist das bislang grösste Solarprojekt unter den 300 Öko-Kraftwerken, deren Realisierung Naturstrom inzwischen unterstützt oder umgesetzt hat. Der Solarpark soll jährlich 14.2 Millionen Kilowattstunden Solarstrom erzeugen, das entspricht rein rechnerisch dem Jahresverbrauch von fast 4500 durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalten.

Teilweise ohne Förderung errichtet
Die Vermarktung des erzeugten Solarstroms ist in mehrere Teile untergliedert: Naturstrom hat 3.2 MW Solarleistung errichtet, die keine EEG-Vergütung erhalten und deren Bau und Betrieb sich direkt über den Verkauf des produzierten Stroms an die eigenen Kundinnen und Kunden refinanziert. Der Öko-Energieversorger integriert dafür diesen Sonnenstrom ins eigene Beschaffungsportfolio. „Photovoltaik in grossen Parks ist inzwischen zur günstigsten Stromerzeugungsform geworden – nicht nur rund um den Äquator, sondern auch hier in Deutschland. Die Anfangsinvestitionen der Energiewende haben zu enormen Kostensenkungen bei Solar- und auch Windenergie geführt. Die weitere klimaschonende Umgestaltung der Energieversorgung ist damit nicht nur aus Nachhaltigkeitsgründen geboten, sondern auch die ökonomisch vernünftige Variante“, ordnet Banning die Marktentwicklung der letzten Jahre ein.

Mit EEG-Ausschreibung und Einspeisevergütung
Weitere gut 9 MW des Solarparks hat Naturstrom nach einem Zuschlag in den EEG-Ausschreibungen in einem Korridor mit einem Abstand von 110 Metern von der Autobahn errichtet, diese erhalten also eine Marktprämien-Vergütung abhängig vom Börsenpreis. Bereits 2018 hatte der Öko-Energieversorger in einem ersten Bauabschnitt 0.7 MW errichtet, die eine feste Einspeisevergütung über das EEG erhalten.

Mit dem marktbasierten Vertrieb des Solarstroms und der Lieferung an die eigenen Kundinnen und Kunden ist der Solarpark Rottenbach beispielgebend – nicht nur für die Entwicklung bei Naturstrom selbst, wie Vorstandschef Banning erläutert: „Das EEG, das gerade Anfang des Monats Jubiläum gefeiert hat (siehe ee-news.ch vom 6.4.2020 >>), war die Grundlage für die Entwicklung der Energiewende und wird in reformierter Form auch weiter ein entscheidender Treiber für den Erneuerbaren-Ausbau bleiben müssen. Dass sich wie bei unserem Solarpark Rottenbach inzwischen aber die ersten Projekte ganz ohne EEG-Vergütung rechnen, ist für uns wie für die ganze Energiewende ein Meilenstein.“

Text: ee-news.ch, Quelle: Naturstrom AG

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