27. Aug 2019

Die erste nationale Mobilitätskonferenz vom 26. August zeigte vielfältige Ideen auf und lieferte Denkanstösse, wie man diese Herausforderungen auf intelligente Weise meistern kann. Bild: ARE

1. nationale Mobilitätskonferenz: Mit einer intelligenten Verkehrspolitik in die multimobile Zukunft

(ARE) Das Mobilitätsbedürfnis der Schweizer Bevölkerung steigt stetig. Raum und Umwelt werden immer stärker belastet und trotz hoher Investitionen können Engpässe nicht überall beseitigt werden. Die erste nationale Mobilitätskonferenz von heute 26. August 2019 in Bern zeigte Lösungen auf für eine effiziente, umweltverträgliche und bezahlbare Verkehrspolitik. Für Bundesrätin Simonetta Sommaruga besteht eine zentrale Herausforderung darin, Städte und den ländlichen Raum sinnvoll miteinander zu verbinden, wie sie im Grusswort feststellte. (Texte en français >>)


Staus und Engpässe zu Stosszeiten, klimaschädliche Verkehrsmittel: Die Mobilität stellt Politik und Gesellschaft vor grosse Herausforderungen. Die erste nationale Mobilitätskonferenz vom 26. August zeigte vielfältige Ideen auf und lieferte Denkanstösse, wie man diese Herausforderungen auf intelligente Weise meistern kann. 300 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden, Behörden und Politik machten sich in Bern auf Einladung des Bundesamts für Raumentwicklung ARE Gedanken über die Zukunft der Mobilität. Diskutiert wurde das Thema als Ganzes mit dem Ziel, Brücken zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen zu schlagen und Experten aus den unterschiedlichen Fachgebieten zu vernetzen.

Städte und ländliche Räume sinnvoll miteinander zu verbinden.
Simonetta Sommaruga, Vorsteherin des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), erinnerte daran, dass die Schweiz punkto Verkehr in der Vergangenheit in vielen Bereichen erfolgreich Neues gewagt habe. An diese Tradition gelte es anzuknüpfen. Heute bestünden die grössten Verkehrsprobleme beim Pendlerverkehr in den Städten und Agglomerationen. Eine zentrale Herausforderung bestehe deshalb darin, Städte und ländliche Räume sinnvoll miteinander zu verbinden. Hierfür brauche es eine kluge Kombination von privatem und öffentlichem Verkehr. Künftig müssten die Flexibilität des Autos in den entlegeneren Gebieten und die Effizienz des öffentlichen Verkehrs in den Agglomerationen stärker als bisher aufeinander abgestimmt werden.

Multimodaler, automatisierter, geteilter und ökologischer
Einen weiteren Denkimpuls leistete der Soziologe Sven Kesselring. Der Professor für nachhaltige Mobilität sprach über die gesellschaftliche Bedeutung von Mobilität und Wege zu einer nachhaltigen Mobilitätskultur. In einer Keynote äusserte sich anschliessend der Architekt Pierre de Meuron zum Thema «Unser Territorium: Verkehrsinfrastrukturen, Siedlungen und Landschaft». Der bekannte Architekt diskutierte seine Thesen im Austausch mit Maria Lezzi, Direktorin des ARE. In der Paneldiskussion zur Mobilitätszukunft herrschte bei den Politikern aller wichtigen Parteien Übereinstimmung, dass sie multimodaler, automatisierter, geteilter und ökologischer sein wird.

«Open Sessions»
Einen grossen Teil der ersten nationalen Mobilitätstagung nahmen 27 «Open Sessions» ein: Diese Diskussionsplattformen gingen auf unterschiedlichste Fragestellungen ein, von Parkplatzpolitik, besserer Nutzung der Wasserwege für den Personentransport und E-Carsharing über Elektromobilität und urbane Logistik bis zu Mobilität im Alter. Alle «Open Sessions» untersuchten, wie eine nachhaltige und bezahlbare Mobilität der Zukunft aussehen soll. Oder, wie es Bundesrätin Simonetta Sommaruga ausdrückte: «Die jungen Leute von heute wollen ein klima- und umweltschonendes Verkehrssystem. Eines, das Menschen und Güter effizient, sicher und bezahlbar von einem Ort zum nächsten bringt. Wir müssen nun Impulse für ein solches System setzen.»

Text: ARE Bundesamt für Raumentwicklung

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