19. Aug 2019

Die im Windpark produzierten Überschüsse gelangen per Direktleitung zum Elektrolyseur und werden dort für die Produktion von Wasserstoff eingesetzt. ©Bild: Wind2Gas Energy

Neuer Elektrolyseur in Brunsbüttel: Produziert Wasserstoff aus Windstrom, wenn Windenergie-Anlagen abgeschaltet werdenmüssen

(ee-news.ch) Einen neuen Elektrolyseur zur Produktion von Wasserstoff aus Windstrom hat Greenpeace Energy unter Vertrag genommen. Die von der Firma Wind2Gas Energy betriebene Anlage im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel mit einer Leistung von 2.4 Megawatt wurde Anfang August eingeweiht.


Greenpeace Energy nimmt fortan den grössten Teil der ins Erdgasnetz eingespeisten Wasserstoffmenge ab, laut Liefervertrag sind dies bis zu 1800 Megawattstunden (MWh) pro Jahr. Die Energiegenossenschaft versorgt deutschlandweit rund 24‘500 Haushalte mit dem Gasprodukt proWindgas. Hierfür produzieren deutschlandweit nunmehr vier Elektrolyseure erneuerbaren Wasserstoff aus Windstrom.

Netzentlastung
Die Wasserstoffproduktion in Brunsbüttel wird mit Strom eines nahen Windparks mit 15 Megawatt Leistung angetrieben. Der neue Elektrolyseur hilft zudem die Netze zu entlasten. Die Anlage springt immer dann an, wenn wegen einer hohen Auslastung des Netzes Windenergieanlagen abgeschaltet werden sollen. Deren Strom kann Greenpeace Energy nun sinnvoll nutzen: Die im Windpark produzierten Überschüsse gelangen per Direktleitung zum Elektrolyseur und werden dort für die Produktion von Wasserstoff eingesetzt. Brunsbüttel gilt als windstarker Standort, an dem viel fluktuierender Ökostrom erzeugt wird und der Wasserstoff in die nahe Erdgaspipeline eingespeist werden kann.

Text: ee-news.ch, Quelle: Greenpeace Energy eG

1 Kommentare
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Max Blatter @ 23. Aug 2019 18:05

"... Wasserstoff aus Windstrom, wenn Windenergie-Anlagen abgeschaltet werden müssen"? Das dürfte schwierig sein! Korrekt wäre wohl: "... wenn laufende Windenergie-Anlagen nicht ins Netz einspeisen dürfen". (Die Formulierung ist insofern wichtig, als Windenergie-Anlagen in gewissen Situationen sehr wohl abgeschaltet werden müssen, z.B. bei starken Stürmen. Dann können sie aber auch keinen Wasserstoff produzieren!) Wie auch immer: Richtig verstanden und formuliert, ist das Ganze natürlich absolut sinnvoll.

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