17. Jun 2019

Südafrika ist für den Grossteil seiner Energieproduktion auf Kohle angewiesen. Die Hoffnung der Regierung ist es, durch die neue Steuer besonders grosse CO2-Emittenten von der Nutzung erneuerbarer Energien zu überzeugen.

Exportinitiative: CO2-Steuer soll südafrikanischen Solarmarkt stärken

(©EEE) Südafrika hat mit Wirkung zum 01. Juni 2019 eine CO2-Steuer eingeführt. Laut einer Bekanntmachung der Regierung wird mit der Einführung der Steuer angestrebt, den Ausstoss von Treibhausgasen zu verringern und somit nationale und internationale Klimavorgaben einzuhalten und umzusetzen.


Im Rahmen des Steuergesetzes werden CO2-Emittenten, die einen branchenspezifischen Schwellenwert überschreiten, dazu verpflichtet, künftig eine Steuerabgabe von 120 Rand (8.34 USD) je einer Tonne Kohlendioxid zu leisten. Dies gilt auch für Strom- und Wärmeanbieter, die mehr als 10 MW Strom verbrauchen, der aus nicht erneuerbaren Energien stammt. Gleichzeitig sollen Emittenten, insbesondere Unternehmen, durch Anreize gefördert werden, erneuerbare-Energien-Anlagen zu installieren.

Einführung in 2 Phasen
Die Einführung der Steuer soll phasenweise durchgeführt werden. Die erste Phase ist bis Ende 2022 angedacht. Bis zu diesem Zeitpunkt wird es noch einige Steuererleichterungen für grosse Anbieter geben, damit sich diese auf die Neuerungen bis zu Beginn der 2. Phase (2023-2030) einstellen können. Auch Emittenten, die nachweislich ihre Emissionen senken oder prozessbedingte und zeitlich begrenzte Emissionen haben, erhalten Steuererleichterungen. Wer Kompensationsmassnahmen für die CO2-Emissionen betreibt, kann ebenfalls auf eine Reduktion der Steuerlast hoffen.

Südafrika ist für den Grossteil seiner Energieproduktion auf Kohle angewiesen. Die Hoffnung der Regierung ist es, durch die neue Steuer besonders grosse CO2-Emittenten von der Nutzung erneuerbarer Energien zu überzeugen und somit die Installation und Nutzung von Photovoltaik (PV)-Anlagen zu fördern. In der letzten Zeit wurde die Verwendung von Solarenergie in Südafrika immer stärker durch die finanziellen Schwierigkeiten des nationalen Energieversorgers Eskom beeinträchtigt.

©Text: Deutsche Exportinitiative Erneuerbare Energien (EEE)

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