In einer Entfernung von 500 Metern liegt die Geräuschemission einer Windenergieanlage in der Regel unter 35 Dezibel. Quelle: Ademe

Greenpeace Frankreich: Hebt die Vorteile der Windenergie hervor

(Suisse Eole) Greenpeace Frankreich hat vor kurzem die Vorteile der Windenergie in einer Pressemitteilung hervorgehoben: „Mit fragwürdigen Argumenten verbreiten die Gegner von Windenergieanlagen falsche Vorstellungen über die Umwelteinflüsse von erneuerbaren Energien. Wir halten in fünf Punkten zu den Folgen der Windenergie für Vögel, Geräuschemissionen und anderen Vorstellungen dagegen. (Texte en français >>)


Die Windenergie wird oft als Bedrohung für Vögel und Fledermäuse dargestellt.
Tatsächlich können manche Windparks, vor allem ältere, einen Einfluss auf die Biodiversität haben (Habitatveränderungen, Störung der vorhandenen Arten, Mortalität durch Kollisionen), aber mittlerweile sind die geltenden Regelungen sehr streng: Heute ist die Durchführung einer Verträglichkeitsprüfung vor jeder Installation einer Windenergieanlage Pflicht. Zudem müssen Massnahmen ergriffen werden, um eventuell eintretende Einflüsse zu verhindern, zu reduzieren oder zu kompensieren. Das Ziel lautet: Kein Nettoverlust an Biodiversität oder ein positiver Beitrag zur Biodiversität. Ist der Windpark einmal in Betrieb, muss ein Umweltmonitoring durchgeführt werden, um sicherzugehen, dass die geplanten Massnahmen auch wirksam sind.

So belegt eine Studie von 2017 über den Einfluss der Windenergie, die vom französischen Vogelschutzbund der Ligue de protection des oiseaux (LPO) veröffentlicht wurde, dass die Mortalität von Vögeln, die auf Windenergieanlagen zurückzuführen ist, relativ gering ist (…).

Die LPO unterstreicht auch, dass der Einfluss von Windenergieanlagen auf Fledermäuse und Vögel durch eine sinnvolle Standortwahl und die Umsetzung von „Drosselungsplänen“ stark reduziert werden kann. (…) Die Biodiversität wird mittlerweile bei der Entwicklung und beim Betrieb von Windparks deutlich stärker berücksichtigt. Die LPO wird diesen Punkt weiterhin aufmerksam verfolgen, sie arbeitet auf diesem Gebiet mit dem französischen Umweltministerium, der französischen Agentur für Umwelt und Energie (ADEME) und den Vertretern des Bereichs Windenergie im Rahmen des Programms Windenergie und Biodiversität zusammen.

Eine Windenergieanlage ist
leiser als eine leise Unterhaltung
Windenergieanlagen verursachen weniger Geräuschemissionen als eine Unterhaltung mit leiser Stimme. In einer Entfernung von 500 Metern (…) liegt die Geräuschemission einer Windenergieanlage in der Regel unter 35 Dezibel.

Nein, Frankreich wird nicht mit Windenergieanlagen zugepflastert werden
Für einen Energiemix aus allen erneuerbaren Energiequellen (Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Geothermie, Biogas, Gezeiten- und Windenergie …) müsste nur in einer von zwei der insgesamt 36‘000 französischen Gemeinden eine Windenergieanlage installiert werden. Denn zwischen 10‘000 und 15‘000 Windenergieanlagen würden bereits ausreichen, um den Bedarf zu decken. Es gibt daher also keinen Grund, die Installation von Windenergieanlagen als abwegig zu betrachten. Es geht keinesfalls darum, ganz Frankreich mit Windenergieanlagen zu überziehen. Dazu kommt, dass in Frankreich derzeit bereits 9000 Windenergieanlagen installiert sind, in Deutschland bereits 26‘000. Die Befürchtung, dass Windenergieanlagen überhandnehmen werden, ist also unbegründet.

Sind Windenergieanlagen wirklich hässlich?
Ob man eine Windenergieanlage hässlich oder schön findet, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Und über Geschmack wollen wir nicht streiten!

Die französische Landschaft ist bereits durch zahlreiche Infrastruktur- und Industrieanlagen geprägt, die nichts mit grüner Energie zu tun haben und bei denen wir dazu neigen, sie gar nicht mehr wahrzunehmen: Eisenbahnlinien, Autobahnen, Fabriken, Atomkraftwerke usw. Es könnte sein, dass Windenergieanlagen unseren Blick eher anziehen, weil es sich um neuere Bauwerke handelt, an die wir uns noch nicht so sehr gewöhnt haben.

Nein, wir bauen Windenergieanlagen nicht einfach planlos
Im Allgemeinen unterliegt die Installation von neuen Windenergieanlagen in Frankreich strengen Regeln der Öffentlichen Hand. Zunächst werden Verträglichkeitsstudien durchgeführt, um die Folgen des Baus von Windenergieanlagen auf die Tierwelt, die Landschaft, das kulturelle Erbe usw. abzuschätzen. Zudem werden vor dem Baubeginn eines jeden Projekts die gewählten Vertreter vor Ort und die Anwohnenden informiert und konsultiert. Darüber hinaus müssen für den Bau eines Windparks, der mindestens eine Windenergieanlage mit einer Höhe von 50 Metern oder höher umfasst, eine ganze Reihe von behördlichen Genehmigungen eingeholt werden, die vom Präfekten ausgestellt werden, darunter die autorisation environnementale unique“ (in etwa „zentrale Umweltgenehmigung), die die Konformität mit den verschiedenen Gesetzesvorschriften, wie dem Forstgesetzbuch oder dem Gesetzbuch über das kulturelle Erbe usw., zentral bestätigt.

Man kann die Installation von Windenergieanlagen in Frankreich aus verschiedenen Gründen mögen oder nicht, aber es ist falsch zu behaupten, dass der Ausbau von Windenergieanlagen anarchisch vonstattengeht oder sehr schlecht geregelt ist."

Quelle: Suisse Eole, Text: Greenpeace France

 

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