Ein knapp 60 Meter langes Rotorblatt wird zum Standort Imsweiler (Rheinland-Pfalz) transportiert. ABO Wind hat dort im Januar drei Nordex N117 ans Netz gebracht und damit in Deutschland die 1000-Megawatt-Schwelle überschritten. ©Bild: ABO Wind

ABO Wind: Hat deutschlandweit 1000 Megawatt ans Netz gebracht – weitere Projekte in Entwicklung

(ee-news.ch) Mit den ersten beiden Inbetriebnahmen des Jahres 2019 hat ABO Wind in Deutschland die Marke von 1000 Megawatt erreicht. Die beiden jüngsten Windparks liegen in Rheinland-Pfalz. Seit 1996 hat der Projektentwickler 445 Windkraftanlagen mit 1002.9 Megawatt im Heimatmarkt ans Netz gebracht. Für die nächsten Jahre plant das Unternehmen in Deutschland zahlreiche weitere Inbetriebnahmen.


Zurzeit arbeitet ABO Wind in Deutschland an Windkraftprojekten mit mehr als 1000 Megawatt Leistung, die sich in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung befinden. Hinzu kommen Solarparks. Seit 2017 habe ABO Wind zunächst einige kleine Photovoltaikanlagen mit bis zu 750 Kilowatt errichtet. Aktuell weitet das Unternehmen die Aktivitäten aus und sucht auch in Deutschland nach geeigneten Flächen für grössere Anlagen etwa am Rand von Autobahnen und Bahntrassen oder auf landwirtschaftlich minderwertigen Flächen, so Thomas Treiling, Mitglied der Geschäftsleitung von ABO Wind.


Mit dem fortschreitenden Ausstieg aus der Atomenergie und der Kohleverstromung wächst bundesweit der Bedarf nach zukunftsfähigen Kraftwerken, die erneuerbare Energien nutzen. Bis 2030 will die deutsche Bundesregierung 65 Prozent des Strombedarfs aus Erneuerbaren decken. Aktuell liegt die Quote bei rund 36 Prozent. Bund und Länder müssten die Voraussetzungen schaffen, damit wieder mehr Windparks genehmigt werden, so Treiling.

In den vergangenen beiden Jahren sind viele Projekte in Genehmigungsverfahren gescheitert – oftmals an Naturschutz-Restriktionen. Notwendig sei es, die Erfordernisse des Arten- und des Klimaschutzes auszutarieren. Andernfalls drohe eine Blockade der Energiewende, die beiden Anliegen zuwider laufe. Grosse Bedeutung komme auch der Arbeitsgruppe von CDU und SPD zu, die derzeit auf Bundesebene Vorschläge entwickelt, um die Akzeptanz der Windenergie in Deutschland zu stärken. Förderlich wäre, wenn Anrainergemeinden künftig noch stärker finanziell von der Windkraftnutzung profitierten, erläutert Treiling und unterstützt damit einen der diskutierten Vorschläge. Dringend rät er dagegen davon ab, den Mangel an für Windkraft verfügbaren Flächen zu verschärfen oder mit Höhenbegrenzungen Strom aus Windkraft zu verteuern.

Text: ee-news.ch, Quelle: ABO Wind AG

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