20. Dez 2018

Wang Zhongying, Director CNREC, bei der Vorstellung erster Ergebnisse des CREO, der einen Ausbaustopp für Kohlekraft, einen raschen Ausbau Erneuerbarer und eine konsequente CO2-Bepreisung empfiehlt. ©Bild: dena

China Renewable Energy Outlook 2018: Zeigt, wie das Land die Klimaschutzziele von Paris erreichen kann

(dena) Um seinen Beitrag zur Begrenzung der globalen Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu leisten, braucht China einen sofortigen Ausbaustopp für neue Kohlekraftwerke und ein effizientes Preissystem für CO2. Das sind zentrale Ergebnisse des China Renewable Energy Outlook 2018 (CREO), der an der UN-Klimakonferenz (COP24) im polnischen Kattowitz vorgestellt wurde.


Der CREO wird vom Thinktank China National Renewable Energy Center (CNREC) und dem staatlichen Forschungsinstitut Energy Reform Institut (ERI) herausgegeben. An der Erstellung des Berichts waren die Deutsche Energie-Agentur (dena), die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und weitere Institute, Thinktanks und Universitäten aus China, Deutschland, Dänemark und den USA beteiligt.

Schnellerer Ausbau von Erneuerbaren erforderlich
Die Autoren des CREO empfehlen ausserdem einen Plan für den Strukturwandel in den Provinzen, die stark von der Kohleförderung abhängen sowie Förderstrategien für Elektrifizierungsmassnahmen in der Industrie und der Gebäudebeheizung. Schliesslich müssten die erneuerbaren Energien in China schneller ausgebaut werden als bisher. Die Grössenordnung des jährlichen Zubaus sollte bei 80-160 GW für Photovoltaik und 70-140 GW für Windenergie liegen.

„China steht beim Umbau seines Energiesystems vor ähnlichen Herausforderungen wie Deutschland. Dazu gehört auch der Ausstieg aus der Kohleverstromung und der damit verbundene Strukturwandel“, kommentiert Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, die Ergebnisse des CREO 2018. „Doch die CREO-Szenarien machen Mut, dass eine erneuerbare, kohlenstoffarme Zukunft erreichbar und auch wirtschaftlich realistisch ist. Deutschland sollte gemeinsam mit China nach Lösungen suchen, denn der Klimawandel ist eine globale Herausforderung für die Menschheit.“

Strukturwandel bringt Arbeitsplätze und gesamtwirtschaftlichen Nutzen
Die Szenarien des CREO zeigen auch, dass die Entwicklung der Erneuerbare-Energien-Branche eine positive Auswirkung auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in China haben wird. Von 2025 bis 2035 wird aufgrund des starken Zubaus und der weltweiten positiven Entwicklung die Beschäftigung in den Sektoren stark steigen, die direkt oder indirekt mit erneuerbaren Energien zusammenhängen. Dieser positive Effekt ist nach den Prognosen grösser als der Effekt des Beschäftigungsrückgangs, der mit dem Ausstieg aus den fossilen Energieträgern, vor allem der Kohle, einhergeht.

Der China Renewable Energy Outlook
Der CREO 2018 ist der dritte Bericht einer Reihe, die vom CNREC veröffentlicht wird. Er analysiert die aktuelle chinesische Energiepolitik und gibt Empfehlungen für ihre Weiterentwicklung. Ziel ist es, die Energiewende voranzubringen und China dabei zu unterstützen, seine Klimaschutzziele zu erreichen.

Die CREO-Ergebnisse basieren auf umfangreichen Modellierungen von zwei Hauptszenarien: Das Szenario ‚Stated Policies‘ setzt eine vollständige und konsequente Umsetzung der aktuell bereits beschlossenen politischen Massnahmen für die verschiedenen Energiesektoren voraus. In der Vorausschau bis 2050 würde damit eine Emissionsreduktion um 61 Prozent erreicht. Das Szenario ‚Below 2° C‘ analysiert, welche weiteren Schritte notwendig sind, damit China den Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens entspricht. Hierfür wäre eine Reduktion der chinesischen Emissionen um über 75 Prozent erforderlich. Durch den Vergleich der beiden Szenarien können Lücken zwischen den beschlossenen politischen Massnahmen und dem tatsächlichen Handlungsbedarf bis 2050 identifiziert werden. Basierend darauf werden Vorschläge gemacht, wie diese durch kurzfristiges politisches Handeln gefüllt werden können.

Zusammenfassung des China Renewable Energy Outlook >>

Text: Deutsche Energie-Agentur (dena)

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