Entwicklung Pelletproduktion in Deutschland seit 2015. Bild: DEPV

Entwicklung Heizungsverkäufe seit 2012 in Deutschland.

Pelletmarkt in Deutschland: Heizungsabsatz stieg um 78.5% - Produktion stieg erstmals über 3 Mio. Tonnen Pellets

(DEPF) 2020 wurden in Deutschland erstmals über 3 Mio. Tonnen Pellets produziert, die höchste Produktion in der EU. Mit 61‘850 neuen Anlagen konnte der Absatz gegenüber dem Vorjahr um 78.5 Prozent gesteigert werden. Damit waren in Deutschland Ende 2020 546‘000 Pelletfeuerungen in Betrieb. (Texte en français >>)


Der Produktionsrekord von erstmals über 3 Mio. t belegt sowohl die internationale Spitzenstellung Deutschlands bei der Erzeugung von Holzpresslingen als auch die wachsende Rolle, die Holzpellets hierzulande bei der Versorgung mit klimafreundlicher Wärme auch in zunehmendem Masse leisten können. Auf Basis bei der Holzverarbeitung anfallender heimischer Resthölzer wurden in Deutschland im Jahr 2020 3.10 Mio. t Holzpellets produziert. Im Vergleich zum Vorjahr (2.82 Mio. t) ist das eine Steigerung um fast 10 Prozent.

Exportüberschuss von rund 473‘000 t
Der Verbrauch belief sich 2020 bundesweit auf rd. 2,33 Mio. t. Knapp ein Viertel der deutschen Pelletproduktion (24,2 Prozent) wird in Säcke abgefüllt und für Pelletkaminöfen hierzulande oder im europäischen Ausland genutzt. Der Exportüberschuss lag nach vorläufigen Zahlen bei rd. 473‘000 t.

97.4% ENplus A1 zertifiziert
Auch im Jahr 2020 wurden mit 97.4 Prozent fast alle Presslinge in der Premiumklasse ENplus A1 hergestellt. Hauptrohstoff sind immer schon Holzspäne aus den Sägewerken (84.9 Prozent), ergänzt um nicht sägefähiges Rundholz, dessen Anteilschadholzbedingt – im letzten Jahr höher als sonst war. Als Land mit der europaweit höchsten Sägewerksdichte und dem damit verbundenen Anfall von Sägeresthölzern gehört Deutschland auch bei der Pelletproduktion international zu den führenden Nationen. Für das laufende Jahr rechnet der DEPV mit einem moderaten Anstieg der Pelletproduktion auf 3.3 Mio. t.

Heizungsverkauf stieg markant
Mit rd. 61.850 im Inland verkauften Pelletfeuerungen ist der Absatz deutlich erhöht und das Vorjahresergebnis (34‘650) um 78.5 Prozent übertroffen worden. Das war am deutschen Heizungsmarkt für alle Kesseltypen/Energieträger die höchste Zuwachsrate. Zugebaut wurden im Einzelnen 20‘500 Pelletkaminöfen, 40‘500 Pelletkessel und wasserführende Pelletkaminöfen mit einer Leistung bis 50 kW sowie 850 Kessel/Pellet-KWK-Anlagen grösser 50 kW.

Plus 10% für 2021
Für das Jahr 2021 rechnet der DEPV mit einer weiteren Steigerung des Absatzes und der Zunahme des Zubaus an Pelletfeuerungen um gut 10 Prozent auf rd. 70‘000 Anlagen (gegenüber rd. 62‘000 Feuerungen 2020), davon etwa ein Drittel Pelletkaminöfen. Die Versorgung mit Pellets sei aufgrund des nachhaltigen Rohstoffangebots gesichert. Weitere neue Pelletwerke sind bereits in der Planung.

Stabiler Pelletpreis
Der Preis für Pellets war auch im Jahr 2020 wie gewohnt stabil und günstig – im Vergleich zum Vorjahr sogar niedriger. Im Jahresdurchschnitt zahlten Heizungsbetreiber für eine Tonne Pellets 237.28 Euro, was 4.75 ct/kWh entspricht. Das waren 5.55 Prozent weniger als im Jahr 2019. Heizöl war in Deutschland 2020 im Schnitt mit 4.98 ct/kWh 4.8 Prozent teurer als die Holzpresslinge, Gas mit durchschnittlich 6.23 ct/kWh 31.2 Prozent teurer.

Informationen über den Schweizer Pelletmarkt und die Preisentwicklung >>

Text: Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV)

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