Der Bundesrat verweist auf verschiedene etablierte Instrumente zugunsten der Schweizer Holzwirtschaft wie den Aktionsplan Holz, die Wald- und Holzforschungsförderung Schweiz sowie die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung. Bild: T. Rütti

Bundesrat: Lehnt Staatshilfen für einheimische Holzwirtschaft ab

(SDA) Eine breit abgestützte Motion aus dem Nationalrat fordert den Bundesrat auf, einheimische Holzverarbeitungsfabriken finanziell zu unterstützen. Die Landesregierung winkt jedoch ab: Es sei nicht ihre Aufgabe, bestimmte Industriezweige zu fördern.


Er lehne es ab, mittels staatlicher Beteiligungen oder Beihilfen Wettbewerbsverzerrungen zu schaffen, schreibt der Bundesrat in seiner am Donnerstag publizierten Antwort auf eine Motion von Nationalrat Benjamin Roduit (Mitte/VS). Der Vorstoss wird von Vertreterinnen und Vertretern aller anderen Fraktionen unterstützt.

Verschiedene etablierte Instrumente
Der Bundesrat verweist auf verschiedene etablierte Instrumente zugunsten der Schweizer Holzwirtschaft wie den Aktionsplan Holz (APH), die Wald- und Holzforschungsförderung Schweiz (WHFF-CH) sowie die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung (Innosuisse). Mit der Weiterentwicklung dieser Fördermassnahmen könnten auch die durch den Motionär geltend gemachten Lücken bei den Schweizer Holzverarbeitungsbetrieben gestopft werden. Es brauche keine neuen Fördermittel.

Günstige Rahmenbedinungen fehlen
Motionär Roduit dürfte diese Antwort nicht zufriedenstellen. Seiner Ansicht nach kommt die Schweizer Holzwirtschaft den aktuellen Bedürfnissen der Baubranche zu wenig nach. Es fehle an günstigen Rahmenbedingungen, "um einen der wenigen in der Schweiz vorhandenen Rohstoffe vollständig zu nutzen". Heute müsse viel einheimisches Holz, wenn es verarbeitet werden soll, exportiert und später wieder importiert werden.

©Text: Keystone-SDA

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