Zwischenlagerung der Substrate in vier Vorgruben gefolgt von Vergärung in zwei Fermentern mit 23.03 m Durchmesser, 6.30 m Höhe und einem Fassungsvermögen von je 2625 m3. Die Gärrestlagerung erfolgt in einem 3432 m3 grossen Edelstahltank. Bild: Weltec

Unter dem Motto „Goodbye Diesel – Hello Biofuel“ werden die zehn neuen CNG-Lkw die Lebensmittel sowie die Reststoffe mit Biomethan transportieren. Bild: Weltec

Weltec Biopower: Biomethan als Lkw-Treibstoff dank Vergärung von Lebensmittelresten in Irland

(PM) Die Biogasanlage des nordirischen Lebensmittel-Logistikers McCullla Transport wird nach einer Anlagenerweiterung durch Weltec Biopower und Partnerunternehmen ab Juli 2021 Biomethan produzieren. An dem Standort in Lisburn, 10 Kilometer südlich von Belfast, werden dann stündlich 450 Normkubikmeter Biogas zu Biomethan aufbereitet. Mit dieser Menge kann das Logistikunternehmern zehn neue CNG-Trucks betreiben, die direkt an der neuen, betriebseigenen Biomethan Zapfstelle betankt werden. Die Substrate für die Gewinnung des grünen Treibstoffes stammen aus den 41 Lidl Supermärkten in Nordirland.


Bereits Januar 2017 konnte Ashley McCulla, Vorstand des gleichnamigen Transportunternehmens, die erste Ausbaustufe seiner Biogasanlage von Weltec Biopower in Betrieb nehmen. Die damalige Intention lag in der Verwertung der Reststoffe seines eigenen landwirtschaftlichen Betriebes und in den Synergieeffekten durch die Energienutzung. „Durch die Vergärung von Gülle, Grassilage und Kartoffelresten konnten wir selbst mit einem 500-Kilowatt-Blockheizkraftwerk grüne Energie produzieren und auf unserem Firmengelände nutzen“, fasst McCulla zusammen. Der Ausbau zu einer Biogasanlage mit Gasaufbereitung und eigener Tankstelle war somit die logische Konsequenz aus der guten Erfahrung und dem Netzwerk in der Lebensmittelindustrie.

17‘500 Tonnen Lebensmittelreste
Denn als einer der grössten Lebensmitteltransporteure Nordirlands mit 235 Mitarbeitern und einem knapp 8500 Quadratmeter grossen Kühllager versorgt McCulla seit Jahren auch die Supermärkte von Lidl Northern Ireland mit Nachschub. Durch die Umstellung der Biogasanlage werden ab sofort jährlich 17‘500 Tonnen Lebensmittelreste der Lidl-Filialen statt der landwirtschaftlichen Reststoffe zu energetischen Zwecken vergoren.

Goodbye Diesel – Hello Biofuel
Unter dem Motto „Goodbye Diesel – Hello Biofuel“ werden die zehn neuen CNG-Lkw die Lebensmittel sowie die Reststoffe mit Biomethan transportieren. „Jeder Truck, der mit dem grünen Kraftstoff unterwegs ist, stösst 93 Prozent weniger CO2 aus als ein Diesel-Lkw“, erklärt Vorstand Ashley McCulla. Aufgrund der hervorragenden Ökobilanz, den verminderten Emissionen und der geringeren Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen sorgt der Deal zwischen Lidl und McCulla für positive Resonanz bei allen Beteiligten.

3432 Kubikmeter grosser Edelstahltank
Um dies langfristig zu gewähren, setzte Weltec Biopower in Lisburn auf seine etablierten Komponenten und Technologien. Zur Zwischenlagerung der Substrate stehen vier Vorgruben zur Verfügung. Die anschliessende Vergärung erfolgt in zwei Fermentern aus Edelstahl mit 23.03 Meter Durchmesser, 6.30 Meter Höhe und einem Fassungsvermögen von je 2625 Kubikmeter. Die Gärrestlagerung erfolgt in einem 3432 Kubikmeter grossen Edelstahltank. Um das Energiepotenzial der Lebensmittelreste perfekt auszuschöpfen, hat Weltec den 80 Kubikmeter grossen Dosierer in Kombination mit dem MULTIMix ausgestattet. Darin werden die Lebensmittelreste zerkleinert und homogenisiert. Zusätzlich werden die Lidl-Abfälle in der Biomethananlage automatisch entpackt und hygienisiert.

Selbstentwickelte LoMOS Steuerung aus SPS-Basis
Im Zuge der Umstellung installierte Weltec Biopower zudem ein Update der selbstentwickelten LoMOS Steuerung aus SPS-Basis. Um alle Prozesse inklusive der Gasaufbereitung und -nutzung besser überwachen zu können, wurde das zentrale Steuerungssystem CeMOS zusätzlich eingerichtet. „Darüber hinaus legten wir die Gasleitungen, installierten eine zweite Notfackel und sorgten für die glatte Anbindung sämtlicher Komponenten“, erläutert Weltec-Vertriebsmanager Dr. Kevin Monson weitere Inhalte des Pflichtenheftes. „Last not least sorgen wir mit unserer biologischen Betreuung für eine reibungslose Substratumstellung und ermöglichen eine Leistungsverdoppelung ohne weitere Investitionen in neue Behälter“, fügt Dr. Monson hinzu.

Die Biogasaufbereitung stammt von Pentair Haffmans. Das bewährte Modul separiert mittels Membrantechnologie Kohlenstoffdioxid und weitere Bestandteile des Biogases vom Methan. Dadurch entsteht Biomethan, das in seinen Eigenschaften Erdgas ähnelt, aber deutlich klimaschonender ist. Trotz Aufbereitung von stündlich 450 Normkubikmeter Biogas läuft das 500-Kilowatt-BHKW weiter, weil McCulla den Strom und die Wärme für sein Headquarter und das Kühllager nutzen kann.

Mit dem stimmigen Technologiepaket und ihrer umfangreichen Biomethan-Expertise trägt der deutsche Biogasspezialist Weltec somit massgeblich dazu bei, dass McCulla mit seiner grünen Flotte die gesamte Region beliefern kann. Vorstand Ashley McCulla hat bereits angekündigt, das nachhaltige Transportmodell in den nächsten fünf Jahren auf seine gesamte Lkw-Flotte anzuwenden.

Text: Weltec Biopower

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