Der Wasserkraftkomplex der Salanfe SA besteht aus dem Stausee Salanfe, der Kraftwerkszentrale Miéville und den Pumpstationen Clusanfe und Giétroz. ©Bild: Alpiq

Alpiq: Schliesst Abkommen zur Erneuerung der Wasserkraftkonzessionen von Salanfe im Unterwallis

(PM) Die Gemeinden Salvan, Champéry, Vernayaz, Val-d'Illiez, Evionnaz, Troistorrents und Monthey haben am 29. Dezember 2020 mit Alpiq und der Salanfe eine Vereinbarung zur Erneuerung der Wasserkraftkonzessionen der Salanfe für weitere 80 Jahre unterzeichnet. Auf dieser Grundlage definieren die Parteien nun die Modalitäten der Inkraftsetzung per 1. Januar 2033.


1947 haben die sieben Unterwalliser Gemeinden Salvan, Champéry, Vernayaz, Val-d'Illiez, Evionnaz, Troistorrents und Monthey ihre Rechte für die Nutzung des Wassers an die Salanfe SA übertragen. Diese Konzessionen enden am 31. Dezember 2032. Entsprechend dem Bundesgesetz über die Nutzung der Wasserkraft hat die Salanfe SA die konzedierenden Gemeinden 15 Jahre vor Ablauf über ihre Absicht informiert, die Erneuerung der Konzessionen per 1. Januar 2033 und für weitere 80 Jahre zu beantragen. Mehr als drei Jahre nach Aufnahme der Gespräche haben sich die konzedierenden Gemeinden nun für eine Erneuerung der Konzessionen der Salanfe SA ausgesprochen. Die Präsidenten der sieben Gemeinden sowie Vertreter von Alpiq und der Salanfe SA haben daher am 29. Dezember 2020 eine Vereinbarung unterzeichnet, die diesen Wunsch festhält und die Eckpunkte der neuen Konzessionen definiert.

Im Einklang mit der Walliser Wasserkraftstrategie
Gemäss der Wasserkraftstrategie des Kantons Wallis (siehe auch ee-news.ch vom 29.12.20 >>) fallen zum Zeitpunkt der Neukonzessionierung 60 Prozent der Wasserkraftanlagen der Salanfe SA an die Konzessionsgemeinden heim. Entsprechend reduziert Alpiq die Beteiligung an der Gesellschaft per 1. Januar 2033 von heute 100 Prozent auf neu 40 Prozent. Die konzedierenden Gemeinden wiederum werden die Hälfte ihres Anteils, also 30 Prozent, an den Kanton Wallis bzw. FMV abtreten. Die Gemeinden werden individuell entscheiden, ob sie ihre Anteile an einen oder mehrere regionale Energieversorger zu noch zu definierenden Bedingungen verkaufen.

Als Gegenleistung für die Erneuerung der Konzessionen zahlt Alpiq den Konzessionsgemeinden eine Entschädigung von 40 Mio. Franken; die erste Tranche, 12 Mio. Franken, war fällig per 31. Dezember 2020.

Details für Umsetzung werden ausgearbeitet
Auf Grundlage der abgeschlossenen Vereinbarung werden nun die Parteien in Zusammenarbeit mit dem Kanton Wallis, FMV und den entsprechenden regionalen Stromversorgern die Details für die Umsetzung der neuen Konzessionen ausarbeiten. Am Ende dieses Prozesses, spätestens im Jahr 2031, werden die gesetzgebenden Organe der konzedierenden Gemeinden endgültig darüber entscheiden, ob sie mit der Erneuerung der Konzessionen der Salanfe SA tatsächlich einverstanden sind.

Salanfe in Kürze
Die Salanfe SA wurde 1947 gegründet und befindet sich zu 100 Prozent im Besitz von Alpiq. Der Wasserkraftkomplex der Salanfe SA besteht aus dem Stausee Salanfe, der Kraftwerkszentrale Miéville und den Pumpstationen Clusanfe und Giétroz. Mit einer Leistung von 70 MW produziert die Anlage rund 110 Mio. kWh erneuerbaren Strom pro Jahr.

Weitere Informationen zum Speicherkraftwerk Salanfe >>

Text: Alpiq AG

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