Wie beim Strom ist die Inlandproduktion von Biogas bezüglich Transparenz am sinnvollsten und generiert Wertschöpfung in der Schweiz.

Ökostrom Schweiz: Beim Gas wie beim Strom - Erneuerbare fördern

(PM) Am 14. Februar ist die Vernehmlassungsfrist des Gasversorgungsgesetzes abgelaufen. Bundesrat und Verwaltung haben nun die Aufgabe, unter anderem die Liberalisierung des Gasmarktes sinnvoll zu gestalten. Nehmen sie die Gelegenheit wahr, erneuerbare Brenn- und Treibstoffe mit Schweizer Herkunft zu fördern?


Erneuerbarer Strom aus Schweizer Anlagen wird vom Bund in Form einer fixen Vergütung pro eingespiesene Kilowattstunde gefördert. Nicht so ist das beim Gas. Obwohl dieses ebenfalls in ein Netz eingespiesen werden könnte, um anschliessend zum Kochen und Heizen genutzt zu werden. Zudem kann Biogas direkt für eine Tankstelle als Treibstoff aufbereitet werden. Damit sind erneuerbare Gase wie Biomethan, eine wertvolle Energiequelle.

Gas gewinnt an Bedeutung
Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Gas und Strom ist, dass beides aus umweltbelastenden oder aus erneuerbaren Gewinnungsverfahren stammen kann. Und dass es aus Gründen des Klimaschutzes, sowie im Sinne der Energiestrategie 2050 erstrebenswert ist, Biomethan und andere erneuerbare Gase zu verwenden, anstelle von Erdgas. Schweizer Biomethanproduzenten werden aber für ihre Klimaschutzleistung bisher kaum entschädigt. „Das muss sich ändern“, fordert Stefan Mutzner von Ökostrom Schweiz. „Der Fokus auf Strom bei der Förderung von erneuerbaren Energiequellen ist zu eindimensional. Biomethan wird als Energiequelle im Sinne der Sektorkopplung immer wichtiger, man denke nur an die Gas-Mobilität, die weltweit Zuwachs erfährt.“

Potenzial ist überaus gross
Wie beim Strom ist die Inlandproduktion von Biogas bezüglich Transparenz am sinnvollsten und generiert Wertschöpfung in der Schweiz. Und wie bei der Stromproduktion ist es aus Sicht der Versorgungssicherheit mit Energie wichtig, , die Inlandproduktion im Brenn- und Treibstoffbereich zu erhöhen. Das ungenutzte Biomasse-Potenzial ist gewaltig. Das zeigt sich, wenn man bedenkt, dass nur 4 % der Hofdünger in der Schweiz energetisch genutzt werden.

Ein logischer Schritt
Noch stammt das nutzbare Gas in der Schweiz überwiegend von fossilen Quellen. Die Erfahrung mit dem Strom zeigt, dass sich das nur ändert, wenn die Produktion von erneuerbaren Gasen wirtschaftlich ist. Dank dem Einspeisevergütungssystem ist die Stromproduktion aus PV-Anlagen, Windkraft-, und Biogasanlagen, sowie Kleinwasserkraftwerken kontinuierlich angestiegen. Wir Schweizer verbrauchen inzwischen zu über 70% erneuerbaren Strom. Dieser Weg steht uns beim Gas noch bevor, und die Politik kommt nicht umhin, ihn zu ebnen.

Text: Ökostrom Schweiz

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1 Kommentare

Max Blatter

Ja, das bestehende Elektrizitätsnetz ist sehr gut, das bestehende Gasnetz gut zur Verteilung "erneuerbar erzeugter" Energie geeignet. Die Entwicklung mit geeigneten Mitteln in diese Richtung zu steuern, wäre eine absolut vorrangige Aufgabe.

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