Das indische Ministerium für Neue und Erneuerbaren Energien schätzt das Potenzial der Gezeitenenergie in Indien auf etwa 12‘455 MW. Mögliche Standorte liegen in den Regionen Khambat und Kutch.

Exportinitiative: Indien deklariert Meeresenergie als erneuerbare Energiequelle

(©EEE) Laut einer Pressemitteilung der indischen Regierung hat der Minister für Neue und Erneuerbare Energie, Shri RK Singh, dem Vorschlag zugestimmt, Meeresenergie als erneuerbare Energie zu deklarieren. In Zukunft kann Energie, die beispielsweise aus Gezeiten-, Wellen- oder Meereswärme-Kraftwerken gewonnen wird, ebenfalls zur Erfüllung der nicht-solaren Renewable Purchase Obligation (RPO) genutzt werden.


Die RPO verpflichtet staatliche Netzbetreiber und einige grössere Unternehmen, aktuell 10.25 Prozent ihres Stroms aus nicht-solaren Erneuerbare-Energie-Quellen zu beziehen. Der Bereich Meeresenergie steht noch relativ am Anfang, birgt aber ein enormes Potenzial, das bislang nicht ausgeschöpft wird. So schätzt das indische Ministerium für Neue und Erneuerbaren Energien das Potenzial der Gezeitenenergie in Indien auf etwa 12‘455 MW. Mögliche Standorte liegen in den Regionen Khambat und Kutch.

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Informationen zur Meeresenergie (auf Englisch) >>

©Text: Deutsche Exportinitiative Erneuerbare Energien (EEE)

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1 Kommentare

Max Blatter

Gezeiten, Wellen und Meereswärme sind natürlich erneuerbare Energieressourcen, egal, wie die Regierungen dieser Erde das "deklarieren". Ein Beispiel für die Arroganz der Politik. – Aber zum Sachlich-Inhaltlichen! Nutzung der Gezeiten (zumindest wenn nicht der Hub, sondern die Strömung genutzt wird): Ökologisch meist problemlos! Nutzung der Wellenenergie: Geschenkt (hat sogar tendenziell positive Wirkung)! Aber Vorsicht bei der Nutzung der Meereswärme: Sobald diese ein relevantes Ausmass erreicht, könnte der Wärmehaushalt der Meere gestört werden, was kaum absehbare Auswirkungen auf das Klima nach sich zöge. Darauf muss das nötige Augenmerk gerichtet werden.

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