16. Mai 2017

Als Reaktion auf das weiterhin unsichere Marktumfeld diversifiziert Groupe E ihre Aktivitäten, um eine immer breitere Palette an Energiedienstleistungen anzubieten.

Groupe E: Gutes Resultat für 2016 - Erneuerbare ausgebaut

(PM) Groupe E erzielte 2016 einen konsolidierten Nettogewinn von CHF 112 Millionen gegenüber CHF 37 Millionen im Jahr 2015, das von wesentlichen Wertberichtigungen durch die Alpiq-Gruppe betroffen war. Der Umsatz knackte erstmals die Marke von CHF 700 Millionen. Trotz dieser erfreulichen Resultate sieht sich Groupe E weiterhin mit einem äusserst anspruchsvollen Umfeld konfrontiert (communiqué en français >>).


2016 lag der konsolidierte Nettogewinn von Groupe E bei CHF 704 Millionen (2015: CHF 655 Millionen). Dies entspricht einem Anstieg um 7.4%.

Hohes Wachstum
Während die Erträge der regulierten Aktivitäten (Stromverkauf an gebundene Kunden und Stromtransport) auf stabilem Niveau verharren, erzielt die Gruppe dank der Diversifikation ihrer Angebotspalette ein hohes Wachstum. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 6.5% auf CHF 106 Millionen. Diese operative Leistung widerspiegelt das Wachstum in den Bereichen Dienstleistungen und Wärme. Ein weiterer positiver Faktor waren die hydrologisch günstigen Bedingungen dank der vielen Niederschläge Anfang Jahr. Diese konnten die Margenerosion im liberalisierten Strommarkt wettmachen.

Positive Sondereffekte
Die Sondereffekte beeinflussen den konsolidierten Nettogewinn erneut in hohem Masse. Im Gegensatz zu den Vorjahren waren die Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2016 jedoch positiv. Die Alpiq-Gruppe, an der Groupe E über ihre Beteiligung an EOSH indirekt einen Anteil von 7.2% hält, kehrte in die schwarzen Zahlen zurück. Die diesbezüglichen Sondereffekte schlagen mit einem Gewinn von CHF 12.9 Millionen zu Buche. Zu erwähnen ist zudem die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von CHF 32 Millionen. Diese wurden zwischen 2012 und 2014 für drohende Verluste aufgrund der Kosten der Energielieferverträge angesichts der sinkenden Marktpreise gebildet. Der konsolidierte Nettogewinn liegt somit bei CHF 112 Millionen (2015: CHF 37 Millionen). Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten weist die Gruppe einen konsolidierten Nettogewinn von CHF 82 Millionen aus. Dies entspricht einer Zunahme um CHF 5 Millionen (+5.5%) im Vergleich zu 2015.

Der Cashflow aus dem operativen Geschäft vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens beläuft sich auf CHF 137 Millionen (2015: CHF 148 Millionen). Trotz einer guten operativen Leistung ging er zurück. Grund dafür waren die Erhöhung unserer Beteiligung an den Gommerkraftwerken von 71% auf 96%, die geringere Dividendenausschüttung von EOSH/Alpiq sowie die einmaligen Kosten in Verbindung mit dem Übergang der Vorsorgeregelung der Muttergesellschaft zum Beitragsprimat. Mittels Investitionen von CHF 108 Millionen (2015: CHF 115 Millionen) konnte Groupe E die Erhaltung der bestehenden Infrastruktur sowie die Entwicklung in den Bereichen neue erneuerbare Energien und Wärmeverteilung sicherstellen. Das Verhältnis Eigenkapital/Bilanzsumme bleibt mit 73% stabil.

Zunahme der erneuerbaren Produktion
Die Produktion der Kraftwerke von Groupe E stieg um 20.7%. Grund für diesen beträchtlichen Anstieg sind die sehr günstigen hydrologischen Bedingungen aufgrund der vielen Niederschläge Anfang Jahr. Die Anlagen zur Stromproduktion aus neuen erneuerbaren Energien von Groupe E Greenwatt erzeugten ihrerseits 24 GWh bzw. 39% mehr als im Vorjahr. Der Bereich Wärme verzeichnete ebenfalls einen erheblichen Zuwachs: 2016 produzierte und verteilte Groupe E Celsius 170 GWh Wärme gegenüber 140 GWh im Jahr 2015. Derweil setzt sich der Rückgang der Stromverkäufe fort (2478 GWh 2016 gegenüber 2537 GWh 2015), was meteorologischen Effekten sowie der neuen Versorgungsart mehrerer Grosskunden zuzuschreiben ist, die von ihrem Recht auf den Marktzugang Gebrauch machten.

Weiterhin unsicheres Umfeld
Trotz der erfreulichen Ergebnisse ist angesichts der Situation am Markt Vorsicht geboten. Die Unsicherheiten in Bezug auf die Rahmenbedingungen sowie die anhaltend niedrigen Marktpreise setzen die Unternehmen der Energiebranche weiterhin stark unter Druck. Als Reaktion darauf diversifiziert Groupe E ihre Aktivitäten, um eine immer breitere Palette an Energiedienstleistungen anzubieten. Ausserdem achtet sie auf eine wirkungsvolle Kostenkontrolle.

Klärung der Rahmenbedingungen unabdingbar
Groupe E setzt sich seit vielen Jahren für die Förderung der Produktion aus erneuerbaren, einheimischen Energieträgern und einen effizienten Verbrauch ein. Dieses Ziel erhält mit der Energiestrategie 2050 des Bundes, die am 21. Mai 2017 zur Abstimmung gelangt, einen klaren rechtlichen Rahmen. Groupe E entwickelt neue Anlagen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Daher begrüsst sie insbesondere die Lösungen für die Weiterführung dieser Tätigkeit. Diese sind für den Erhalt einer ausreichenden Unabhängigkeit der Energieproduktion und die Investitionstätigkeit in der Schweiz von hoher Bedeutung.

Spricht sich die Bevölkerung für die Energiestrategie 2050 aus, werden die Besitzer von Wasserkraftwerken ebenfalls von Beihilfen zum Bau, zur Sanierung oder zur Erweiterung ihrer Anlagen profitieren. Für Groupe E könnte eine solche Unterstützung insbesondere dazu beitragen, ihr Projekt Schiffenen-Murten zu realisieren. Dieses hat zum Ziel, ein neues Kraftwerk zu bauen, das eine zusätzliche Produktion in der Höhe des Jahresverbrauchs von 31‘000 Haushalten ermöglicht. Gleichzeitig verringert es die Auswirkungen auf die Umwelt.

Unterstützung der Wasserkraft
Groupe E kann heute noch die Kosten ihrer Wasserkraftwerke decken, da sie den dort produzierten Strom unter angemessener Berücksichtigung der Gestehungskosten an Privatkunden liefern kann. Dieses Modell der Tarifberechnung ist jedoch durch ein jüngstes Urteil des Bundesgerichts gefährdet. Im Juli 2016 entschied Letzteres, dass Elektrizitätsunternehmen sämtlichen Kunden die geringeren Strompreise an den internationalen Märkten zugutekommen lassen müssen. Im Parlament sind derzeit Diskussionen im Gang, um das Recht zum Verkauf der Energie aus Wasserkraft zu regulierten Tarifen erneut zu verankern. Diese Massnahme würde – genau wie die im Rahmen der Energiestrategie 2050 vorgesehene Marktprämie für Produzenten ohne gebundene Kunden – die Zukunft der Schweizer Wasserkraftwerke und der damit verbundenen Arbeitsplätze sichern. Darüber hinaus würden damit die Versorgungssicherheit sowie eine umweltschonende, lokale Produktion gefördert.

Text: Groupe E

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