13. Mär 2017

Preise für Solar-Speicher in Deutschland fallen weiter. ©Grafik: ees

ees Europe: Speicherkosten sinken mit wachsender Produktion

(PM) Die Endkundenpreise von Solarstromspeichern sinken rasant, vor allem von Lithium-Ionen-Speichern. Sie haben zum Beispiel im zweiten Halbjahr 2016 rund 15% weniger gekostet als noch zu Beginn des Jahres 2015. Der Grund für den Preisrückgang: Mehrere grosse Unternehmen aus der Automobilbranche sind in den Speichermarkt eingestiegen und errichten grosse Fertigungsstätten.


So hat beispielsweise Daimler im Oktober 2016 mit dem Bau einer zweiten Batteriefabrik in Kamenz begonnen. Das neue Produktionswerk soll Mitte 2018 in Betrieb gehen. 500 Mio. € investiert der Automobilhersteller in eine der grössten Batteriefabriken Europas. Insgesamt investiert Daimler rund 1 Mrd.€ in die weltweite Produktion von Batteriesystemen. In Kamenz stellt er seit 2012 Batterien für Fahrzeuge von Mercedes-Benz und Smart her, seit 2015 auch stationäre Batteriespeicher für Industrie und Privathaushalte.

Globale Produktionskapazität verdoppelt sich bis 2018
Mit einem Kostendurchbruch bei Lithium-Ionen-Speichern, die inzwischen den Grossteil des Marktes ausmachen, rechnen die Analysten von Enerkeep. Das Berliner Solarberatungsunternehmen hat im vergangenen Jahr die Unternehmensmeldungen von 15 internationalen Zellherstellern ausgewertet und deren Fabrikplanungen aufgelistet. Ergebnis: Die globale Produktionskapazität wird sich bis 2018 mindestens verdoppeln, bis 2020 sogar vervierfachen.

Minus 40% innerhalb von 3 Jahren
Für Hauseigentümer mit neuen Photovoltaikanlagen rechnet es sich, ihren Solarstrom selbst zu verbrauchen, anstatt teurere Elektrizität vom Energieversorger zu beziehen. Ein schlüsselfertiger Solarstromspeicher kostet heute 40% weniger als vor drei Jahren. Das geht aus Befragungen des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) und ees Europe hervor. Gleichzeitig liegen die Preise selbst erzeugten Solarstroms inzwischen oft nur noch halb so hoch wie die Stromtarife beim Versorger. Die Kombination von Photovoltaik und Speicher wird sich angesichts der bevorstehenden Wirtschaftlichkeit immer mehr verbreiten – nicht nur im Eigenheim. So setzen neue Konzepte auf zentrale Speicher für Wohnquartiere oder vernetzen regenerative Energieanlagen mit Grossspeichern zu virtuellen Kraftwerken.

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Text: ees Europe

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