03. Mär 2017

Ausfall von 1/3 oder 2/3 eines Moduls. ©Bild: Jendra Power

PID-Symptome. ©Bild: Jendra Power

Defekte in Anschlussdosen. ©Bild: Jendra Power

Sogenannte Hotspots. ©Bild: Jendra Power

Gebrochene Module. ©Bild: Jendra Power

Strangausfälle. ©Bild: Jendra Power

Strangkurzschlüsse. ©Bild: Jendra Power

Diverse Defekte, hier zum Beispiel ein Blitzschaden. ©Bild: Jendra Power

Basisbild. ©Bild: Jendra Power

Bearbeitetes Bild. ©Bild: Jendra Power

Drohnenthermographie von Photovoltaikanlagen: Wundermittel oder PR-Gag? Kostenloses Seminar in Zürich

(Anzeige) Drohnen sind mittlerweile ein unentbehrliches Hilfsmittel für Thermographien von Photovoltaikanlagen. Robert Kröni, TÜV-zertifizierter Sachverständiger für Photovoltaik, erklärt Ihnen diese Thermographietechnik am kostenlosen Seminaren am 17.3.17 im Technopark Zürich.


Drohnen sind seit erst wenigen Jahren allgemein verfügbar. Seitdem hat sich die Drohnentechnik von einem Spielzeug für Technikfreaks zu einem vielseitigen Arbeitsinstrument entwickelt. Die Entwicklung war rasant und ist noch lange nicht abgeschlossen.

Voraussetzung für dafür waren eine kompakte Sensorik, die die Geräte sicher in der Luft hält, die Entwicklung von Algorithmen für die Flugsteuerung und Stabilisierung sowie Prozessoren mit hoher Leistung und geringem Gewicht. Last but not least: Auch leistungsfähige Akkus müssen verfügbar sein.

Thermographie aus der Luft

Bei den ersten Luftthermographien wurden handelsübliche Thermographiekameras auf die Kameraträger montiert. Dies führte zu schweren Systemen mit entsprechend kurzer Flugzeit. Auch die Integration in die Flugsteuerung und Bildübertragung war nicht optimal. Die neuen Systeme verfügen nun über Kameras, die leicht und hochauflösend sind. Zudem sind sie vollumfänglich in das Flugsteuerungssystem integriert. Die Kamera, die Jendra Power aktuell benutzt, ist ungefähr so gross wie eine Zigarettenschachtel und verfügt über eine hervorragende Auflösung von 640 x 512 Pixel.

Planung und Durchführung einer
Drohnenthermographie-Mission

Schritt 1: Flugplanung

Jendra Power plant die Mission am Computer mit Hilfe einer auf Google Earth aufbauenden Software. Vorgegeben werden die Wegpunkte, die Ausrichtung der Drohne, die Neigung der Kamera und die Fluggeschwindigkeit. So können Bilder aufgenommen werden, die einerseits die ganze Anlage abdecken und andererseits die Module genau im rechten Winkel zeigen. Dabei werden die Anforderungen an gute Thermographieaufnahmen genauestens eingehalten.

Schritt 2: Kontrolle vor Ort

Vor Ort an der Anlage wird zunächst die Flugbahn auf unvorhergesehene Hindernisse überprüft. So sind zum Beispiel Antennen auf Google Earth nicht immer sichtbar, können aber für die Drohne fatal sein. Anschliessend wird der Startplatz nochmals überprüft, denn es muss gewährleistet sein, dass niemand gestört wird. Zudem ist eine möglichst freie Sicht wichtig, da gemäss den geltenden Vorschriften immer Blickkontakt mit der Drohne gehalten werden muss.

3. Schritt: Durchführung der Mission

Die Mission wird mittels Funkverbindung auf die Drohne übertragen. Nach der erfolgreichen Übertragung hebt die Drohne ab und beginnt selbsttätig, die Mission auszuführen. Die Foto- oder Filmaufnahmen werden manuell gestartet. Der Pilot überwacht den Ablauf der Mission. Nach Abschluss kehrt die Drohne entweder zum Ausgangspunkt zurück oder bleibt beim letzten Wegpunkt stehen. Letzteres ist vorteilhaft, um zum Beispiel noch manuell weitere Aufnahmen zu machen oder um in den manuellen Flugmodus zurückzukehren und kontrolliert zu landen.

4. Schritt: Auswertung der Aufnahmen

Die Thermographieaufnahmen werden anschliessen am Computer nachbearbeitet. Emissionsfaktoren, Farbpaletten und Grenzwerte werden eingestellt, so dass die Bilder für den Bericht verwendet werden können, so wie es die Fotos links zeigen.

Nutzen der Drohnenthermographie gegenüber der Handthermographie

Qualität der Arbeit >> Die Qualität der Thermographieaufnahmen ist besser.

Effizienz >> Die Aufnahmen können einfacher und damit auch deutlich schneller erstellt werden, so dass der Arbeitsaufwand geringer ist.

Zugänglichkeit >> Auch bei schwer zugänglichen Anlagen sind Aufnahmen möglich.

Fazit

Mit der Erfahrung von fast drei Jahren können wir klar sagen: Die Drohnenthermographie ist ein unentbehrliches Hilfsmittel für die Arbeit eines Photovoltaiksachverständigen.

Die Fotos, die Sie links sehen, zeigen anschaulich, welche Defekte an einer Photovoltaikanlage mit der Drohnenthermographie erkannt werden können.

Erfahren Sie mehr über die Drohnenthermographie

Nehmen Sie an einem der kostenlosen Drohnenseminar von Jendra Power teil, um mehr über die Drohnenthermographie zu erfahren:

17.3.2017, 14.00h und 16.00h, im Technopark Zürich, Schulungsraum Newton 1009, 1. Stock, Technoparkstrasse 1 8005 Zürich

Melden Sie sich bitte per E-Mail an seminar@jendra-power.ch. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.

Text: Jendra Power

3 Kommentare
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Robert Kröni @ 16. Mär 2017 16:19

Man kann die Elektrolumineszenz nicht gegen die Thermographie ausspielen. Beide Technologien haben ihre Existenzberechtigungen und sind für unterschiedliche Schadensmuster als Analyseinstrument zweckmässig. Je nach vermutetem Schaden setze auch ich (als Autor des obigen Artikels) Elektrolumineszenz ein.
Was die Qualität der Thermpgraphiebilder betrifft gibt es kaum eine bessere Aufnahmetechnik als eine Drohne. Damit hat man immer der ideale Ausnahmewinkel und keine störenden Schatten. Die anderen Faktoren liegen in der Hand des Thermographen: kalibrierte Geräte und nur dann Aufnahmen machen, wenn die Bedingungen aussagekräftige Bilder zulassen.
Die Resultate sprechen für sich.

Dipl. Ing. D.Wismann @ 07. Mär 2017 22:17

Leider kann ich Dr. Wellner nicht zustimmen. "Spielerei". Dieser vorurteilende Mensch kennt definitiv die Möglichkeiten nicht. Auch sind seine Aussagen falsch.

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