15. Jul 2014

Zum ersten Mal überhaupt hat sich ein Schweizer Team für den Solar Decathlon Europe qualifiziert. Die Auswahl traf die Jury aus 45 Bewerbungen. Bild: HSLU

Solar Decathlon 2014: Team der Hochschule Luzern erreicht Platz 5

(HSLU) Am Samstag ging der internationale Wettbewerb Solar Decathlon Europe 2014 zu Ende. Zum ersten Mal hatte sich ein Schweizer Team für die Teilnahme qualifiziert. Die Studierenden der Hochschule Luzern erreichten mit ihrem Solarhaus Platz 5. Insgesamt nahmen 20 Teams teil.


Im Schlosspark von Versailles haben die letzten zwei Wochen 20 internationale Studierendenteams einen besonderen Architektur- und Technik-Wettbewerb ausgetragen: Sie traten mit ihren selbst entworfenen Solarhäusern in zehn Disziplinen gegeneinander an. Am Samstag wurde die Gesamtbewertung bekannt gegeben: Das Team der Hochschule Luzern – Technik & Architektur erreicht mit seinem Prototypen «your+» den 5. Platz, Sieger ist Italien. «Unter den Top five zu sein ist ein grosser Erfolg für unser Team. Der Wettbewerb blieb bis zum Schluss spannend, weil viele starke Projekte sehr nahe beieinander lagen. Da waren kleinste Details entscheidend», erklärt Hanspeter Bürgi, Dozent für Architektur und Leiter Atelier Solar Decathlon der Hochschule Luzern. Auch die Architekturstudentin Cora Völlnagel ist glücklich: «Wir freuen uns sehr über den guten Platz, aber noch mehr freuen wir uns über viele neue Erfahrungen, die wir sammeln, und die internationalen Freundschaften, die wir schliessen konnten.»

Breite Unterstützung und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Zum ersten Mal überhaupt hat sich ein Schweizer Team für den Solar Decathlon Europe qualifiziert. Die Auswahl traf die Jury aus 45 Bewerbungen. Bei der Realisierung ihres Wettbewerbsbeitrages durfte das 70-köpfige Team der Hochschule Luzern auf die Mithilfe von verschiedenen Seiten zählen: Der Kanton Luzern und das Bundesamt für Energie BFE unterstützten das Projekt, Vertreter der Zentralschweizer Bauwirtschaft steuerten Material und Know-how bei. Die Kommilitoninnen und Kommilitonen des Departements Design & Kunst der Hochschule Luzern unterstützen das Team bei der Ausstellungsgestaltung des Prototyps in Versailles, ein Saxophonquartett des Departements Musik reiste an, um die Gäste am Schweizer Tag zu unterhalten.

«Der Solar Decathlon hat uns die letzten zwei Jahre intensiv beschäftigt. Die Studierenden konnten sich durch den Wettbewerb theoretisch und vor allem auch ganz praktisch mit Konzepten und konkreten Massnahmen für die Energiewende und für das zukünftige Wohnen auseinandersetzen. Beide Themen sind Schwerpunkte an unserem Departement», sagt Hanspeter Bürgi. Das Solarhaus des Schweizer Teams basiert im Wesentlichen auf dem Konzept des Teilens von Räumen: Die Bewohnerinnen und Bewohner verfügen über einen individuellen Rückzugsort: das Schlafzimmer mit Bad. Die Küche wiederum ist ein halbprivater Raum, den sie gemeinsam mit ihren unmittelbaren Nachbarn nutzen, die gemeinschaftlichen Räume stehen allen Hausbewohnern zur Verfügung, etwa als Werkstatt, Musik- oder Gästezimmer.

Haus für die Öffentlichkeit in Horw zugänglich
In den nächsten Tagen werden die Studierenden ihren Prototypen in Versailles abbauen und für den Rücktransport auf den Campus der Hochschule Luzern – Technik & Architektur in Horw sorgen. Das einzigartige Projekt ist aber mit dem Solar Decathlon nicht zu Ende. «Der Wettbewerb ist das eine, uns ist aber auch eine nachhaltige Wirkung des Projekts wichtig», so Hanspeter Bürgi. In Horw werden die Studierenden das Haus denn auch wieder aufbauen, ab Anfang September ist es für die Öffentlichkeit zugänglich. Zudem wird es für unterschiedliche Lehr- und Forschungsaktivitäten sowie Veranstaltungen genutzt.

Weitere Informationen: www.solardecathlon.ch; www.solardecathlon2014.fr

Text: Hochschule Luzern

1 Kommentare
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Reto Miloni @ 18. Jul 2014 08:57

Bezüglich Komfort und auch Materialisierung im Innenausbau war der Beitrag der HTA Horw hochstehend - bezüglich Architektur vermochte er nicht zu überzeugen. So gab es - im Gegensatz zu vielen anderen Beiträgen wie etwa den Gewinnern aus Rom - nicht einmal ein Vordach, wo wartende Besucher im strömenden Regen unterstehen konnten. So war der Luzerner Beitrag ein wohl gelungenes, aber für die Praxis zu komplexes Projekt. Man wünscht sich noch Fortschritte in der Architektur und mehr Einfachheit.

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