Der neue Upfc Plus von Siemens Energy. ©Bild: Siemens Energy

Neue Lösung für die Netzstabilisierung: Siemens Energy präsentiert Upfc Plus

(ee-news.ch) Mit dem Unified Power Flow Controller Upfc Plus präsentiert Siemens Energy eine neue Lösung zur Netzstabilisierung. Damit können Netzbetreiber durch dynamische Steuerung des Lastflusses das Wechselstromnetz stabilisieren. Der Upfc lässt einfach in die vorhandene Infrastruktur integrieren und soll die Effizienz der Stromversorgungsnetze steigern sowie für einen stabilen Betrieb und die Resilienz der Netze sorgen.


Netze, die Strom zunehmend aus fluktuierenden erneuerbaren Energiequellen beziehen, können durch unterschiedliche Massnahmen stabilisiert werden. Der Netzausbau erfordert allerdings häufig grössere Eingriffe in die bestehende Infrastruktur und stellt daher meist eine erhebliche finanzielle Belastung für Übertragungsnetzbetreiber dar. Im Vergleich zu anderen Netzstabilisierungstechnologien lasse sich der Upfc Plus einfach in bestehende Infrastrukturen integrieren und stelle daher eine kosteneffiziente Lösung dar, um die Netzeffizienz zu steigern, schreibt Siemens.

Dynamische Lastflusssteuerung
Der Upfc Plus gleicht Lastflüsse im Wechselstromnetz innerhalb von Millisekunden aus und ist laut Siemens damit anderen Technologien für die Lastflusssteuerung überlegen. Kernstück des Upfc Plus sind zwei Spannungsquellen: eine parallel geschaltete, die die Spannung regelt, sowie eine in Reihe geschaltete, die mit der Wechselstromleitung zusammengeschaltet ist. Damit kann die platzsparende Einheit gleichzeitig die notwendige Blindleistungskompensation, Spannungsregelung und aktive Lastflusssteuerung leisten, so dass die Systemfunktion auch bei unerwartetem Ausfall oder Funktionsstörung einer einzelnen Komponente aufrechterhalten werden kann.

Technischer Aufbau
Der Upfc Plus besteht aus fünf Hauptkomponenten:

– einem Back-to-Back-Konvertersystem als symmetrischer Monopol um den notwendigen Spannungslevel zu erreichen

– den Powermodulen von Siemens Energy, die den modularen Multilevel-VSC-Konverter (Voltage-Source-Converter) bilden

– einem Serientransformator, der die Spannung in die Übertragungsleitung einspeist, wodurch der Stromfluss durch das System je nach Bedarf gedrosselt oder erhöht wird

– ein Paralleltransformator, der die Spannung und eingespeiste Blindleistung regelt und

– einer schnellen Bypasseinheit für den Schutz des Reihenschaltungsteils und die rasche Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft nach einer Anlagenstörung.

Die Lösung ist auf das Hochspannungsniveau elektrischer Verbundnetze ausgerichtet, die mit dreiphasigem Wechselstrom betrieben werden, und deckt alle Spannungspegel ab.

Text: ee-news.ch, Quelle: Siemens Energy.

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