Der Bau des bislang grössten ABO Wind-Solarparks Megala Kalyvia (38 Megawatt) in Griechenland steht kurz vor Vollendung. ©Bild: ABO Wind

Abo Wind: Überzeichnete Kapitalerhöhung spült vier Millionen Euro in die Kasse

(ee-news.ch) Durch die Ausgabe von 200‘000 neuen Aktien hat ABO Wind das Eigenkapital um weitere vier Millionen Euro erhöht. Die Aktien wurden zum Preis von 20.40 Euro unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgewählten Investoren angeboten. Die Emission war überzeichnet. Der Erlös aus der Kapitalerhöhung soll das internationale Wachstum des Unternehmens unterstützen.


Bereits im vergangenen Geschäftsjahr konnte ABO Wind das Eigenkapital von rund 89 Millionen Euro auf rund 104 Millionen Euro zu erhöhen. Mit der zweiten Kapitalerhöhung 2020 setzt das Unternehmen diese Strategie fort. ABO Wind ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und arbeitet aktuell nach eigenen Angaben in 16 Ländern an neuen Wind- und Solarparks mit einer Leistung von mehr als 12‘000 Megawatt.

Vorübergehend eigene Wertpapierkennnummer
Den grössten Teil der neuen Aktien zeichneten zwei vom belgischen Investment Manager Capricorn Partners gesteuerte Aktienfonds. Die Zahl der ABO Wind-Aktien steigt auf 8‘670‘893. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei gut 180 Millionen Euro. Weil die neuen Aktien bei der am 20. August anstehenden Hauptversammlung noch nicht gewinnberechtigt sind, erhalten sie eine eigene Wertpapierkennnummer. Nach der Hauptversammlung werden sie mit den bisherigen Aktien gleichgestellt und zusammengeführt.

Operatives Geschäft
In den jüngst vergangenen Wochen sicherte sich ABO Wind bei Tarifauktionen eine langfristige Einspeisevergütung für zwei irische Windparks mit 16.8 und 10.8 Megawatt Leistung sowie für fünf im Nordwesten Griechenlands geplante Solarparks mit jeweils zehn Megawatt Leistung. Damit sei in Griechenland mehr als ein Drittel der Zuschläge an ABO Wind gegangen, schreibt das Unternehmen.

Abo Wind in Griechenland
Seit 2017 ist ABO Wind in Griechenland aktiv und dort den Solarpark Kossos (7 Megawatt) und den kurz vor Inbetriebnahme stehenden Solarpark Megala Kalyvia (38 Megawatt) errichtet. Diese beiden Projekte hatte ABO Wind in der Planungsphase erworben und dann zum Abschluss gebracht. Bei den nun in der Tarifauktion erfolgreichen fünf Solarparks des Clusters Margariti (Region Epirus) will ABO Wind die komplette Wertschöpfungskette der Planung und Errichtung selbst abdecken. Die fünf Solarparks sollen den Strom über ein gemeinsames Umspannwerk ins öffentliche Netz einspeisen. Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, sind allerdings noch einige Genehmigungen einzuholen. Die Inbetriebnahme der 50 Megawatt ist für die erste Jahreshälfte 2022 geplant.

Windparks in Irland
Anders sehe es aus bei den nun mit Tarifen ausgestatteten irischen Windparks, so ABO Wind. Sie verfügtn bereits über die erforderlichen Genehmigungen und seien damit baureif. Aufgrund der Netzzugänge, Lieferfristen und Bauzeiten geht ABO Wind davon aus, den einen Windpark Ende nächsten Jahres und den zweiten 2023 ans Netz zu bringen.

Text: ee-news.ch, Quelle: ABO Wind AG

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1 Kommentare

Kurt Spörri

Wie ich der Info entnehmen kann, können nur ausgewählte Investment Firmen Aktien erwerben und die Kleinen gehen leer aus !

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