Beflügelt durch den Wintersturm liegt die Windenergie im Februar 2020 bisher bei einem Anteil von 43% der Nettostromerzeugung in Deutschland. ©Bild REpower Systems AG / Stéphane Cosnard

Deutschland: Orkantief Sabine bescherte zweitweise 75% Windstrom – keine Netzprobleme aufgrund hoher Einspeisung

(Bundesverband WindEnergie) Das Orkantief "Sabine" ist abgezogen und hat in Deutschland der Windenergie einen neuen Einspeiserekord beschert: Nach Angaben des Netzbetreibers Tennet wurden zeitweise bundesweit 43.7 Gigawatt ins Netz eingespeist. In dieser Zeit deckte die Windenergie fast 75 Prozent des deutschen Strombedarfs ab.


Beflügelt durch den Wintersturm liegt die Windenergie im Februar 2020 bisher bei einem Anteil von 43% der Nettostromerzeugung in Deutschland, zeigen Daten des Fraunhofer ISE. Das entspricht der gemeinsamen Nettostromerzeugung aller deutschen Braunkohle-, Steinkohle-, Gas- und Atomkraftwerke im selben Zeitraum.

Keine Netzprobleme trotz hoher Einspeisung
„Die Windenergie ist der Masseträger der Energiewende und die wichtigste erneuerbare Energieerzeugungsform in Deutschland. Die Einspeisung der Windenergie schreitet in den letzten Jahren von Rekord zu Rekord. Wichtig ist dabei, dass auch die Systemintegration problemlos funktioniert. Die wenigen Stromausfälle während des aktuellen Orkantiefs sind nicht auf die Windenergie zurückzuführen, sondern darauf, dass umherfliegende Gegenstände oder umgestürzte Bäume Umspannwerke oder Leitungen beschädigt haben. Die vergangenen Tage beweisen eindrucksvoll: Das Netz kann mit deutlich mehr erneuerbaren Energien umgehen. Um auch in Zukunft das volle Potenzial unserer Technologie ausnutzen zu können, brauchen wir einen schnellen Einstieg in Speicherlösungen und Direktbelieferungsoptionen für flexible Industrie- und Gewerbekunden. Ausserdem bedarf es noch innerhalb der kommenden Monate einer Repowering- und Weiterbetriebsstrategie für Anlagen, die ab 2021 aus der EEG-Vergütungssystematik fallen. Angesichts steigender Strombedarfe in allen Sektoren werden diese Anlagen auch in Zukunft benötigt“, kommentiert Hermann Albers, Präsident des Deutschen Bundesverband WindEnergie.

Text: Deutschen Bundesverband WindEnergie

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