Langjähriges Mittel der Windgeschwindigkeit (1989 bis 2018) in 100 m Höhe für Europa. Mit Hilfe eines Wettermodells wurden die Windverhältnisse der zurückliegenden 30 Jahre über ganz Europa nachsimuliert. ©Bild: Björn Withe

Forschungsprojekt NEWA: Stellt neuen Windatlas für Europa fertig

(ee-news.ch) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Europa haben im Forschungsprojekt NEWA den Neuen Europäischen Windatlas fertiggestellt. Die Universität Oldenburg mit dem Zentrum für Windenergieforschung (For Wind), das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE und das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES bilden das deutsche Konsortium des europäischen Forschungsprojekts NEWA (Neuer Europäischer Windatlas).


Gemeinsam mit ihren Partnern aus ganz Europa haben sie daran gearbeitet, neue Methoden zur Bewertung der Windverhältnisse zu entwickeln und zu validieren, um so bei der Suche nach optimalen Standorten für neue Windparks zu helfen. Ein zentrales Ziel des Windatlas war die Entwicklung von standardisierten Online-Karten für die Standortbewertung. Insgesamt waren 30 Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft aus acht verschiedenen Ländern am Projekt beteiligt. Der fertiggestellte Atlas wurde der deutschen Windbranche am 2. Juli 2019 an der NEWA-Stakeholder-Abschlussveranstaltung in Hannover präsentiert. International wurde der Atlas am 27. Juni 2019 in Brüssel vorgestellt.

Langjähriges Windklima für jeden Punkt in der EU abrufbar
Mit Hilfe eines Wettermodells wurden die Windverhältnisse der zurückliegenden 30 Jahre über ganz Europa mit einer Auflösung von drei Kilometern nachsimuliert. Online können jetzt für jeden Punkt in der EU Informationen über das langjährige Windklima abgerufen werden: unter anderem interaktive Karten, Zeitreihen und Statistiken von Windgeschwindigkeit und anderen windenergierelevanten Parametern in verschiedenen Höhen. NEWA startete 2015. Mit den Projektergebnissen soll das europäische Windenergiepotenzial genauer bestimmt und so ein Beitrag zur Kostenreduzierung für die Stromerzeugung aus Windparks geleistet werden.

Neuer Europäischer Windaltas >>

Text: ee-news.ch, Quelle: Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES

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1 Kommentare

Max Blatter

Ha – es geschehen noch Zeichen und Wunder: Zum ersten Mal stoße ich auf einen Windatlas, der nicht nur die Windgeschwindigkeit angibt, sondern auch die energietechnisch relevante Größe, die Wind-Energieflussdichte ("wind power density"). Dank an das NEWA-Konsortium! Ich habe den Link sofort als Lesezeichen in meinem Browser abgespeichert.

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