Im Windpark Bedburg A 44n‘ sollen fünf Windenergieanlagen von Nordex errichtet werden. Mit ihren jeweils 5.7 Megawatt Leistung zählen sie zu den leistungsstärksten Anlagen für den Einsatz an Land. ©Bild: Rwe

Stadt Bedburg und Rwe: Errichten weiteren Windpark am Tagebau Garzweiler

(ee-news.ch) Auf rekultivierten Flächen am Tagebau Garzweiler bauen die Stadt Bedburg und Rwe einen weiteren Windpark: Die fünf Windenergieanlagen des Projekts ‚Bedburg A 44n‘ sollen in einem Jahr grünen Strom für weitere 28‘000 Haushalte erzeugen. Die Stadt und Rwe betreiben in Sichtweite bereits seit 2015 den Windpark Königshovener Höhe mit 21°Anlagen (siehe ee-news.ch vom 8.3.2016 >>). Es ist der grösste Windpark mit kommunaler Beteiligung in Nordrhein-Westfalen (NRW).


Der Wegebau für die Anlieferung der sperrigen Komponenten ist abgeschlossen. Zurzeit werden die Baugruben ausgehoben. Ab August soll der vom Tagebau einst aufgeschüttete Untergrund per Rüttelstopfverdichtung und mit mächtigem Lastverteilungsverteilungspolster aus Schottermaterial verbessert werden. Im Oktober soll mit der Errichtung der Betontürme gestartet werden. Im Januar nächsten Jahres soll mit der Aufstellung der Stahlturmsegmente und der Montage von Maschinenhäusern und Rotoren begonnen werden.

Leistungsstärkste Windenergieanlagen
Die fünf neuen Anlagen des Herstellers Nordex leisten jeweils 5.7 Megawatt. Sie zählen damit zu den leistungsstärksten Windenergieanlagen für den Einsatz an Land. Sie sind bis zur Rotorspitze 240 Meter hoch, 40 Meter höher als die Anlagen im Windpark Königshovener Höhe. Demnächst stehen somit Windenergieanlagen mit 95 Megawatt installierter Leistung auf dem Gebiet der Stadt Bedburg. Diese sollen mehr grünen Strom erzeugen, als die Bürger und Betriebe selbst verbrauchen. An dem zukünftigen Windpark ‚Bedburg A 44n‘ sind die Stadt zu 49 Prozent und Rwe Renewables zu 51 Prozent beteiligt.

Vier der Windenergieanlagen sollen ihren Strom über die Infrastruktur des Tagebaus Garzweiler ins Netz der öffentlichen Versorgung einspeisen. Die fünfte Windenergieanlage soll den Strom über die in Bau befindliche Ressourcenschutzsiedlung Bedburg-Kaster ins Netz einspeisen. Das ist ein Wohnungsbauprojekt mit 110 Einheiten, bei dem nicht nur das Energiekonzept, sondern auch die Architektur und das städtebauliche Programm innovativ seien, schreibt Rwe. Auch bei diesem Projekt arbeiten die Stadt Bedburg und Rwe zusammen, diesmal im Verbund mit weiteren Partnern, wie Eon, Westnetz und der Faktor-X-Agentur. Das Projekt wird vom deutschen Bundeswirtschaftsministerium als ‚Reallabor der Energiewende‘ gefördert. Die Vision der Planer: Ein Teil des Windstroms der fünften Windenergieanlage von ‚Bedburg A 44n‘ versorgt quasi per Direktlieferung, unter Einbeziehung eines Energiespeichers, die Ressourcenschutzsiedlung, der Rest fliesst ins Netz der allgemeinen Versorgung.

Ressourcenschutzsiedlung Bedburg-Kaster >>

Text: ee-news.ch, Quelle: Rwe

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