Windwalzen werden direkt an den Kanten flacher Dächer angebracht werden, wo aufgrund der Hauswände oftmals energiereiche Aufwinde herrschen, die die Energieausbeute erhöhen. ©Bild: Krajete

Österreich: Kombination aus Windwalzen, Solarmodulen und Stromspeicher macht Firmensitz von Krajete ganzjährig energieautonom

(ee-news.ch) Wind, Sonne und Speicher sind alles, was es braucht, um ganzjährigenergieautonom zu agieren. Was für viele wie eine Utopie klingt, ist für das österreichische Unternehmen Krajete seit kurzem Realität. Durch Kombination von Wind- und Sonnenenergie mit Stromspeicher-Elementen gelang es Krajete, die Energieautonomie zu erlangen. Herzstück des Konzepts sind dabei sogenannte Windwalzen, die es auch Kleinstverbrauchern ermöglichen, Windenergie zu nutzen.


Flügel-basierte Windräder erfordern aufwendige Zulassungsprozesse, während denen Lärmentwicklung, Schattenwurf und das Gefährdungspotenzial für Vögel geprüft werden. Daher sind sie für Kleinstverbraucher meist nicht wirklich interessant. Anders hingegen die sogenannten Windwalzen, die ein deutsches Startup-Unternehmen entwickelt hat. Diese kompakten Module bestehen aus querliegenden und zylinderförmig angeordneten Lamellen, die dem Wind Widerstand bieten und eine Walze zum Rotieren bringen. Aufgrund ihrer kompakten Bauweise sind die Windwalzen nicht hörbar, werfen keinen Schatten und stellen keine Gefahr für die Fauna dar – und sind somit auch nicht genehmigungspflichtig.

Energiereiche Aufwinde nutzen
Ein zusätzlicher Nutzen der Windwalzen besteht darin, dass sie konstruktionsbedingt direkt an den Kanten flacher Dächer angebracht werden können, wo aufgrund der Hauswände oftmals energiereiche Aufwinde herrschen, die die Energieausbeute erhöhen. Zudem sind auch die Windwalzen zusätzlich mit Solarpanelen bestückt, die andere Photovoltaik-Anlagen unterstützen. Für die Krajete GmbH bedeutet dies, dass sie unter optimalen Bedingungen 13‘000 W aus 32 Solarmodulen und 2 Windwalzen generieren kann.

Unterstützung durch Stromspeicher
Ergänzt wird die energetische Unabhängigkeit von Krajete durch einen Stromspeicher, der über 13 kWh speichern kann. Kombiniert mit einem Smartmeter agiert er dabei in 3 verschiedenen Modi – 1. Stromlieferung für den Verbrauch von Krajete, 2. Speicherung von überschüssigem Strom und 3. Einspeisung von Strom ins allgemeine Netz, wenn der Speicher voll ist (für eine Rückvergütung von fast 10 Cent/kWh).

Krajete gibt Gas
Doch für Krajete ist hier noch lange nicht Schluss. In Kürze will Krajete sogar den gasbetriebenen Fuhrpark aus eigener Kraft rollen lassen. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der biologischen Umwandlung von CO2 Gasen in Methan. Bei dem patentierten Verfahren kommen Mikroorganismen zum Einsatz. Diese Technik bietet ressourcenschonende Möglichkeiten zur Herstellung von Biotreibstoff sowie zur Aufreinigung von Bio- oder Abgas.

Zukünftig soll der Strom aus Wind- und Sonnenenergie auch zur Elektrolyse von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff genutzt werden. Mit dem Krajete-Verfahren soll der Wasserstoff dann biologisch mit CO2 zu Methan umgesetzt werden. Methan ist dann nicht nur ohne energetischen Verlust über lange Zeiträume speicherbar, sondern steht auch als Treibstoff für den Fuhrpark des Unternehmens zur Verfügung. Dieser besteht nämlich komplett aus gasbetriebenen Fahrzeugen.

Text: ee-news.ch, Quelle: Krajete GmbH

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