Nach der Inbetriebnahme des Kraftwerks soll die von Nant de Drance bereitgestellte Regelenergie kurzfristige Differenzen zwischen Stromproduktion und Verbrauch ausgleichen können. ©Bild: Sébastien Moret

Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance: Erste Maschinengruppe erfolgreich mit dem Netz synchronisiert

(ee-news.ch) Seit März 2020 werden in Nant de Drance die ersten Maschinen getestet. Gestern wurde eine Maschinengruppe des neuen Pumpspeicherkraftwerks erstmals mit dem Höchstspannungsnetz verbunden – mit Erfolg. Ein wichtiger Schritt Im Hinblick auf die Inbetriebnahme der Anlage. Die Tests zur Anbindung ans Netz sind Teil der Inbetriebsetzung, die im November 2019 mit der ersten Flutung der Triebwasserwege ihren Anfang nahm (siehe ee-news.ch vom 7.11.2019 >>). Im Rahmen dieses Prozesses werden die Pumpturbinen und Nebenanlagen eingehend getestet. Die Tests sollen sicherstellen, dass sämtliche Anlagenteile des Kraftwerks die Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Qualität und Zuverlässigkeit erfüllen.


Nach Unternehmensangaben sind momentan fast 150 Personen auf der Baustelle tätig, wovon etwa 50 speziell für die Inbetriebnahme zuständig sind. Die anderen sind weiterhin mit der Montage der Maschinengruppen in der Kaverne und den Abschlussarbeiten beschäftigt. Die Inbetriebnahme erfolgt schrittweise und betrifft parallel mehrere Maschinengruppen, was angesichts der komplexen Abläufe hohe Anforderungen an die Koordination stellt. Die Maschinenkaverne beherbergt insgesamt sechs Pumpturbinen mit einer Leistung von jeweils 150 MW. Die Arbeiten dauern noch bis Ende 2021; dann soll das Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance vollständig in Betrieb gehen.

Ein flexibles Kraftwerk
Mit seiner Leistung von 900 MW soll das Kraftwerk Nant de Drance nach Bedarf innert kürzester Zeit grosse Mengen an Strom produzieren oder speichern können. Diese Flexibilität ist wichtig, da die Stromproduktion aufgrund des Ausbaus der neuen erneuerbaren Energien immer volatiler wird und die Nachfrage nach Flexibilität steigt. Die von Nant de Drance bereitgestellte Regelenergie soll kurzfristige Differenzen zwischen Stromproduktion und Verbrauch ausgleichen können. Sie soll dazu beitragen, die Stabilität des europäischen Stromnetzes und die Versorgungssicherheit innerhalb der Schweiz sicherzustellen.

Text: ee-news.ch, Quelle: Nant de Drance

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