Der Fokus der Forschung liegt auf Kleinwasserkraftwerke, da sie ein grosses Potential innehaben, flexibel natürliche Schwankungen im Stromnetz auszugleichen, dieses aber noch nicht komplett abschöpfen. Bild: Swiss Small Hydro

Online-Umfrage: Wie hoch muss der monetäre Anreiz sein, damit ein Inhaber eines Kleinwasserkraftwerkes Flexibilität anbietet?

(PM) Der grosse Vorteil von Wasserkraft ist, dass Energie zum richtigen Zeitpunkt produziert und eingespeist werden kann. Somit können kurzfristige Ausfälle schnell und flexibel kompensiert, und das Netz somit stabilisiert werden. Wie gross ist dabei der Beitrag der Kleinwasserkraft? Diese Frage wird im Rahmen einer Masterarbeit an der TU München gestellt. Auch Ihre Meinung ist gefragt!


Der Fokus der Forschung liegt dabei auf Kleinwasserkraftwerke, da vor allem diese ein grosses Potential innehaben flexibel natürliche Schwankungen erneuerbarer Energien im Stromnetz auszugleichen, dieses aber noch nicht komplett abschöpfen.

Daher wurde am Lehrstuhl für Produktions- und Ressourcenökonomie an der TU in München (TUM) eine Umfrage entworfen, welche sich generell mit der Thematik befasst, inwiefern Flexibilität im alpinen Hydrosektor akzeptiert wird. Im Zuge der Umfrage soll die Forschungsfrage beantwortet werden, "Wie hoch muss der monetäre Anreiz sein, damit ein Inhaber eines Kleinwasserkraftwerkes Flexibilität anbietet?".

Bis zum 07.12.2021
Mit einer vielzähligen Teilnahme an der Umfrage können Ergebnisse besser eingeschätzt und evaluiert werden, wodurch aktiv ein Teil zur Energiewende beigetragen wird. Eine grosse Anzahl an Teilnehmern sorgt für aussagekräftige Ergebnisse, welche für weitere Forschungen relevant sein können. Abschliessend ist noch zu erwähnen, dass die Umfrage voraussichtlich bis zum 07.12.2021 online ist.

Folgend stehend finden Sie den Link zur Umfrage. Dieser kann gerne geteilt und weitergeleitet werden: https://ww2.unipark.de/uc/Adminprojekt/e6b0/

Text: Severin Ramstötter, TU München (TUM)

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1 Kommentare

Max Blatter

Zwar betreibe ich keine Wasserkraftanlage und gehöre somit nicht zu Zielgruppe der Umfrage. Als Energieexperte und Fachschuldozent habe ich aber selbstverständlich eine Meinung.

Und die ist sehr dezidiert!

Die Produktion von Flusswasserkraftwerken (egal ob klein oder groß) ist energiewirtschaftlich als Bandenergie einzustufen (die mit einer gewissen, meist vergleichsweise kleinen Volatilität behaftet ist). Im Idealfall sollten die Elektrizitätsnetze in der Lage sein, diese Energie vollumfänglich aufzunehmen! Ist dies nicht der Fall, muss für entsprechende Speichermöglichkeiten gesorgt werden; sei es durch den Netzbetreiber oder den Kraftwerkbetreiber – DAS ist Verhandlungssache zwischen beiden und hat natürlich einen Einfluss auf den Energiepreis!

Das Abregeln von Anlagen, die erneuerbare Energie produzieren, halte ich für eine Verschwendung von Ressourcen, die höchstens als kurzfristige Übergangslösung akzeptabel ist (bis die erforderlichen Speicherkapazitäten zur Verfügung stehen).

Wer meint, Wasserkraft sei generell Energie, die "zum richtigen Zeitpunkt produziert und eingespeist werden" könne, hat den Unterschied zwischen Flusswasserkraftwerken und Speicherkraftwerken nicht verstanden und versucht, die Bandenergie der ersten kostenfrei als Spitzen- oder gar Regelenergie zu missbrauchen. Das MUSS schiefgehen, wenn nicht technisch, dann ökonomisch.

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