Bis 2025 werden insgesamt rund 480 Mio. Euro in das Pumpspeicherprojekt Limberg III investiert und 60 Millionen Euro im das Kavernenkraftwerk Reisseck II+.

Verbund: Investiert mehr als eine halbe Milliarde Euro in Pumpspeicherprojekte

(PM) Der österreichische Energieversorger Verbund gab bekannt, über eine halbe Milliarde Euro in den Bau da 480 MW-Pumpspeicherprojekt Limberg III (Kaprun, Salzburg) und das 48 MW-Pumpspeicherprojekt Reisseck II+ (Reisseck, Kärnten) investieren zu wollen.


Das Kraftwerksprojekt Limberg III wurde 2017 genehmigt. Es handelt sich dabei um ein Pumpspeicherkraftwerk mit einer Leistung von 480 Megawatt in Kaprun. So wie Limberg II, das 2011 in Betrieb genommen wurde, wird es vollkommen unterirdisch zwischen den beiden bestehenden Speicherseen Mooserboden (Stauziel 2036 m) und Wasserfallboden (Stauziel 1672 m) errichtet. Es kommen spezielle Maschinensätze zum Einsatz, die flexibel auf den Bedarf an Ausgleichs- und Regelenergie im Netz reagieren können.

Genehmigungsunterlagen einreichen
Geplant ist darüber hinaus, das Stauziel des Speichers Wasserfallboden um 8 m anzuheben. Die dafür notwendige Erhöhung der Limberg-Sperre lässt sich durch vorhandene Baureserven unter Aufrechterhaltung der uneingeschränkten Talsperrensicherheit realisieren. Die dafür erforderlichen Genehmigungsunterlagen werden in den nächsten Wochen bei der zuständigen Behörde eingereicht. Der Baustart wird im Frühsommer dieses Jahres erfolgen. Bis 2025 werden insgesamt rund 480 Mio. Euro investiert.

Reisseck II+ - neues unterirdisches Kavernenkraftwerk
Seit der in 2016 erfolgten Inbetriebnahme des Pumpspeicherkraftwerks Reisseck II zählt die Oberkärntner Kraftwerksgruppe Malta-Reisseck mit in Summe 1460 MW zu den leistungsstärksten Wasserkraftwerksgruppen Österreichs. Als Oberbecken nutzt Reisseck II die seit den 1960er-Jahren bestehenden Speicher am Reissecker Seenplateau, den Grossen und Kleinen Mühldorfer See. Die beiden Speicher sind hydraulisch miteinander verbunden, wobei der Kleine Mühldorfer See etwa 80 Meter höher liegt als der Grosse Mühldorfer See.

Um zukünftig diesen Höhenunterschied ebenfalls energietechnisch nutzen zu können, wird auf einer Seehöhe von etwa 2300 Metern ein neues unterirdisches Kavernenkraftwerk mit zwei Pumpturbinen und einer Gesamtleistung von 45 Megawatt errichtet. „Reisseck II+“ wird durch diese zu einer effizienten Erweiterung von Reisseck II, weil durch die Umlagerung des Speicherinhaltes des Grossen Mühldorfer Sees auf die oberen Speicher eine gesamthafte Systemoptimierung möglich wird. Die Genehmigungen dazu wurden bereits gemeinsam mit Reisseck II erteilt. Hier beläuft sich die Gesamtinvestition auf rund 60 Millionen Euro.
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Nach Abschluss der notwendigen Vorbereitungsarbeiten ist der Baustart noch im Frühjahr 2021 geplant. Ab 2023 soll das neue Pumpspeicherkraftwerk in Kombination mit den schon vorhandenen Anlagen dazu dienen, die Integration von Wind- und Photovoltaikanlage.

Text: Verbund

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