Nach dem Abschluss der Erweiterungsstufe mit 32 Turbinen soll der Windpark Wieringermeer jährlich insgesamt rund 1.3 Terawattstunden Windstrom erzeugen.

Nordex Group: Teil 1 des Grossprojekts Wieringermeer ist am Netz

(ee-news.ch) Nordex hat den ersten Teil des niederländischen 300-MW-Projekts Wieringermeer für seinen Kunden Vattenfall abgeschlossen: Die letzte der 50 Turbinen des Typs N117/3600 ging im August ans Netz. Der Standort des Projekts und die Corona-Pandemie stellten besondere Herausforderungen dar. Der Bau der nächsten Bauphase mit weiteren 32 Turbinen ist bereits im Gange.


Am Standort 60 Kilometer nördlich von Amsterdam herrschen gute Windbedingungen, allerdings ist Wieringermeer ein Polder, ein eingedeichtes Gebiet mit zurückgewonnenem Land, das sieben Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Die 300 km2 grosse Fläche ist von Kanälen durchzogen und umfasst auch einen geschützten Wald – eine besondere Herausforderung für Logistik und Errichtung. Da kaum geeignete Lagerfläche vorhanden war, wurden Türme, Maschinenhäuser, Triebstränge und Naben just in time geliefert. Bei sieben unterschiedlich konfigurierten Turbinen, beispielsweise mit Metallpartikelzähler oder Flugbefeuerung, kam es dabei zusätzlich darauf an, die richtige Technik an die genau dafür vorgesehene Stelle zu liefern.

Prozesse an Erfordernisse angepasst
Aufgrund der geringen Tragfähigkeit des Bodens mussten die Fundamente mit einer Pfahlgründung versehen und zudem um 1.5 Meter erhöht werden, um Überflutungen vorzubeugen. Zudem limitierten Tierschutzmassnahmen den Zugang zu einigen Turbinen sowie die Anzahl erlaubten der Kräne auf der Baustelle. Nordex hat seine Prozesse den spezifischen Erfordernissen des Projekts angepasst. Mit einem tokenbasiertes Genehmigungssystem konnten mehrere Auftragnehmer zuverlässig einer bestimmten Turbine zugewiesen werden. Zudem wurden neue Funktionen wie z. B. ein ‚Technical Project Manager‘ (TPM) als Schnittstelle in Engineering und andere technische Abteilungen eingesetzt. Darüber hinaus gab es Qualitäts- und Dokumentationsmanager.

Die Errichtung der Erweiterungsstufe mit 32 Turbinen ist bereits im Gange. Nach ihrem Abschluss soll der Windpark jährlich insgesamt rund 1.3 Terawattstunden (= 1.3 Milliarden Kilowattstunden) Windstrom erzeugen. In Wieringermeer kommt das neue Betriebssystem Nordex OS zum Einsatz. Das System kann beliebige Komponenten (z. B. zusätzliche Rotorblattsensoren) einbinden und dadurch die Windparküberwachung verbessern. Die neue Architektur erhöhe die Verfügbarkeit des Scada-Systems und sei mit künftigen Hardwaregenerationen kompatibel, schreibt Nordex.

Text: ee-news.ch, Quelle: Nordex SE

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