Das Projekt zeigt die ökologischen wie ökonomischen Vorteile, die Hybridprojekten haben. Im konkreten Fall reduzieren wir durch den Erneuerbaren-Anteil des Hybridkraftwerks den Dieselverbrauchs um rund 22 Mio. Liter jährlich. Bild: Juwi

Juwi: 36 MW-Solarkraftwerk und 7.5 MW-Batteriespeichersystem werden in bestehendes Dieselkraftwerk von Sukari Goldmine in Ägypten integriert

(ee-news.ch) Die Juwi-Gruppe wird rund 30 Kilometer südwestlich der ägyptischen Hafenstadt Marsa Alam das weltweit grösste Offgrid-Hybrid-Projekt der Minenindustrie mit Solarpark und Batteriespeicher bauen. Das hat sie mit der Centamin plc, die Betreiberfirma der Sukari-Goldmine vereinbart. Die 36 MW Photovoltaik werden mit bifaziale Solarmodule bereitgestellt.


Juwi wird das Hybridkraftwerk planen, die Komponenten für das 36 MW-Solarkraftwerk und das 7.5 MW-Batteriespeichersystem einkaufen und es in die bestehende Kraftwerksinfrastruktur mit dem eigens entwickelten Juwi Hybrid IQ Controller integrieren. Auch die technische Betriebsführung wird das Unternehmen übernehmen. Im zweiten Quartal 2022 soll das Kraftwerk, etwas landeinwärts der Küste am Roten Meer gelegen, in Betrieb gehen.

Bergbau 10% des weltweiten Energieverbrauchs
Der Bergbau macht gemäss Juwi zehn Prozent des weltweiten Energieverbrauchs aus, und viele Mineralien spielen für die Energiewende eine wichtige Rolle. Dave Manning, Director Global Hybrid bei Juwi. „Das Projekt demonstriert eindrucksvoll die ökologischen wie ökonomischen Vorteile, die Minengesellschaften von Hybridprojekten in Afrika haben. Im konkreten Fall reduzieren wir durch den Erneuerbaren-Anteil des Hybridkraftwerks den Dieselverbrauchs um circa 22 Millionen Liter pro Jahr und die CO2-Emissionen um circa 60‘000 Tonnen pro Jahr. Gleichzeitig steigt die Zuverlässigkeit der Stromversorgung und der Betreiber sichert sich gegen steigende Kraftstoffpreise ab. Das führt insgesamt zu spürbar geringeren Betriebskosten“, so Manning weiter.

Fünf weitere Hybridprojekte
Amiram Roth-Deblon, Director Global Business Initiatives, fügt hinzu: „Die Performance unserer Referenzprojekte in puncto Kostensenkung und Umweltschutz überzeugt einen immer grösser werdenden Kreis von Stromabnehmern. Aktuell bauen wir fünf weitere Hybridprojekte im Kraftwerksmassstab. In Australien sind dies die Projekte Esperance für Horizon Power, Jacinth Ambrosia für Iluka Resources, Jabiru für die Regierung des Northern Territory und Gruyere für APA. Zudem baut juwi in Südafrika einen Zehn-Megawatt-Solarpark zur Eigenstromversorgung einer rund 120 Kilometer südöstlich von Johannesburg gelegenen Goldmine im Auftrag von Pan African Ressources.“

Bifaziale Solarmodule
Wie beim Bau von Südeuropas grösstem Solarpark im griechischen Kozani setzt Juwi auch bei diesem Projekt auf bifaziale Solarmodule. Diese haben gegenüber Standardmodulen den Vorteil, dass sie die Sonnenenergie auf der Vorder- und -Rückseite nutzen. Das macht sie effizienter und führt zu einem höheren Stromertrag auf gleicher Fläche. Die Integration des erzeugten Solarstroms in die bestehende Kraftwerksinfrastruktur erfolgt über den Juwi Hybrid IQ Controller, eine auf Siemens Sicam basierende Microgrid-Kontrollplattform.

Text: ee-news.ch, Quelle: Juwi-Gruppe

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